Links ein historisches Schloss mit Springbrunnen und symmetrisch angeordneten Hecken, rechts ein klassizistisches Gebäude mit zwei bronzenen Statuen davor

Hessisches Statistisches Landesamt

Zum Welttag der Partnerstädte: Fulda und Weimar im Vergleich

Zum Welttag der Partnerstädte am 26. April blickt das Hessische Statistische Landesamt auf die Städtefreundschaft von Fulda und Weimar. Dabei zeigen sich viele Gemeinsamkeiten etwa bei Einwohnerzahl, Tourismus und Grünflächen, aber auch Unterschiede zum Beispiel bei Wirtschaftskraft, Altersstruktur und Studierendenzahlen.

Mit dem Welttag der Partnerstädte am 26. April wird weltweit die Bedeutung von Städtepartnerschaften für Demokratie, Frieden und Austausch hervorgehoben. Das Hessische Statistische Landesamt hat diesen Tag zum Anlass genommen, die Städtefreundschaft zwischen dem hessischen Fulda und seiner thüringischen Partnerstadt Weimar statistisch zu betrachten.

Fulda und Weimar bei Einwohnerzahl fast gleichauf

Die Partnerstädte liegen bei der Bevölkerungszahl nahe beieinander. Zum 31. Dezember 2024 lebten in Fulda 65.400 Einwohnerinnen und Einwohner. In der kreisfreien Stadt Weimar waren es rund 66.000 Personen. Unterschiede zeigten sich in der Altersstruktur. Das Durchschnittsalter lag in Fulda bei 43,1 Jahren und in Weimar bei 45,4 Jahren. Damit war die Bevölkerung der hessischen Stadt im Durchschnitt 2,3 Jahre jünger als in Weimar. Frauen machten in Fulda 50,6 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner aus, in Weimar war der Frauenanteil mit 52,1 Prozent etwas höher.

Auch flächenmäßig unterscheiden sich beide Städte. Fulda ist mit 104,0 km2 größer als Weimar mit rund 84,5 km2 (Stand: 2024). In beiden Städten prägen Grünflächen das Stadtgebiet: Vegetation macht rund zwei Drittel der Fläche aus. Landwirtschaftlich genutzte Flächen haben in Fulda einen Anteil von 42,6 Prozent und in Weimar von 40,6 Prozent. Der Waldanteil liegt in Fulda bei 23,9 Prozent und in Weimar bei 19,9 Prozent.

Deutliche Unterschiede bei der Wirtschaftskraft

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Wirtschaftskraft. Fulda erwirtschaftete im Jahr 2023 rund 5,7 Milliarden Euro. In Weimar lag das Bruttoinlandsprodukt bei rund 2,4 Milliarden Euro. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Zahl der Erwerbstätigen¹: Gab es in Fulda 2023 rund 71.900 erwerbstätige Personen, waren es in Weimar im Jahr 2023 mit rund 34.900 Erwerbstätigen etwa halb so viele. In Fulda wurden 79.900 Euro und in Weimar 68.900 Euro pro erwerbstätiger Person erwirtschaftet.

Tourismus in beiden Städten auf ähnlichem Niveau

Als Tourismusdestinationen sind beide Städte interessant. Die Dom- und Barockstadt Fulda, in der in diesem Jahr übrigens der HessentagÖffnet sich in einem neuen Fenster stattfindet, zählte 2025 rund 431.800 Gäste und 710.500 Übernachtungen. Im selben Jahr kamen rund 419.300 Touristinnen und Touristen in die Goethe- und Schillerstadt Weimar und buchten rund 792.900 Übernachtungen. Beide Städte sind auch wichtige Hochschulstandorte, wobei die Zahl der Studierenden in Fulda mehr als doppelt so hoch wie in Weimar war. In der hessischen Stadt waren im Wintersemester 2024/2025 rund 9.000 Studierende eingeschrieben, in der thüringischen Partnerstadt waren es circa 4.600 Studierende.

Hinweise:

Diese Pressemitteilung erscheint in Kooperation mit dem Thüringer Landesamt für StatistikÖffnet sich in einem neuen Fenster.

¹ Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Beamtinnen und Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, das heißt am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

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