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Hessisches Statistisches Landesamt

Weniger geleistete Arbeitsstunden in allen hessischen Regionen im Jahr 2020

Maßgeblich beeinflusst durch die Corona-Pandemie haben hessische Erwerbstätige im Jahr 2020 bedeutend weniger Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr (minus 5,2 Prozent). Die Zahl der Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person ging in sämtlichen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen zurück.

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Geleistete Arbeitsstunden

Im Jahr 2020 ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person in allen hessischen kreisfreien Städten und Landkreisen zurück. Die Werte nahmen dabei hessenweit durchschnittlich um 4,4 Prozent ab. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, lagen die Rückgänge zwischen minus 3,9 Prozent in den kreisfreien Städten Wiesbaden und Kassel und minus 5,0 Prozent im Landkreis Groß-Gerau.

Genau wie die Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person nahmen auch die von allen Erwerbstätigen insgesamt geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2020 landesweit in allen Regionen ab, und zwar durchschnittlich um 5,2 Prozent. Den größten Rückgang verzeichnete der Odenwaldkreis mit minus 7,4 Prozent, die kleinsten Abnahmen verbuchten die kreisfreie Stadt Wiesbaden sowie der Landkreis Gießen mit jeweils minus 3,7 Prozent. Beide Regionen verzeichneten im selben Zeitraum als einzige einen Zuwachs der Erwerbstätigenzahl (0,2 bzw. 0,4 Prozent).

Insgesamt arbeiteten Erwerbstätige im Jahr 2020 in den hessischen Regionen durchschnittlich 1 321 Stunden pro Kopf (2019: 1 382 Stunden pro Kopf).

Vollzeitäquivalente

Die Zahl der Vollzeitäquivalente je 100 Erwerbstätige nahm im Vorjahresvergleich leicht zu: Während in Hessen im Jahr 2019 auf 100 Erwerbstätige 84,8 Vollzeitäquivalente kamen, waren es im Jahr 2020 genau 85,0 Vollzeitäquivalente. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den überproportional starken Rückgang der marginal Beschäftigten zurückzuführen (minus 6,3 Prozent), für die die Möglichkeit der Kurzarbeit nicht besteht.

Die Gesamtzahl der Vollzeitäquivalente verringerte sich im Jahr 2020 in 20 von 26 hessischen Regionen. Der stärkste Rückgang trat mit minus 2,7 Prozent im Odenwaldkreis auf, die größte positive Veränderung verzeichnete mit plus 0,8 Prozent der Landkreis Gießen. Die Entwicklung der Vollzeitäquivalente folgte also in der Tendenz derjenigen bei den Erwerbstätigen.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts von August 2021 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Diese und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit finden Sie auf der Internetseite des AK ETRÖffnet sich in einem neuen Fenster sowie auf der FachseiteÖffnet sich in einem neuen FensterÖffnet sich in einem neuen Fensterdes Hessischen Statistischen Landesamtes. Dort ist auch eine Infografik zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Arbeitsvolumens in Hessen hinterlegt.

Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Marginal Beschäftigte umfassen Erwerbstätige, die ausschließlich einer geringfügig entlohnten oder kurzfristigen Beschäftigung nachgehen, sowie Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten, also in sogenannten 1-Euro-Jobs. Bei Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen werden die Arbeitsstunden aus allen Beschäftigungen einbezogen. Die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden (z. B. Jahresurlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit, krankheitsbedingte Abwesenheit) gehören hingegen nicht zum Arbeitsvolumen.

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