Geldmünzen auf dem Tisch

Hessisches Statistisches Landesamt

Reallöhne in Hessen im zweiten Quartal 2026 um 1,9 Prozent gestiegen

Der Anstieg der Nominallöhne und eine im Vergleich dazu geringere Inflation haben im zweiten Quartal 2026 zu einem Reallohnplus in Hessen geführt: Die Nominallöhne erhöhten sich um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,6 Prozent stiegen. Daraus resultierte eine Zunahme der Reallöhne um 1,9 Prozent.

Der Nominallohnindex in Hessen ist im zweiten Quartal 2026 um 4,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025 gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im selben Zeitraum um 2,6 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, verzeichneten die Beschäftigten in Hessen somit ein reales – also preisbereinigtes – Lohnplus: Der Reallohnindex stieg um 1,9 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025.

Reallöhne steigen das 13. Quartal in Folge

Damit setzte sich die positive Reallohnentwicklung fort: Zum 13. Mal in Folge lagen die Reallöhne über dem Niveau des jeweiligen Vorjahresquartals. Überdurchschnittlich stark erhöhten sich die Nominallöhne im zweiten Quartal 2026 unter anderem im Bereich „Information und Kommunikation“ (plus 8,3 Prozent) sowie in den Bereichen „Erziehung und Unterricht“ (plus 7,7 Prozent) und „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (plus 7,3 Prozent). Der Dienstleistungsbereich verzeichnete insgesamt ein Nominallohnplus von 4,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Im Produzierenden Gewerbe lag der Anstieg bei 5,1 Prozent.

Geringfügig Beschäftigte mit den stärksten Nominallohnzuwächsen

Betrachtet man die Beschäftigten nach ihrem Beschäftigungsumfang, wiesen geringfügig Beschäftigte mit 5,4 Prozent im zweiten Quartal 2026 den stärksten Nominallohnanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Die Nominallöhne von Vollzeitbeschäftigten stiegen um 5,1 Prozent. Für Beschäftigte in Teilzeit war ein Lohnanstieg von 3,2 Prozent im zweiten Quartal 2026 zu verzeichnen.

Unter den Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten Nominallohnzuwächse von durchschnittlich 5,6 Prozent. Für das Fünftel mit den höchsten Verdiensten stiegen die Nominallöhne um 5,2 Prozent und damit etwas stärker als die Verdienste aller Vollzeitbeschäftigten (plus 5,1 Prozent).

Hinweise:

Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen aller Beschäftigten ab.

Der Reallohnindex setzt den Nominallohnindex und den Verbraucherpreisindex ins Verhältnis, um die Veränderung der Verdienste mit der Preisentwicklung zu vergleichen. Der Reallohnindex nimmt zu, wenn die Verdienste stärker steigen als die Preise. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Beschäftigten.

Weitere Verdienstindizes finden Sie im vierteljährlichen Statistischen Bericht „Verdienstentwicklung in Hessen“Öffnet sich in einem neuen Fenster. Dort stehen auch Verdienstindizes mit und ohne Sonderzahlungen, nach Wirtschaftszweigen und nach weiteren Gliederungsmerkmalen zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Entwicklung des Reallohn-, Nominallohn- und Verbraucherpreisindex in Hessen seit 2007 zeigt Ihnen unsere Tabelle im Downloadbereich.

Unter dem Motto „80 Jahre Statistik Hessen. Fakten für morgen.“ feiert das Hessische Statistische Landesamt 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Mehr zur Geschichte der hessischen Statistik erfahren Sie auf unserer Internetseite.

Schlagworte zum Thema