Geldmünzen auf dem Tisch

Hessisches Statistisches Landesamt

Reallöhne in Hessen im zweiten Quartal 2025 um 2,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal

Der Anstieg der Nominallöhne und eine im Vergleich dazu geringere Inflation haben im zweiten Quartal 2025 zu einem Reallohnplus in Hessen geführt: Die Nominallöhne erhöhten sich um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,3 Prozent stiegen. Daraus resultierte eine Zunahme der Reallöhne um 2,5 Prozent.

Der Nominallohnindex in Hessen ist im zweiten Quartal 2025 um 4,9 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024 gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im zweiten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, verzeichneten die Beschäftigten in Hessen somit ein reales – also preisbereinigtes – Lohnplus: Der Reallohnindex stieg um 2,5 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024.

Positive Reallohnentwicklung setzt sich fort

Mit dem neunten Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal in Folge setzte sich der positive Trend der Reallohnentwicklung auch im ersten Halbjahr 2025 fort. Vom vierten Quartal 2021 bis zum ersten Quartal 2023 hatten hohe Inflationsraten einen Rückgang der Reallöhne bewirkt. Seit dem zweiten Quartal 2023 sind die Reallöhne wieder gestiegen. In Tarifverträgen beschlossene Lohnsteigerungen und Einmalzahlungen sowie die Erhöhung des Mindestlohns auf inzwischen 12,82 Euro trugen zu höheren Nominallöhnen bei. Gleichzeitig gingen die Inflationsraten zurück. Auch im zweiten Quartal 2025 sorgten eine Steigerung der Nominallöhne gegenüber dem Vorjahresquartal und eine im Vergleich dazu geringere Inflation erneut für ein Reallohnwachstum. Der im Vergleich zu den Vorjahresquartalen moderatere Anstieg der Reallöhne geht mit dem Wegfall der Inflationsausgleichsprämie einher.

Überdurchschnittlich stark erhöhten sich die Nominallöhne im zweiten Quartal 2025 unter anderem im Bereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (plus 16,0 Prozent) sowie im Gastgewerbe (plus 9,0 Prozent). Insgesamt verzeichnete der Dienstleistungsbereich ein Nominallohnplus von 4,9 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Im Produzierenden Gewerbe lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal ebenfalls bei 4,9 Prozent.

Vollzeitbeschäftigte mit den stärksten Nominallohnzuwächsen

Betrachtet man die Beschäftigten nach ihrem Beschäftigungsumfang, wiesen Vollzeitbeschäftigte mit 5,3 Prozent im zweiten Quartal 2025 den stärksten Nominallohnanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Die Nominallöhne von Beschäftigten in Teilzeit stiegen ebenfalls deutlich um 3,6 Prozent. Für geringfügig Beschäftigte war ein Lohnanstieg von 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2025 zu verzeichnen.

Innerhalb der Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten mit durchschnittlich 7,1 Prozent die stärksten Nominallohnzuwächse. Für das Fünftel mit den höchsten Verdiensten stiegen die Nominallöhne um 5,6 Prozent.

Hinweise:

Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen aller Beschäftigten ab.

Der Reallohnindex setzt den Nominallohnindex und den Verbraucherpreisindex ins Verhältnis, um die Veränderung der Verdienste mit der Preisentwicklung zu vergleichen. Der Reallohnindex nimmt zu, wenn die Verdienste stärker steigen als die Preise. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Beschäftigten.

Weitere Verdienstindizes finden Sie im vierteljährlichen Statistischen Bericht „Verdienstentwicklung in Hessen“.Öffnet sich in einem neuen Fenster Dort stehen auch Verdienstindizes mit und ohne Sonderzahlungen, nach Wirtschaftszweigen und nach weiteren Gliederungsmerkmalen zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Entwicklung des Reallohn-, Nominallohn- und Verbraucherpreisindex in Hessen seit 2007 zeigt Ihnen unsere Tabelle im Downloadbereich.

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