Der Nominallohnindex in Hessen ist im ersten Quartal 2026 um 3,9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,4 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, verzeichneten die Beschäftigten in Hessen somit ein reales – also preisbereinigtes – Lohnplus: Der Reallohnindex stieg um 1,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.
Positive Reallohnentwicklung setzt sich fort
Mit diesem zwölften Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal in Folge setzte sich die positive Reallohnentwicklung auch im ersten Quartal 2026 fort. Überdurchschnittlich stark erhöhten sich die Nominallöhne im ersten Quartal 2026 unter anderem im Bereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (plus 7,7 Prozent) sowie in den Bereichen „Information und Kommunikation“ und „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (beide plus 6,3 Prozent). Insgesamt verzeichnete der Dienstleistungsbereich ein Nominallohnplus von 3,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Im Produzierenden Gewerbe lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal bei 4,4 Prozent.
Geringfügig Beschäftigte mit den stärksten Nominallohnzuwächsen
Betrachtet man die Beschäftigten nach ihrem Beschäftigungsumfang, wiesen geringfügig Beschäftigte mit 4,4 Prozent im ersten Quartal 2026 den stärksten Nominallohnanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Die Nominallöhne von Vollzeitbeschäftigten stiegen um 4,0 Prozent. Für Beschäftigte in Teilzeit war ein Lohnanstieg von 3,9 Prozent im ersten Quartal 2026 zu verzeichnen.
Unter den Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten Nominallohnzuwächse von durchschnittlich 5,4 Prozent. Für das Fünftel mit den höchsten Verdiensten stiegen die Nominallöhne um 2,8 Prozent und damit weniger stark als die Verdienste aller Vollzeitbeschäftigten.
Hinweise:
Die Verdienstindizes werden in regelmäßigen Abständen auf ein neues Basisjahr umgestellt. Zum vierten Quartal 2025 erfolgte die Umstellung von der bisherigen Basis 2022 auf das Basisjahr 2025. Die Verdienstindizes werden nun auf der neuen Basis 2025=100 berechnet. Alle bisherigen Zeitreihen der Verdienstindizes wurden rückwirkend rein rechnerisch auf das Basisjahr 2025 umgestellt. Die dazugehörigen Veränderungsraten können daher rundungsbedingt von den bisherigen Veröffentlichungen abweichen.
Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen aller Beschäftigten ab.
Der Reallohnindex setzt den Nominallohnindex und den Verbraucherpreisindex ins Verhältnis, um die Veränderung der Verdienste mit der Preisentwicklung zu vergleichen. Der Reallohnindex nimmt zu, wenn die Verdienste stärker steigen als die Preise. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Beschäftigten.
Weitere Verdienstindizes finden Sie im vierteljährlichen Statistischen Bericht „Verdienstentwicklung in Hessen“. Öffnet sich in einem neuen FensterDort stehen auch Verdienstindizes mit und ohne Sonderzahlungen, nach Wirtschaftszweigen und nach weiteren Gliederungsmerkmalen zur Verfügung.
Eine Übersicht über die Entwicklung des Reallohn-, Nominallohn- und Verbraucherpreisindex in Hessen seit 2007 zeigt Ihnen unsere Tabelle im Downloadbereich.
Unter dem Motto „80 Jahre Statistik Hessen. Fakten für morgen.“ feiert das Hessische Statistische Landesamt 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Mehr zur Geschichte der hessischen Statistik erfahren Sie auf unserer Internetseite.