Geldmünzen auf dem Tisch

Hessisches Statistisches Landesamt

Reallöhne in Hessen im dritten Quartal 2025 um 1,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal

Der Anstieg der Nominallöhne und eine im Vergleich dazu geringere Inflation haben im dritten Quartal 2025 zu einem Reallohnplus in Hessen geführt: Die Nominallöhne erhöhten sich um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,5 Prozent stiegen. Daraus resultierte eine Zunahme der Reallöhne um 1,5 Prozent.

Der Nominallohnindex in Hessen ist im dritten Quartal 2025 um 4,1 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2024 gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, verzeichneten die Beschäftigten in Hessen somit ein reales – also preisbereinigtes – Lohnplus: Der Reallohnindex stieg um 1,5 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2024.

Positive Reallohnentwicklung setzt sich fort

Mit diesem zehnten Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal in Folge setzte sich die positive Reallohnentwicklung auch im dritten Quartal 2025 fort. Überdurchschnittlich stark erhöhten sich die Nominallöhne im dritten Quartal 2025 unter anderem im Bereich „Information und Kommunikation“ (plus 12,4 Prozent), im Gastgewerbe (plus 9,2 Prozent) sowie im Bereich „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (plus 9,1 Prozent). Insgesamt verzeichnete der Dienstleistungsbereich ein Nominallohnplus von 3,8 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres. Im Produzierenden Gewerbe lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal bei 5,4 Prozent.

Vollzeitbeschäftigte mit den stärksten Nominallohnzuwächsen

Betrachtet man die Beschäftigten nach ihrem Beschäftigungsumfang, wiesen Vollzeitbeschäftigte mit 4,3 Prozent im dritten Quartal 2025 den stärksten Nominallohnanstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Die Nominallöhne von Beschäftigten in Teilzeit stiegen ebenfalls deutlich um 3,7 Prozent. Für geringfügig Beschäftigte war ein Lohnanstieg von 0,8 Prozent im dritten Quartal 2025 zu verzeichnen.

Unter den Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten mit durchschnittlich 8,2 Prozent das sechste Quartal in Folge die größten Nominallohnzuwächse. Der Trend, dass die Nominallöhne der Geringverdienenden prozentual am stärksten steigen, setzte sich somit fort. Für das Fünftel mit den höchsten Verdiensten stiegen die Nominallöhne um 3,2 Prozent und damit weniger stark als die Verdienste aller Vollzeitbeschäftigten.

Hinweise:

Der Nominallohnindex bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen aller Beschäftigten ab.

Der Reallohnindex setzt den Nominallohnindex und den Verbraucherpreisindex ins Verhältnis, um die Veränderung der Verdienste mit der Preisentwicklung zu vergleichen. Der Reallohnindex nimmt zu, wenn die Verdienste stärker steigen als die Preise. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Beschäftigten.

Weitere Verdienstindizes finden Sie im vierteljährlichen Statistischen Bericht „Verdienstentwicklung in Hessen“Öffnet sich in einem neuen Fenster. Dort stehen auch Verdienstindizes mit und ohne Sonderzahlungen, nach Wirtschaftszweigen und nach weiteren Gliederungsmerkmalen zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Entwicklung des Reallohn-, Nominallohn- und Verbraucherpreisindex in Hessen seit 2007 zeigt Ihnen unsere Tabelle im Downloadbereich.

Ab dem vierten Quartal 2025 wird die Berechnung der Verdienstindizes von der bisherigen Basis 2022 auf das neue Basisjahr 2025 umgestellt. Bereits veröffentlichte Ergebnisse werden in diesem Zuge formal auf das neue Basisjahr umgerechnet. Die umbasierten Werte werden mit der nächsten Pressemitteilung zum Nominal- und Reallohnindex für das vierte Quartal 2025 und das Jahr 2025 veröffentlicht.

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