Aufmacherbild Wahlen zwei Hände werfen je einen Stimmzettel in eine Wahlurne

Hessisches Statistisches Landesamt

24 Parteien und 555 Wählergruppen bei den Kommunalwahlen 2026 in Hessen

Bei den Kommunalwahlen 2026 in Hessen treten 24 Parteien und 555 Wählergruppen zur Wahl der Kreis- und Gemeindeparlamente an.

Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2026 werden die Parlamente der Landkreise (Kreiswahlen) und Gemeinden (Gemeindewahlen) in Hessen gewählt. Die Wahlen werden von den 421 hessischen Städten und Gemeinden und den 21 Landkreisen in eigener Verantwortung durchgeführt. Insgesamt bewerben sich 24 Parteien und 555 Wählergruppen um einen Sitz in den hessischen Kreistagen und Gemeinderäten.

Kreiswahlen: CDU, AfD, SPD, GRÜNE, FDP und Die Linke kandidieren in allen 21 Landkreisen

Die im Hessischen Landtag vertretenen Parteien CDU, AfD, SPD, GRÜNE und FDP haben zu den Kreiswahlen in allen 21 hessischen Landkreisen Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Die Linke tritt in 20 Landkreisen als Partei an. Im Landkreis Groß-Gerau steht sie als Wählergruppe „Die Linke offene Liste“ zur Wahl. Die Partei FREIE WÄHLER tritt in 18 Landkreisen an. In neun Landkreisen stehen Bewerberinnen und Bewerber von Volt und Die PARTEI auf dem Stimmzettel der Kreiswahlen. In einzelnen Landkreisen kandidieren BSW (6) und Tierschutzpartei (2). HEIMAT (ehemals NPD), APPD, PdF, Bündnis C und dieBasis bewerben sich jeweils um den Einzug in einen Kreistag. 
Die Anzahl der Wahlvorschläge bei den Kreiswahlen variiert zwischen den Landkreisen erheblich: Während sich die Wählerinnen und Wähler in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Marburg-Biedenkopf und Fulda zwischen Kandidatinnen und Kandidaten aus zwölf Parteien und Wählergruppen entscheiden können, steht im Rheingau-Taunus-Kreis, dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem Werra-Meißner-Kreis mit sieben Listen die geringste Auswahl auf den Stimmzetteln der Kreiswahlen.

Gemeindewahlen: CDU und SPD haben in fast allen 421 hessischen Gemeinden Wahlvorschläge eingereicht

Zu den Gemeindewahlen 2026 haben die beiden Parteien CDU und SPD jeweils 402 eigenständige Wahlvorschläge eingereicht. Damit sind sie in fast allen der 421 Gemeinden vertreten. Wählergemeinschaften bewerben sich in 364 Gemeinden um Stimmen. GRÜNE tritt in 267 und FDP in 186 Gemeinden mit eigenständigen Listen an. AfD kandidiert in 90, Die Linke in 76, FREIE WÄHLER in 31, Volt in 16, Die PARTEI in 11 und Tierschutzpartei in sieben Gemeinden. In drei Gemeinden treten Kandidatinnen und Kandidaten von BIG und HEIMAT (ehemals NPD) an. Das Bündnis C steht in zwei Gemeinden auf dem Stimmzettel und Bewerberinnen und Bewerber der Parteien DKP, PIRATEN und APPD stellen sich jeweils in einer Gemeinde zur Wahl.

Erstmals bewerben sich Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien BSW (acht Gemeinden), Die Gerechtigkeitspartei (drei Gemeinden), dieBasis (zwei Gemeinden), MERA25 (zwei Gemeinden) sowie PdF (jeweils eine Gemeinde) bei den Gemeindewahlen in Hessen. In Frankfurt am Main treten zudem mit ÖkoLinX und der Gartenpartei Ffm zwei Parteien an, die sich 2021 noch als Wählergruppen um Sitze in der Stadtverordnetenversammlung beworben hatten. Gleiches gilt für die Partei PRO AUTO in Wiesbaden, die bei den Stadtverordnetenwahlen nicht wie 2021 als Wählergruppe, sondern als Partei antritt.

Frankfurt am Main weist mit 22 verschiedenen Listen die meisten Wahlvorschläge auf, gefolgt von der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit jeweils 15. In insgesamt 17 Gemeinden treten nur zwei Wahlvorschläge an. Zudem findet in zwei Gemeinden (Rasdorf und Wohratal) eine Mehrheitswahl statt, da dort jeweils nur eine Wahlvorschlagsliste eingereicht wurde.

Hinweise:

Bei den Kommunalwahlen ist das Hessische Statistische Landesamt (HSL) für die statistische Aufbereitung der Kreis- und Gemeindewahlergebnisse sowie für die Ermittlung und Veröffentlichung eines statistischen Landesergebnisses der Kommunalwahlen zuständig.

Eine CSV-Datei mit den Wahlvorschlägen, die sich gegenüber den Kommunalwahlen 2021 umbenannt haben, steht in unserem Datenangebot für Medien bereit. Zudem wurden die von uns am 18. Februar 2026 veröffentlichten CSV-Dateien für die Gemeindewahlen (Muster-Ergebnisdateien und Dateibeschreibungen) aktualisiert. Grund ist eine nachträgliche Korrektur der durch die kommunalen Wahlleitungen übermittelten Wahlvorschläge.

Im Einzelnen:

Bei den Gemeindewahlen in der Stadt Staufenberg handelt es sich bei dem Wahlvorschlag FREIE WÄHLER Hessen nicht um eine Partei, sondern um eine Wählergruppe. In der Stadt Rüsselsheim am Main ist der Wahlvorschlag „Die Linke/Offene Liste“ keine eigenständige Partei, sondern tritt für den Landesverband der Partei Die Linke an. Durch diese Anpassungen hat sich die Zahl der Spalten für die Parteien in den CSV-Dateien zur Übermittlung der Gemeindewahlen-Ergebnisse entsprechend reduziert und verschoben.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass das HSL hinsichtlich seines Datenangebots bei Kommunalwahlen grundsätzlich auf die termingerechte und korrekte Informations- und Ergebnisbereitstellung durch die kommunalen Wahlleitungen angewiesen ist.

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Kommunalwahlen 2026 in Hessen finden Sie auf unserer Internetseite.

Schlagworte zum Thema