In Hessen sind im Jahr 2025 knapp 51.740 Kinder lebend geboren worden. Dies war der niedrigste Stand seit 2012 (51.610 Neugeborene). Im Vergleich zum Jahr 2024, als 53.100 Neugeborene gezählt worden waren, kamen im Jahr 2025 in Hessen 2,5 Prozent weniger Kinder zur Welt. Zwar starben 2025 mit 71.080 Personen auch 0,6 Prozent weniger Menschen als im Vorjahr (2024: 71.550 Personen), die Zahl der Sterbefälle lag jedoch deutlich über der Zahl der Geburten. Daraus ergab sich 2025 eine negative Differenz von 19.340 Personen.
Positiver Wanderungssaldo bremst Bevölkerungsrückgang
Trotz des Geburtendefizits blieb die Bevölkerungszahl gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert: Insgesamt lebten zum 31. Dezember 2025 knapp 6,28 Millionen Personen in Hessen. Das waren 2.200 Personen weniger als 2024. Der Bevölkerungsrückgang wurde dadurch begrenzt, dass deutlich mehr Menschen zuzogen als fortzogen.
Rund 204.930 Personen wanderten 2025 nach Hessen ein. 59,5 Prozent kamen aus dem Ausland, 40,5 Prozent aus anderen deutschen Bundesländern. Aus dem europäischen Ausland zogen rund 74.390 Personen zu, 14.280 von ihnen waren aus der Ukraine. Somit entfielen 11,7 Prozent aller Zuzüge aus dem Ausland nach Hessen im Jahr 2025 auf Personen aus der Ukraine.
Im selben Zeitraum verließen 188.080 Personen Hessen. 87.100 Personen zogen in ein anderes Bundesland, 100.980 Hessinnen und Hessen wanderten ins Ausland aus. Darunter zogen knapp 66.320 Personen ins europäische Ausland, 6.970 von ihnen verließen Hessen in Richtung Ukraine. Insgesamt ergibt sich aus den Zu- und Fortzügen 2025 ein positiver Wanderungssaldo von 16.850 Personen.
Größte Bevölkerungszuwächse in Darmstadt, Frankfurt und Offenbach
Die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte unterschieden sich hinsichtlich ihrer Bevölkerungsentwicklung geringfügig: Die prozentual größten Steigerungen gegenüber dem Vorjahr gab es 2025 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit einem Plus von 0,7 Prozent (1.220 Personen), gefolgt von der Stadt Frankfurt am Main mit plus 0,6 Prozent (4.640 Personen) und der Stadt Offenbach am Main mit plus 0,3 Prozent (450 Personen). Die größten Bevölkerungsrückgänge verzeichneten mit jeweils minus 0,5 Prozent der Landkreis Limburg-Weilburg (minus 840 Personen) und der Odenwaldkreis (minus 450 Personen).
Hinweise:
Für die Auswertung der Bevölkerungsstatistik wurde die Cell-Key-Methode genutzt, ein datenveränderndes Geheimhaltungsverfahren, das einen hohen Schutz personenbezogener Einzeldaten ermöglicht. Außerdem sind die Angaben ohne Rücksicht auf die Endsumme auf- bzw. abgerundet worden. Das Ergebnis der Summierung der Einzeldaten kann deshalb geringfügig von der Endsumme abweichen.
Mehr Zahlen erhalten Sie in unseren Tabellen:
- „Bevölkerung in Hessen am 31. Dezember 2025 nach Gemeinden, Nationalität und Geschlecht“,Öffnet sich in einem neuen Fenster
- „Bevölkerung in Hessen seit 1950 nach Geschlecht und Anteil der Nichtdeutschen“,Öffnet sich in einem neuen Fenster
- „Durchschnittsalter in Hessen seit 2023 nach Gemeinden und Geschlecht“.Öffnet sich in einem neuen Fenster