Die 151 hessischen Krankenhäuser haben im Jahr 2025 insgesamt 1,29 Millionen Patientinnen und Patienten (Fallzahl) vollstationär behandelt. Das waren 31.400 Behandlungsfälle oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz dieser Zunahme blieb die Zahl weiter unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie: Im Jahr 2019 hatten die Krankenhäuser noch 77.360 Fälle beziehungsweise 5,6 Prozent mehr verzeichnet als 2025.
Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurde etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten (31,4 Prozent beziehungsweise 405.960 Fälle) 2025 in der Inneren Medizin behandelt. Weitere 15,8 Prozent (203.980 Fälle) entfielen auf die Allgemeine Chirurgie und 8,3 Prozent (107.220 Fälle) auf die Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Seit 2021 sind dies die drei Fachbereiche mit den meisten Behandlungen.
Verweildauer auf dem niedrigsten Stand seit 1990
Ein Krankenhausaufenthalt dauerte 2025 durchschnittlich 7,0 Tage. Damit war er etwas kürzer als im Vorjahr mit 7,2 Tagen und erreichte den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1990. Für die vollstationäre Behandlung standen im Jahresdurchschnitt 2025 in hessischen Krankenhäusern rund 34.820 Betten zur Verfügung. Das waren rund 240 Betten oder 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Bettenauslastung im selben Zeitraum um 0,9 Prozentpunkte auf 71,5 Prozent.
Für die intensivmedizinische Versorgung standen 2025 insgesamt rund 1.880 Betten bereit und damit 12 Betten mehr als im Vorjahr. Die Auslastung erhöhte sich mit 68,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 mit 67,9 Prozent leicht.
Mehr Personal in hessischen Krankenhäusern
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 arbeiteten insgesamt 93.040 Personen mit direktem Beschäftigungsverhältnis in den hessischen Krankenhäusern. Der Schul- und Ausbildungsbereich ist dabei nicht berücksichtigt. Das entsprach einem Anstieg um 1.410 Personen oder 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Umgerechnet in Vollzeitäquivalente waren das 2025 insgesamt 70.240 Vollzeitstellen und somit 3,2 Prozent beziehungsweise 2.200 mehr als im Jahr 2024.
Insgesamt waren 15.430 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte in hessischen Krankenhäusern beschäftigt und somit 0,9 Prozent beziehungsweise rund 130 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Unter den hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzten bildeten die Assistenzärztinnen und -ärzte mit 65,4 Prozent (10.090 Personen) die größte Gruppe. Hinzu kamen 4.080 Oberärztinnen und -ärzte (26,4 Prozent) sowie 1.260 leitende Ärztinnen und Ärzte (8,2 Prozent).
Knapp ein Drittel des ärztlichen Personals (32,8 Prozent oder 5.070 Ärztinnen und Ärzte) arbeitete in Teilzeit. Von den Teilzeitkräften waren 61,2 Prozent weiblich und 38,8 Prozent männlich.
Frauenanteil sinkt mit höherer Position
Frauen stellten 2025 insgesamt 48,0 Prozent des ärztlichen Personals (7.400 Personen) in Hessen, Männer rund 52,0 Prozent (8.030 Personen). Dabei nahm der Frauenanteil mit steigender Hierarchieebene ab: Unter den Assistenzärztinnen und
-ärzten lag er bei 55,6 Prozent, bei den Oberärztinnen und -ärzten bei 37,7 Prozent. Bei den leitenden Ärztinnen und Ärzten waren 19,9 Prozent Frauen und damit 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Auf die volle Arbeitszeit umgerechnet entsprach das ärztliche Personal 2025 im Jahresdurchschnitt 12.520 Vollzeitstellen. Das waren 290 Vollzeitäquivalente oder 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
82,4 Prozent der Beschäftigten im Pflegedienst waren Frauen
Im Pflegedienst der hessischen Krankenhäuser waren am 31. Dezember 2025 insgesamt 42.850 Personen angestellt. Das waren 1.420 Personen oder 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 35.300 Personen beziehungsweise 82,4 Prozent des Pflegedienstpersonals im Jahr 2025 waren Frauen. Mit einem Anteil von 43,9 Prozent wurde annähernd jedes zweite Beschäftigungsverhältnis im Pflegedienst in Teilzeit ausgeübt. Dieser Anteil sank gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte.
Umgerechnet auf Vollzeitstellen zählte der Pflegedienst in hessischen Krankenhäusern im Jahr 2025 durchschnittlich 31.950 Vollzeitäquivalente. Das waren 5,8 Prozent oder 1.760 Stellen mehr als im Vorjahr.
Im nichtärztlichen Bereich der hessischen Krankenhäuser waren im Jahr 2025 insgesamt 77.610 Personen angestellt. Dazu zählen neben dem Pflegedienstpersonal unter anderem die Beschäftigten in der Verwaltung, Laboren oder Hauswirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr waren das 1.280 Beschäftigte oder 1,7 Prozent mehr. Frauen stellten mit 62.220 Personen etwa 80,2 Prozent des nichtärztlichen Personals.
Der Anteil zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten war beim nichtärztlichen Personal nahezu ausgeglichen: 35.440 Personen (45,7 Prozent) arbeiteten in Teilzeit, 37.920 in Vollzeit (48,9 Prozent). 4.250 Personen (5,5 Prozent) waren geringfügig beschäftigt.
Hinweise:
Zu den hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzten zählen alle in der jeweiligen Einrichtung fest angestellten Ärztinnen und Ärzte. Weder Gast-, Konsiliar- und hospitierende Ärztinnen und Ärzte noch Belegärztinnen und -ärzte oder deren angestellte Ärztinnen und Ärzte sind darin enthalten.
Das nichtärztliche Personal umfasst nicht das Personal der Ausbildungsstätten, den Schul- und Ausbildungsbereich sowie Personal ohne Funktionsbereich (Beleghebammen und -entbindungspfleger).
Bei den Vollzeitbeschäftigen wurden umgerechnete Teilzeitkräfte, kurzfristig oder geringfügig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und -nehmer sowie die Beschäftigten, die im gesamten Jahr bei voller tariflicher Arbeitszeit eingesetzt waren, berücksichtigt.
Mehr Zahlen erhalten Sie in unseren Tabellen:
- Ausgewählte Daten für Krankenhäuser in Hessen 1990 bis 2025
- Ausgewählte Daten für Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Hessen 1990 bis 2025
- Patientenbewegung in hessischen Krankenhäusern 2025
- Ärztliches Personal in Krankenhäusern sowie in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Hessen am 31.12. 2025 nach Funktionsbezeichnung und Geschlecht
- Nichtärztliches Personal in Krankenhäusern sowie in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Hessen am 31.12.2025 nach Personalgruppen und Geschlecht
Unter dem Motto „80 Jahre Statistik Hessen. Fakten für morgen.“ feiert das Hessische Statistische Landesamt 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Mehr zur Geschichte der hessischen Statistik erfahren Sie auf unserer Internetseite.