Hände mit Taschenrechner, Stift und Papieren

Hessisches Statistisches Landesamt

3,1 Prozent mehr Gewerbesteuereinzahlungen in Hessen im Jahr 2025

Das Gewerbesteueraufkommen in Hessen ist auf einen neuen Höchststand gestiegen: Im Jahr 2025 erzielten die hessischen Kommunen rund 7,8 Milliarden Euro an Einzahlungen aus Gewerbesteuern. Das waren 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Anstieg trug vor allem die Stadt Frankfurt am Main bei, die 2025 ein Gewerbesteueraufkommen von rund 3,2 Milliarden Euro generierte.

Nach vorläufigen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts haben die Gewerbesteuereinzahlungen in Hessen im Jahr 2025 rund 7,8 Milliarden Euro betragen. Das waren 3,1 Prozent oder 234,0 Millionen Euro mehr als im Jahr 2024.

Wie im Vorjahr war das zweite Halbjahr 2025 mit Einzahlungen in Höhe von 4,2 Milliarden Euro aufkommensstärker als das erste Halbjahr, in dem Gewerbesteuern in Höhe von 3,6 Milliarden Euro generiert wurden.

Der Median der Gewerbesteuereinzahlungen aller hessischen Kommunen betrug 2025 rund 3,6 Millionen Euro. Das waren 4,5 Prozent bzw. 0,2 Millionen Euro mehr als im Jahr 2024. Insgesamt verzeichneten 55,3 Prozent der Kommunen in Hessen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg des Gewerbesteueraufkommens.

Frankfurt am Main mit höchstem Gewerbesteueraufkommen

Mit 3,2 Milliarden Euro generierte Frankfurt am Main 2025 die höchsten Gewerbesteuereinzahlungen unter den hessischen Kommunen. Die Finanzmetropole verzeichnete zudem mit einem Zuwachs um 100,3 Millionen Euro bzw. 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr das zweitgrößte absolute Plus unter den hessischen Kommunen und damit einen neuen Höchststand. An der Spitze der Zuwächse stand die Stadt Battenberg (Eder) mit einem Plus von 104,4 Millionen Euro bzw. 1.630,4 Prozent. Zum Anstieg der hessischen Gewerbesteuereinzahlungen trugen außerdem die Universitätsstadt Marburg mit einem Plus von 56,6 Millionen Euro bzw. 219,4 Prozent und Offenbach am Main mit einem Zuwachs um 53,1 Millionen Euro bzw. 67,9 Prozent bei.

Die hessischen Kommunen mit dem höchsten Gewerbesteueraufkommen insgesamt waren 2025 neben Frankfurt am Main die Landeshauptstadt Wiesbaden mit 508,3 Millionen Euro und Eschborn mit 266,9 Millionen Euro. Bezogen auf die Bevölkerung waren die Gewerbesteuereinzahlungen in Battenberg (Eder) mit 20.377 Euro pro Kopf, in Eschborn mit 11.869 Euro sowie Sulzbach im Taunus mit 4.815 Euro pro Kopf am höchsten.

Hinweise:

Gewerbesteuereinzahlungen sind konjunkturabhängig. Trotz der angespannten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland wiesen hessische Kommunen im Jahr 2025 ein Rekordergebnis bei den Gewerbesteuern auf. Ein möglicher Grund dafür ist die Struktur der hessischen Wirtschaft und ihr starker Fokus auf Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Mit Blick auf einzelne Kommunen können auch Einmaleffekte durch besonders aufkommensstarke Unternehmen ursächlich gewesen sein. Gewissheit über die Ursachen kann erst die Gewerbesteuerstatistik mit deutlich detaillierteren Daten bringen. Diese liegt derzeit bis zum Berichtsjahr 2021 vor. Der zeitliche Abstand zwischen Berichtsjahr und Veröffentlichungsdatum dieser Steuerstatistik resultiert aus den langen Ergebnisermittlungs- und Veranlagungszeiträumen, die zur Steuerfestsetzung benötigt werden.

Bei den in dieser Pressemitteilung betrachteten Gewerbesteuereinzahlungen handelt es sich um die Gewerbesteuervorauszahlungen (brutto) ohne Abzug der Gewerbesteuerumlage.

Der Median stellt den Mittelpunkt im gesamthessischen Datensatz für die Kommunen dar, wenn man die Gewerbesteueraufkommen der Größe nach sortiert.

Bei der Pro-Kopf-Betrachtung sind die Bevölkerungszahlen zum Stichtag 30. September 2025 zugrunde gelegt worden.

Mehr Zahlen erhalten Sie in unserer Tabelle zu den „Einzahlungen aus der Gewerbesteuer (brutto) der hessischen Gemeinden“.Öffnet sich in einem neuen Fenster Die Grafiken „Einzahlungen aus der Gewerbesteuer (brutto) der hessischen Gemeinden 2021 bis 2025 (quartalsweise)“Öffnet sich in einem neuen Fenster und „Einzahlungen aus der Gewerbesteuer (brutto) der hessischen Gemeinden 2021 bis 2025 (halbjährlich)“Öffnet sich in einem neuen Fenster zeigen anschaulich, wie sich die Gewerbesteuereinzahlungen entwickelt haben.