Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hat die Inflationsrate im Februar 2026 – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – in Hessen 2,2 Prozent betragen. Damit erhöhte sich die Inflationsrate leicht, nachdem sie im Januar 2026 mit 2,1 Prozent den tiefsten Stand seit November 2024 erreicht hatte. Im Dezember 2025 hatte sie noch bei 2,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zu Januar 2026 stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.
Preise für Energie
Energie kostete im Februar 2026 durchschnittlich 0,2 Prozent mehr als im Januar 2026. Die Heizölpreise lagen im Durchschnitt 2,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Auch die Kraftstoffpreise (plus 1,0 Prozent) stiegen. Brennholz und Holzpellets kosteten mit 0,1 Prozent geringfügig mehr als im Vormonat. Günstiger wurden Erdgas (minus 2,1 Prozent), Fernwärme (minus 0,3 Prozent) und Strom (minus 0,2 Prozent).
Im Vorjahresvergleich nahmen die Preise für Energie im Februar 2026 durchschnittlich um 2,0 Prozent ab. Dies ist insbesondere auf gesunkene Preise für Erdgas (minus 7,4 Prozent) und Strom (minus 4,8 Prozent) zurückzuführen und geht einher mit der Abschaffung der Gasspeicherumlage sowie der Bezuschussung der Übertragungsnetzentgelte für Strom seit Beginn des Jahres 2026. Auch Heizöl (minus 2,3 Prozent) und Fernwärme (minus 1,4 Prozent) kosteten weniger als im Februar 2025. Deutlich teurer waren indes Brennholz und Holzpellets (plus 8,3 Prozent). Für Kraftstoffe waren um 1,3 Prozent höhere Preise zu bezahlen.
Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar 2026 in Hessen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Preise für Nahrungsmittel
Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 um 0,7 Prozent. Höhere Preise zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere für Gemüse sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils plus 2,4 Prozent). Auch Speisefette und -öle verteuerten sich (plus 1,9 Prozent), darunter Butter (plus 1,6 Prozent).
Gegenüber Februar 2025 erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel im Februar 2026 um 2,2 Prozent. Die Teuerung im Nahrungsmittelbereich verstärkte sich damit wieder, nachdem sie im Dezember 2025 mit 1,1 Prozent den tiefsten Stand seit Juli 2024 erreicht hatte (Januar 2026: plus 2,0 Prozent). Überdurchschnittlich mehr als im Februar 2025 kosteten Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 9,4 Prozent). Auch für Obst mussten Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Preisanstieg von 5,8 Prozent deutlich mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren sowie für Gemüse nahmen um jeweils 4,1 Prozent zu. Brot und Getreideerzeugnisse waren um 1,2 Prozent teurer. Merklich günstiger als im Vorjahresmonat waren Speisefette und Speiseöle (minus 16,0 Prozent), darunter sanken die Preise für Butter um 24,8 Prozent. Ebenfalls preiswerter waren Molkereiprodukte (minus 3,4 Prozent), darunter Milch (minus 3,9 Prozent).
Die Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat ohne Nahrungsmittel und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, blieb im Februar 2026 unverändert bei 2,6 Prozent.
Preise für Waren
Die Preise für Waren erhöhten sich im Februar 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Gegenüber Februar 2025 war eine Zunahme von 1,0 Prozent zu verzeichnen. Darunter stiegen die Preise für Verbrauchsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 1,3 Prozent. Zu diesen zählen neben Energieprodukten und Nahrungsmitteln unter anderem auch Kaffee (plus 24,1 Prozent) und Tabakwaren (plus 4,7 Prozent), für die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen mussten als im Februar 2025.
Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im Februar 2026 um 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit stiegen sie deutlich weniger als die Verbraucherpreise insgesamt und wirkten inflationsdämpfend. Dabei sanken unter anderem die Preise für Fernsehgeräte (minus 16,1 Prozent), Foto- und Filmausrüstung (minus 5,0 Prozent), Spiele, Spielzeug und Hobbywaren (minus 4,3 Prozent) sowie motorbetriebene Großwerkzeuge für Haus und Garten (minus 4,0 Prozent). Teurer wurden Personenkraftwagen (plus 2,9 Prozent), Bekleidungsartikel (plus 1,3 Prozent) sowie Möbel und Leuchten (plus 0,5 Prozent).
Preise für Dienstleistungen
Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) stiegen im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen überdurchschnittlich um 3,8 Prozent und wirkten somit weiterhin inflationstreibend.
Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich um 7,7 Prozent. Neben Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr (plus 6,0 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher ebenfalls mehr für Verbundfahrkarten (plus 5,9 Prozent) sowie Pauschalreisen (plus 3,6 Prozent) bezahlen. Für Gaststättendienstleistungen waren um 3,4 Prozent höhere Preise fällig als im Februar 2025, gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise um 0,4 Prozent. Telekommunikationsdienstleistungen waren um 0,2 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Februar 2026 um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Februar 2025 stiegen sie um 2,4 Prozent.
Hinweise:
Die Ergebnisse für Februar 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 05. März 2026 (endgültige Landesergebnisse) finden Sie auf unserer Fachseite ein umfangreiches und detailliertes Datenangebot zu den Verbraucherpreisen im Februar 2026. Mehr Zahlen erhalten Sie in der Tabelle im Downloadbereich.
Die wichtigsten Konjunktur- und Wirtschaftsindikatoren für Hessen finden Sie kompakt zusammengefasst auf unserer Übersichtsseite.