Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hat die Inflationsrate im August 2025 – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – in Hessen 2,4 Prozent betragen. Im Juli 2025 hatte sie ebenfalls bei 2,4 Prozent gelegen, nach jeweils 2,3 Prozent im April, Mai und Juni 2025. Im Vergleich zum Vormonat blieb das Niveau der Verbraucherpreise im August 2025 unverändert.
Preise für Energie
Energie war im August 2025 durchschnittlich 0,6 Prozent günstiger als im Juli 2025. Heizöl (minus 5,9 Prozent) sowie Brennholz und Holzpellets (minus 1,0 Prozent) kosteten weniger als im Vormonat. Auch die Preise für Kraftstoffe sanken um 1,0 Prozent: Diesel kostete 1,6 Prozent und Superbenzin 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Die Preise für Erdgas stiegen um 0,4 Prozent. Die Preise für Strom und Fernwärme blieben im Vergleich zum Juli 2025 jeweils unverändert.
Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Preise für Energie im August 2025 im Durchschnitt um 0,1 Prozent. Der Preisrückgang hat sich somit weiter abgeschwächt (Mai 2025: minus 2,9 Prozent, Juni 2025: minus 1,7 Prozent, Juli 2025: minus 1,0 Prozent) und wirkte weniger inflationsdämpfend als in den Vormonaten. Die Preise für Kraftstoffe lagen durchschnittlich 2,0 Prozent unter dem Niveau vom August 2024: Während Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer für Superbenzin 2,7 Prozent weniger zahlen mussten, war Diesel genauso teuer wie im Vorjahresmonat. Im Bereich der Haushaltsenergie (plus 1,3 Prozent) zeigt sich ein differenziertes Bild: Während für Heizöl ein Preisrückgang um 5,1 Prozent gegenüber August 2024 verzeichnet wurde und die Preise für Brennholz und Holzpellets um 0,2 Prozent geringer waren, kostete insbesondere Erdgas (plus 10,6 Prozent) erheblich mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Fernwärme stiegen um 4,7 Prozent, die Preise für Strom um 0,9 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise im August 2025 in Hessen um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Preise für Nahrungsmittel
Die Nahrungsmittelpreise blieben im August 2025 gegenüber Juli 2025 unverändert. Obst (plus 1,0 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 0,5 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,1 Prozent) kosteten mehr als im Vormonat. Dagegen waren die Preise für Gemüse 2,5 Prozent geringer. Günstiger als im Juli 2025 waren auch Speisefette und -öle (minus 0,6 Prozent), darunter sanken die Preise für Butter um 1,0 Prozent. Für Molkereiprodukte zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher um 0,3 Prozent geringere Preise, darunter kostete Milch 0,9 Prozent mehr.
Gegenüber August 2024 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im August 2025 um 2,6 Prozent und somit wieder etwas stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Sie wirkten demnach inflationstreibend. Besonders deutlich – um durchschnittlich 19,5 Prozent – erhöhten sich die Preise für Kaffee, Tee und Kakao. Obst kostete 8,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mineralwasser, Limonaden und Säfte waren 5,5 Prozent teurer. Für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 5,3 Prozent mehr bezahlen als im August 2024. Fleisch und Fleischwaren waren 3,6 Prozent teurer als im August 2024. Auch die Preise für Molkereiprodukte stiegen um 3,6 Prozent, darunter kostete Milch 4,9 Prozent mehr. Brot und Getreideerzeugnisse waren 0,9 Prozent teurer. Dagegen verringerten sich die Preise für Speisefette und -öle um 3,3 Prozent, darunter war Butter allerdings 3,5 Prozent teurer. Gemüse (minus 0,5 Prozent) war etwas günstiger als im Vorjahresmonat.
Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im August 2025 bei 2,7 Prozent und somit – seit Januar 2024 – höher als die Inflationsrate insgesamt. Dies zeigt, dass die Teuerung bei anderen Gütern überdurchschnittlich hoch war.
Preise für Waren
Die Preise für Waren insgesamt blieben im August 2025 im Vergleich zum Vormonat unverändert. Gegenüber August 2024 war eine Zunahme um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 2,2 Prozent. Zu diesen zählen neben Energieprodukten und Nahrungsmitteln unter anderem auch Tabakwaren, für die Verbraucherinnen und Verbraucher 5,3 Prozent mehr bezahlen mussten als im August 2024.
Gebrauchsgüter waren im August 2025 um 1,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. So kosteten beispielsweise Personenkraftwagen (plus 3,8 Prozent), Bekleidungsartikel (plus 2,2 Prozent) sowie Möbel und Leuchten (plus 0,6 Prozent) mehr als im August 2024. Dagegen sanken unter anderem die Preise für Mobiltelefone (minus 4,8 Prozent), Computer (minus 5,3 Prozent) und elektrische Haushaltsgroßgeräte (minus 1,7 Prozent).
Preise für Dienstleistungen
Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) stiegen im August 2025 gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen überdurchschnittlich um 3,5 Prozent und wirkten somit inflationstreibend.
Die Preise für Versicherungen für den Verkehr stiegen deutlich um 12,9 Prozent gegenüber August 2024. Verbundfahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr waren durchschnittlich 9,6 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Auch für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 4,5 Prozent) mussten höhere Preise gezahlt werden. Pauschalreisen kosteten 2,5 Prozent mehr. Günstiger als im August 2024 waren dagegen Flugtickets (minus 7,2 Prozent).
Für die Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung (plus 4,7 Prozent) sowie für Gaststättendienstleistungen (plus 3,5 Prozent) und Übernachtungen (plus 2,2 Prozent) zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Preise als im Vorjahresmonat. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen kosteten 5,8 Prozent mehr als im August 2024. Brief- und Paketdienstleistungen waren im Durchschnitt 9,1 Prozent teurer, Telekommunikationsdienstleistungen hingegen 1,4 Prozent günstiger.
Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im August 2025 um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum August 2024 stiegen sie um 2,4 Prozent.
Hinweise:
Die Ergebnisse für August 2025 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 5. September 2025 (endgültige Landesergebnisse) finden Sie auf unserer Fachseite ein umfangreiches und detailliertes Datenangebot zu den Verbraucherpreisen im August 2025. Mehr Zahlen erhalten Sie in der Tabelle im Downloadbereich.
Die wichtigsten Konjunktur- und Wirtschaftsindikatoren für Hessen finden Sie kompakt zusammengefasst auf unserer ÜbersichtsseiteÖffnet sich in einem neuen Fenster.