Das Hessische Statistische Landesamt veröffentlicht regelmäßig aktuelle Daten zu den Beschäftigten des öffentlichen Diensts in Hessen. Für die Vollzeitbeschäftigten des Landes reichen die qualitätsgesicherten Daten dabei bis in das Jahr 1950 zurück. Der Blick in die Historie zeigt einen nahezu kontinuierlichen Anstieg bis hinein in die 1980er Jahre. Zwischen 1990 und 2010 sank die Zahl der Vollzeitbeschäftigen, bevor in den vergangenen 15 Jahren wieder Zuwächse zu beobachten waren.
Höchstwert der Vollzeitbeschäftigten im Jahr 1981
Im Jahr 1950 hatten 54.735 Vollzeitbeschäftigte für das Land Hessen gearbeitet. Bis zum Jahr 1981 stieg die Zahl auf ihren bisherigen Höchstwert von 138.755 Personen an. Im Jahr 2025 waren 104.130 Personen für das Land Hessen in Vollzeit tätig. Parallel zu dieser Entwicklung erhöhte sich die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten von 1.575 Personen im Jahr 1960 (in den Jahren 1950 bis 1959 wurden keine Teilzeitbeschäftigten erfasst) auf 46.900 Personen im Jahr 2025.
Heute mehr als ein Drittel aller Beschäftigten in Teilzeitbeschäftigung
Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren im gesamten öffentlichen Dienst in Hessen (Landes- und Kommunalbereich) 343.255 Personen beschäftigt. Das waren 1,6 Prozent bzw. 5.345 Beschäftigte mehr als 2024.
Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst (37,6 Prozent bzw. 128.920 Personen) übten am 30. Juni 2025 eine Teilzeitbeschäftigung aus. Große Unterschiede gab es bei der Teilzeitbeschäftigung in der Art des Beschäftigungsverhältnisses: 24,8 Prozent der Beamtinnen und Beamten (30.705 Personen) waren teilzeitbeschäftigt, bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern waren es 44,8 Prozent (98.215 Personen).
Die 343.255 Beschäftigten des Landes Hessen im Jahr 2025 entsprechen 297.330 Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Ein VZÄ aller hessischen Beschäftigten im öffentlichen Dienst entspricht 40,39 Stunden pro Woche, da Beamtinnen und Beamte in Vollzeit 41 Stunden, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Vollzeit 40 Stunden pro Woche arbeiten.
Anteil weiblicher Vollzeitäquivalente bei 58,0 Prozent
Die größte Anzahl von VZÄ war im hessischen Landesbereich zu finden (168.915 VZÄ), der mit 60,8 Prozent (102.770 VZÄ) zugleich den größten Anteil an verbeamteten VZÄ hatte. Zum Vergleich: Im Kommunalbereich waren im vergangenen Jahr 9,2 Prozent (11.160 VZÄ) verbeamtet.
Im öffentlichen Dienst in Hessen waren im Jahr 2025 insgesamt 172.555 VZÄ weiblich, was einem Anteil von 58,0 Prozent entsprach. Im Vorjahresvergleich stieg dieser Anteil um 0,2 Prozentpunkte an. Der höchste Anteil von weiblichen VZÄ war bei den Sozialversicherungsträgern (68,0 Prozent) und der geringste Anteil bei den Zweckverbänden (32,0 Prozent) zu finden.
Hinweise:
Alle Zahlen wurden aus Gründen der Geheimhaltung einer Fünferrundung unterzogen.
Eine vollzeitbeschäftigte Person entspricht 1,00 Vollzeitäquivalenten. Eine Person, die halbtags arbeitet, entspricht 0,50 Vollzeitäquivalenten. Die Berechnung von Vollzeitäquivalenten ist für die historischen Daten nur eingeschränkt möglich, da bei älteren Daten für Teilzeitbeschäftigte teilweise keine Angaben zur Wochenarbeitszeit vorliegen. Der historische Vergleich nimmt deswegen die Vollzeitbeschäftigten und Teilzeitbeschäftigen ohne Umrechnung in Vollzeitäquivalente in den Blick.
Mehr Zahlen erhalten Sie in unseren Tabellen
- Beschäftigte der hessischen Gemeinden und Gemeindeverbände am 30. Juni 2025 nach Aufgabenbereichen (XLSX/266.08 KB)Öffnet sich in einem neuen Fenster
- Beschäftigte der hessischen Gemeinden und Gemeindeverbände am 30. Juni 2025 nach Umfang des Arbeitsverhältnisses (XLSX/248.2 KB).Öffnet sich in einem neuen Fenster
Unter dem Motto „80 Jahre Statistik Hessen. Fakten für morgen.“ feiert das Hessische Statistische Landesamt 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Mehr zur Geschichte der hessischen Statistik erfahren Sie auf unserer Internetseite.