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Hessisches Statistisches Landesamt

Fahrgastzahlen im Nahverkehr 2024 um 7 Prozent gestiegen

Im Jahr 2024 haben Busse und Bahnen von hessischen Nahverkehrsunternehmen insgesamt 2,01 Milliarden Fahrgäste transportiert. Im Durchschnitt legten die Fahrgäste 20 Kilometer pro Strecke zurück. Das Fahrgastaufkommen verzeichnete einen Zuwachs um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2014 war die Zahl der Fahrgäste 2024 rund 3 Prozent niedriger.

Insgesamt sind im Jahr 2024 gut 2,01 Milliarden Fahrgäste mit Bussen und Bahnen hessischer Verkehrsunternehmen im Nahverkehr unterwegs gewesen. Dies entsprach einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigen aktuelle Daten der Personenverkehrsstatistik. Erfasst werden darin ausschließlich Unternehmen mit Sitz in Hessen, deren Beförderungsleistungen jedoch teilweise auch über die hessischen Landesgrenzen hinausreichen.

Zuletzt 9 Prozent mehr Fahrgäste in Regionalzügen und S-Bahnen

Der Schienenpersonennahverkehr mit S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpress war 2024 das wichtigste Verkehrsmittel: Er beförderte rund 1,42 Milliarden Reisende und damit 71 Prozent aller Fahrgäste hessischer Verkehrsunternehmen. Linienbusse nutzten 16 Prozent der Fahrgäste (328 Millionen Personen) und Straßen- und U-Bahnen 14 Prozent der Reisenden (274 Millionen Personen).

Regionalzüge und S-Bahnen verzeichneten im Jahr 2024 mit 9 Prozent den stärksten Anstieg der Fahrgastzahlen gegenüber dem Vorjahr. Linienbusse erzielten ein Plus von 7 Prozent und Straßen- und U-Bahnen beförderten 4 Prozent mehr Fahrgäste als ein Jahr zuvor.

Im Durchschnitt legten die Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln hessischer Verkehrsunternehmen 2024 rund 20 Kilometer pro Strecke zurück und damit einen Kilometer mehr als im Vorjahr. Die durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Fahrgast wird auch mittlere Reiseweite genannt.

Weniger Fahrgäste in Bussen und Bahnen als noch vor zehn Jahren

Im Langzeitvergleich der Jahre 2014 und 2024 zeigt sich ein Rückgang im hessischen Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen hessischer Verkehrsunternehmen: Die Zahl der Reisenden sank von 2,06 Milliarden im Jahr 2014 auf 2,01 Milliarden Fahrgäste im Jahr 2024 – ein Minus von rund 3 Prozent. Zugleich verlief die Entwicklung über die vergangenen zehn Jahre hinweg nicht gleichmäßig, sondern mit deutlichen Schwankungen. Nach dem Einbruch der Fahrgastzahlen während der Corona-Pandemie hatten sich zunächst Aufholeffekte mit hohen Zuwachsraten im Nahverkehr gezeigt, die auch mit der Einführung des Neun-Euro- sowie des Deutschland-Tickets einhergegangen waren. Diese Entwicklung schwächte sich 2024 ab. Das Fahrgastaufkommen der hessischen Verkehrsunternehmen erreichte bis 2024 noch nicht wieder das Niveau des Jahres 2019, dem Jahr vor dem Pandemieausbruch (2,12 Milliarden Fahrgäste).

Im Zehnjahresvergleich verringerten sich die Beförderungen mit Eisenbahnen mit einem Minus von 6 Prozent (2014: 1,51 Milliarden Fahrgäste) besonders stark. Dagegen nahmen die Beförderungen mit Straßen- und U-Bahnen von 2014 bis 2024 um 17 Prozent zu (2014: 234 Millionen Fahrgäste). Die Beförderungen mit Omnibussen blieben im Zehnjahresvergleich konstant (2014: 328 Millionen Fahrgäste).

Bei der mittleren Reiseweite (durchschnittlich zurückgelegte Strecke pro Fahrgast) zeigte sich insgesamt langfristig keine Veränderung: Sowohl im Jahr 2014 als auch im Jahr 2024 betrug sie 20 Kilometer. Mit Linienbussen legten die Reisenden 2024 im Durchschnitt 6 Kilometer und damit 2 Kilometer weniger als noch im Jahr 2014 zurück. Bei Regionalzügen und S-Bahnen stieg die mittlere Reiseweite seit 2014 um 1 Kilometer auf 26 Kilometer im Jahr 2024. Bei den Straßen- und U-Bahnen blieb die mittlere Reiseweite im Zehnjahresvergleich mit 4 Kilometern gleich.

Hinweise:

Bei den vorliegenden Ergebnissen der Personenverkehrsstatistik werden ausschließlich Daten von Unternehmen mit Sitz in Hessen betrachtet. Es sind keine Daten von Unternehmen mit Sitz in anderen Bundesländern enthalten, die in Hessen Personen befördern.

Als Fahrgäste werden sogenannte Beförderungsfälle gezählt. Fahren im Berichtszeitraum Personen mehrfach, werden sie somit auch mehrfach gezählt.

Die mittlere Reiseweite gibt an, welche Entfernung die Reisenden im jeweiligen Verkehrsmittel zurücklegten. Fahrten zur Arbeit und zur Schule gehen in diese Kennzahl ebenso ein wie Dienstreisen und Fahrten in der Freizeit. Ein Wechsel des Verkehrsmittels, z. B. das Umsteigen vom Regionalzug in den Omnibus, bedeutet nach diesem Konzept, dass eine Fahrt beendet und eine andere Fahrt begonnen wurde.

Das Deutschlandticket gibt es seit dem 1. Mai 2023 als dauerhaftes Angebot. Es knüpft an das Neun-Euro-Ticket an, das von Juni bis August 2022 vom Bundesgesetzgeber eingeführt worden war. Beim Deutschlandticket, einem von Bund und Ländern mitfinanzierten Monatsabonnement, konnten Fahrgäste anfangs für 49 Euro und 2025 für 58 Euro alle Busse und Bahnen des öffentlichen Regional- und Nahverkehrs in ganz Deutschland nutzen. Seit 2026 kostet dieses Ticket 63 Euro.

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