Im Jahr 2024 sind die hessischen Bruttolöhne und -gehälter im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf durchschnittlich 51.160 Euro je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer gestiegen. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, verzeichneten der Landkreis Offenbach und der Schwalm-Eder-Kreis den stärksten prozentualen Anstieg mit jeweils 6,3 Prozent.
Die geringste prozentuale Zunahme je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer wies der Vogelsbergkreis mit 3,7 Prozent auf. Dieser hatte mit 1.410 Euro zugleich auch den geringsten absoluten Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf zu verzeichnen. Den höchsten absoluten Zuwachs pro Kopf erzielte die Stadt Frankfurt am Main mit einem Plus von 3.370 Euro (plus 5,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.
Kreisfreie Städte erreichten höheres Niveau als Landkreise
Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer stiegen im Jahr 2024 in den hessischen Landkreisen um 5,3 Prozent und in den kreisfreien Städten um 5,7 Prozent. Damit lag das Niveau, also die durchschnittliche Höhe der Bruttolöhne und -gehälter, in den kreisfreien Städten mit 58.110 Euro pro Kopf um 23,8 Prozent höher als in den Landkreisen mit 46.920 Euro pro Kopf.
Innerhalb Hessens bestanden 2024 deutliche Niveau-Unterschiede bei den Durchschnittsverdiensten: Die höchsten Bruttolöhne und -gehälter erzielten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der kreisfreien Stadt Frankfurt am Main mit durchschnittlich 62.580 Euro, gefolgt vom Main-Taunus-Kreis mit 58.610 Euro. In Frankfurt am Main lag der Durchschnittsverdienst 22,3 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Von den Bruttolöhnen und -gehältern in Hessen in Höhe von insgesamt 170,4 Milliarden Euro entfielen allein 45,6 Milliarden Euro bzw. gut ein Viertel (26,7 Prozent) auf Frankfurt am Main. Für den Vogelsbergkreis wurden mit 39.580 Euro die geringsten Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf ermittelt.
Produzierendes Gewerbe mit höchstem Durchschnittsverdienst
Die Bruttolöhne und -gehälter im hessischen Dienstleistungssektor erhöhten sich im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 5,7 Prozent auf durchschnittlich 50.030 Euro je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer. In der Stadt Frankfurt am Main wurden mit 62.500 Euro pro Kopf die höchsten Bruttolöhne und -gehälter im Dienstleistungssektor ausgezahlt. Im Vogelsbergkreis und im Werra-Meißner-Kreis verdienten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Dienstleistungssektors hingegen mit durchschnittlich 37.400 Euro und 36.550 Euro am wenigsten.
Im hessischen Produzierenden Gewerbe erhöhten sich die Durchschnittsverdienste im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 5,1 Prozent auf 56.470 Euro pro Kopf. Am meisten verdienten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Produzierenden Gewerbes in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (68.180 Euro pro Kopf). Im Gegensatz dazu war das Verdienstniveau im Produzierenden Gewerbe im Vogelsbergkreis mit 45.340 Euro pro Kopf am niedrigsten.
Hinweise:
Mehr Zahlen erhalten Sie in unserer Tabelle „Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer in Hessen 2023 und 2024 nach Verwaltungsbezirken“ zum Download.
Die wichtigsten Konjunktur- und Wirtschaftsindikatoren für Hessen finden Sie kompakt zusammengefasst auf unserer Übersichtsseite.
Unter dem Motto „80 Jahre Statistik Hessen. Fakten für morgen.“ feiert das Hessische Statistische Landesamt 2026 sein 80-jähriges Jubiläum. Mehr zur Geschichte der hessischen Statistik erfahren Sie auf unserer Internetseite.