Das Bild zeigt ein Haus, vor dem ein blaues Auto parkt

Hessisches Statistisches Landesamt

82 Prozent der hessischen Haushalte hatten 2023 ein Auto

Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe zufolge haben 82 Prozent der hessischen Haushalte 2023 mindestens ein Auto zur Verfügung gehabt. Gebrauchsgüter wie Fernseher, Computer, Kühlschränke oder Waschmaschinen gehörten fast immer zur Standardausstattung eines Haushalts. Unterschiede zwischen den Einkommensklassen zeigten sich vor allem bei Geräten, die zusätzlichen Komfort boten.

Vier von fünf hessischen Haushalten (82 Prozent) haben im Jahr 2023 ein eigenes oder geleastes Auto zur Verfügung gehabt. Das zeigen die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS). Mit dieser Erhebung erfasst das Hessische Statistische Landesamt alle fünf Jahre das Konsumverhalten und die Ausstattung der Privathaushalte.

Ausstattung mit PKW abhängig vom Einkommen

Die Ausstattung mit Fahrzeugen hing deutlich vom Einkommen ab. Während in Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 1.300 Euro weniger als die Hälfte der Haushalte (42 Prozent) über einen Personenkraftwagen verfügten, waren es 96 Prozent in Haushalten mit einem Einkommen von 5.000 Euro und mehr. Knapp 7 Prozent aller hessischen Haushalte hatten 2023 Elektroautos oder Plug-in-Hybride. Ein oder mehrere Fahrräder besaßen 74 Prozent aller Haushalte, über ein Pedelec (E-Bike ohne Führerscheinpflicht) verfügten 20 Prozent der Haushalte.

Andere Gebrauchsgüter gehörten – unabhängig vom Einkommen – fast überall zur Grundausstattung eines hessischen Haushalts. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik waren 95 Prozent der Haushalte mit einem Computer sowie 99 Prozent mit einem Internetanschluss (stationär oder mobil) ausgestattet. Dabei waren mobile Geräte (Laptops und Tablets) mit einem Ausstattungsgrad von 90 Prozent aller Haushalte und mobiles Internet (beispielsweise über Mobilfunkanbieter) mit 97 Prozent stärker verbreitet als die stationäre Ausstattung. 41 Prozent der Haushalte hatten einen stationären Computer und 91 Prozent stationäres Internet.

TV-Gerät, Kühlschrank und Waschmaschine beinahe in jedem Haushalt

Fernsehgeräte waren mit einem Ausstattungsgrad von 99 Prozent beinahe in jedem Haushalt zu finden. Beim Fernsehempfang nutzten die Haushalte unterschiedliche Anschlussarten: 45 Prozent der Haushalte empfingen ihre TV-Inhalte über den Satelliten-TV-Anschluss. Danach folgten der Kabelanschluss mit 38 Prozent und der Empfang über das Internet mit 31 Prozent (Empfang des Fernsehprogramms über „Internet Protocol Television“ – kurz IPTV). Digitales Antennenfernsehen (Digital Video Broadcasting-Terrestrial – kurz DVB-T2) nutzten 7 Prozent der Haushalte in Hessen. Zur Unterhaltungselektronik zählten auch Spielekonsolen, die in gut jedem dritten Haushalt (36 Prozent) zur Ausstattung gehörten.

Während nahezu alle Haushalte – unabhängig vom Einkommen – über einen Kühlschrank (100 Prozent) und eine Waschmaschine (97 Prozent) verfügten, zeigten sich bei Geschirrspülmaschinen und Wäschetrocknern oder Waschtrockner-Kombigeräten Unterschiede zwischen den Einkommensklassen. 80 Prozent aller Haushalte hatten eine Geschirrspülmaschine. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen von unter 1.300 Euro traf dies auf weniger als die Hälfte der Haushalte (39 Prozent) zu, bei einem Haushalts-Nettoeinkommen von über 5.000 Euro auf 96 Prozent. Ein Wäschetrockner oder ein Waschtrockner-Kombigerät standen 52 Prozent der Haushalte zur Verfügung. Hier stieg der Ausstattungsgrad ebenfalls mit dem Haushaltsnettoeinkommen. 70 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen über 5.000 Euro zählten solche Geräte zu ihrer Ausstattung, aber nur 23 Prozent der Haushalte mit weniger als 1.300 Euro Einkommen. 

Hinweise:

Haben Sie Interesse, an einer freiwilligen Haushaltserhebung teilzunehmen? Dann melden Sie Ihren Haushalt hierÖffnet sich in einem neuen Fenster an! Mit etwas Glück wird Ihr Haushalt in die Stichprobe gezogen, nimmt einen Monat teil und wird mit bis zu 90 Euro prämiert.

Die Erhebung wird im Rahmen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) durchgeführt, die in den Jahren zwischen zwei Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) stattfindet. Die aus der EVS gewonnenen Daten können dadurch aktualisiert werden.

Methodische Hinweise:

Bei den vorgestellten Ergebnissen handelt es sich um Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023. Grundlage für die hessischen Ergebnisse bilden die Angaben von rund 4.200 hessischen Privathaushalten (Deutschland: 54.000). Die EVS findet alle fünf Jahre statt. Sie ist die größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik.

Die Ergebnisse der EVS bilden eine wichtige Datengrundlage unter anderem für die Bemessung des regelsatzrelevanten Verbrauchs im Rahmen der Grundsicherung oder für die Neufestsetzung des Wägungsschemas der Verbraucherpreisstatistik.

Die EVS 2023 hat eine umfangreiche Neukonzeption erfahren. Unter anderem wurde die Ausstattung der Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern zu Beginn des jeweiligen Anschreibequartals erfasst und nicht wie in vorherigen EVS zum Stichtag 01. Januar. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den Vorjahren ist daher mit Einschränkungen verbunden. Ausführliche Informationen hierzu bietet eine SonderseiteÖffnet sich in einem neuen Fenster im Internetangebot des Statistischen Bundesamts.

Die Ergebnisse der EVS 2023 zu Geld- und Sachvermögen werden voraussichtlich noch im 1. Quartal 2026 veröffentlicht.

Mehr Zahlen erhalten Sie in unserer Tabelle „Ausstattung privater Haushalte mit Gebrauchsgütern in Hessen 2023 nach Größenklassen der monatlichen Haushaltsnettoeinkommen“. Öffnet sich in einem neuen Fenster

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