FAQ — Informationen zur Gebäude- und Wohnungszählung

Wer wird bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt und zu welchen Aspekten muss Auskunft gegeben werden? Antworten auf diese und weitere Fragen zur Gebäude- und Wohnungszählung finden Sie auf dieser Seite.

GWZ aktuell

Versand von Zwangsgeldfestsetzungen in Hessen

Der Mahnversand im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) in Hessen ist angelaufen – hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Heranziehungsbescheide und Zwangsgeldfestsetzung.

Top Thema: Heranziehungsbescheid bzw. Zwangsgeldfestsetzung erhalten

Ich habe einen Heranziehungsbescheid bzw. eine Zwangsgeldfestsetzung erhalten. Muss ich jetzt 300 Euro bezahlen?

Mit dem Erhalt des Heranziehungsbescheids sind für Sie noch keinerlei Kosten verbunden: Sofern Ihre Meldung innerhalb der im Schreiben gesetzten Frist vollständig und wahrheitsgemäß beim Hessischen Statistischen Landesamt eingeht, wird das Zwangsgeldverfahren eingestellt.

Sie können Ihre Daten online auf www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster übermitteln und dafür die Zugangsdaten aus dem Heranziehungsbescheid nutzen. Eine postalische Meldung über den im Heranziehungsbescheid beigelegten Papierfragebogen und den Rücksendeumschlag ist ebenfalls möglich. Bitte beachten Sie, dass es bei postalischer Zusendung für die Rechtzeitigkeit der Meldung auf den Eingangstermin ankommt und nicht auf das Datum der Absendung (Poststempel).

Sollten Sie die in der Zwangsgeldfestsetzung gesetzte Frist verpasst haben, setzen Sie sich bitte so schnell wie möglich mit uns in Verbindung über zensus-auskunft@statistik.hessen.de unter dem E-Mail-Betreff: „EILT: Meldefrist verpasst“ oder über unsere Telefonnummer 0611 3802 500. Sie erreichen uns telefonisch montags bis donnerstags von 08:00 bis 16:30 Uhr sowie freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen in Hessen).
 

Top-Thema: Rückmeldefrist verpasst

Ich habe die im Heranziehungsbescheid bzw. in der Zwangsgeldfestsetzung genannte Frist zur Datenmeldung verpasst, was passiert nun?

Sollten Sie die Frist des Heranziehungsbescheids verpasst haben, können Sie Ihre Meldung noch nachholen. Sie können Ihre Daten vorzugsweise online auf www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster übermitteln und dafür die Zugangsdaten aus dem Heranziehungsbescheid nutzen oder einen Termin für ein begleitendes Telefoninterview unter 0611 95249072 vereinbaren. Telefonische Terminvereinbarungen sind montags bis freitags von 07:00 bis 21:00 Uhr sowie samstags von 09:00 bis 16:00 Uhr möglich. Auch eine Meldung über den im Heranziehungsbescheid beigelegten Papierfragebogen ist möglich.
Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund von zeitlichen Überschneidungen trotz erfolgter Datenmeldung eine Zwangsgeldfestsetzung erhalten können. Diese können Sie als gegenstandslos betrachten. Sofern Ihre Meldung wahrheitsgemäß und vollständig vor Ablauf der Frist zur Zwangsgeldfestsetzung bei uns eingegangen ist, wird das Zwangsgeldverfahren eingestellt, das heißt, Sie müssen das Zwangsgeld nicht bezahlen.

Sollten Sie jedoch die Frist aus der Zwangsgeldfestsetzung verpasst haben, melden Sie sich bitte so schnell wie möglich bei uns über zensus-auskunft@statistik.hessen.de mit dem Betreff „EILT: Meldefrist verpasst“ oder über unsere Telefonnummer 0611 3802 500. Sie erreichen uns telefonisch montags bis donnerstags von 08:00 bis 16:30 Uhr sowie freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen in Hessen). Mit Ablauf der Frist aus der Zwangsgeldfestsetzung haben wir die Zwangsgeldforderung bereits an die zuständigen Behörden übergeben. Sobald Sie Ihre Meldung abgegeben haben, teilen wir diesen mit, dass die Zwangsgeldforderung eingestellt wird.
 

Top Thema: Schon gemeldet, trotzdem Heranziehungsbescheid bzw. Zwangsgeldfestsetzung erhalten

Ich habe meine Meldung für die Gebäude- und Wohnungszählung bereits abgegeben, aber trotzdem einen Heranziehungsbescheid bzw. eine Zwangsgeldfestsetzung erhalten. Was soll ich tun?

Sollten Sie Ihre Meldung weniger als 14 Tage vor Eingang der Zwangsgeldfestsetzung mit der im Schreiben genannten Zugangsnummer für Ihr Wohnobjekt getätigt haben, können Sie die Zwangsgeldfestsetzung als gegenstandslos betrachten. Leider kann es in Einzelfällen zu solchen zeitlichen Überschneidungen kommen. Sobald Ihre Meldung von uns bearbeitet wurde, wird das Zwangsgeldverfahren eingestellt. Den Status Ihrer Datenmeldung können Sie per Mail an zensus-auskunft@statistik.hessen.de unter dem Betreff „Status Datenmeldung“ oder telefonisch unter 0611 3802 500 (montags bis donnerstags von 08:00 bis 16:30 Uhr sowie freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr; außer an gesetzlichen Feiertagen in Hessen) abfragen.

Sollte Ihre Datenmeldung schon länger als 14 Tage zurückliegen, nehmen Sie bitte unbedingt zeitnah mit uns per Mail an zensus-auskunft@statistik.hessen.de unter dem Betreff „EILT: Heranziehungsbescheid trotz Meldung erhalten“ bzw. „EILT: Zwangsgeldfestsetzung trotz Meldung erhalten“ oder telefonisch unter 0611 3802 500 (montags bis donnerstags von 08:00 bis 16:30 Uhr sowie freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr; außer an gesetzlichen Feiertagen in Hessen) Kontakt auf, damit wir Ihr Anliegen klären können, bevor es zu weiteren Mahnungen kommt.
 

Wer muss für nicht auskunftsfähige Personen, Personen mit Behinderungen oder sonstigen Beeinträchtigungen oder Pflegebedürftige Auskunft erteilen?

Die jeweils von den Statistischen Ämtern angeschriebene Person (Eigentümerin bzw. Eigentümer, Verwaltung etc.) ist grundsätzlich auskunftspflichtig. Sollte sie selbst nicht in der Lage sein, die Auskünfte zur Gebäude- und Wohnungszählung 2022 zu erteilen, muss die auskunftspflichtige Person dafür sorgen, dass diese von einer anderen Person erteilt werden. Für die Erfüllung der Auskunftspflicht ist nicht relevant, welche Person die Auskünfte erteilt. Wichtig ist nur, dass die Auskünfte korrekt sind. Neben der angeschriebenen Person kann jede Miteigentümerin bzw. jeder Miteigentümer des Wohnobjekts, beispielsweise die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner, oder aber auch eine bevollmächtigte oder entsprechend informierte Person, wie zum Beispiel die Immobilienverwaltung, Betreuungspersonen, Verwandte oder Pflegepersonal, die Auskünfte erteilen.
 

Ich bin keine Eigentümerin bzw. kein Eigentümer (mehr), wurde aber dennoch angeschrieben. Wieso?

Die Verwaltungsdaten, die den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder für die Recherche von Eigentümerinnen und Eigentümern zur Verfügung stehen, sind leider nicht in allen Fällen aktuell. Bitte geben Sie im Fragebogen an, dass Sie nicht mehr Eigentümerin oder Eigentümer an der betreffenden Gebäudeanschrift sind und geben Sie Name und Anschrift der neuen auskunftspflichtigen Person an. Dies kann eine Eigentümerin bzw. ein Eigentümer oder eine Verwaltung sein. Falls Ihnen die neue Eigentümerin oder neue Eigentümer nicht bekannt sein sollte, tragen Sie bitte „(neue) Eigentümerin/neuer Eigentümer unbekannt“ ein. Durch die Beantwortung des Fragebogens vermeiden Sie, dass die ursprüngliche Eigentümerin bzw. der ursprüngliche Eigentümer nochmals im Rahmen von Erinnerungs- und Mahnversänden kontaktiert wird.

Eine schrittweise Anleitung für die Abgabe der Online-Meldung finden Sie hier.

Warum werden Verstorbene angeschrieben? Was ist zu tun, wenn die Eigentümerin oder der Eigentümer bzw. die angeschriebene Person verstorben ist?

Für die Gebäude- und Wohnungszählung wurden Daten aus verschiedenen Verwaltungsregistern genutzt, um eine auskunftspflichtige Person je Wohnobjekt zu ermitteln. Die letzte Datenübermittlung aus den Quellen fand zum Stichtag 1. Februar 2021 statt. Trotz aller Sorgfalt bei den Verwaltungsstellen und der weiteren Datenverarbeitung, können Fehler leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Sollten Sie das Objekt geerbt haben oder den Nachlass verwalten, füllen Sie bitte den Fragebogen aus, auch wenn Sie nicht namentlich im Anschreiben genannt sind. Auch jede andere Person, die über die entsprechenden Kenntnisse verfügt, kann den Fragebogen ausfüllen. Denn für die Erfüllung der Auskunftspflicht bei der Gebäude- und Wohnungszählung ist nicht relevant, welche Person die Auskünfte erteilt. Wichtig ist nur, dass die Auskünfte korrekt sind. Pro Wohnobjekt wird in der Regel nur eine Person angeschrieben und um Auskunft gebeten. Sie muss den Fragebogen aber nicht persönlich beantworten. Neben der angeschriebenen Person kann jede Miteigentümerin bzw. jeder Miteigentümer des Wohnobjekts, beispielsweise die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner, oder aber auch eine bevollmächtigte oder entsprechend informierte Person, wie zum Beispiel die Immobilienverwaltung, Betreuungspersonen, Verwandte oder Pflegepersonal, die Auskünfte erteilen.

Wenn Sie keine Auskünfte zum Wohnobjekt geben können, tragen Sie bitte im Fragebogen unter „Angaben zum/zur neuen Eigentümer/-in“– sofern bekannt – den Namen und die Anschrift der neuen Eigentümerin oder des neuen Eigentümers ein. Dieser wird dann vom Hessischen Statistischen Landesamt angeschrieben und um Auskunft gebeten.

Falls Ihnen die neue Eigentümerin oder neue Eigentümer nicht bekannt sein sollte, tragen Sie bitte „Eigentümer/Eigentümerin verstorben / neuer Eigentümer unbekannt“ ein. Durch die Beantwortung des Fragebogens vermeiden Sie, dass die ursprüngliche Eigentümerin bzw. der ursprüngliche Eigentümer nochmals im Rahmen von Erinnerungs- und Mahnversänden kontaktiert wird.

Nachfolgend finden Sie eine schrittweise Anleitung für die Abgabe der Online-Meldung:

1. Melden Sie sich mit den Zugangsdaten aus dem Anschreiben auf www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster an.

Startseite des Zensus 2022 Eingabemaske
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2. Geben Sie an, dass die Objektanschrift korrekt ist.

Musterfragebogen zur GWZ - Teil 1
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3. Als nächstes geben Sie an, dass Sie nicht die Eigentümerin bzw. der Eigentümer sind.

Musterfragebogen zur GWZ - Teil 2
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4. Nun werden Sie nach der Adresse der „neuen“ Eigentümerin bzw. des „neuen“ Eigentümers gefragt. Hier geben Sie bitte den Vornamen und Namen der Eigentümerin bzw. des Eigentümers ein. Falls sie bzw. er Ihnen nicht bekannt ist, geben Sie „Unbekannt“ ein. Bei der Anschrift übernehmen Sie die Objektanschrift aus dem Anschreiben.

Musterfragebogen zur GWZ - Teil 3
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5. Im letzten Schritt geben Sie an, dass sich keine weiteren Gebäude mit Wohnraum an dieser Anschrift in Ihrem Eigentum befinden.

Musterfragebogen zur GWZ - Teil 4
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Was versteht man unter Wohnungen im Sinne der Gebäude- und Wohnungszählung?

Als Wohnungen gelten nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, meist zusammenliegende Räume, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und zum Zensusstichtag nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Zur Wohnung gehören auch gesondert liegende, zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- oder Bodenräume (zum Beispiel Mansarden). Wohnraum ist in einem Gebäude oder an einer Gebäudeanschrift immer dann vorhanden, wenn es mindestens eine zu Wohnzwecken genutzte Wohnung gibt. Dies gilt auch dann, wenn die restlichen Wohnungen im Gebäude gewerblich genutzt werden, beispielsweise als Arztpraxis.

Welche Gebäude und Wohnungen sind für die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) relevant und welche nicht?

Relevant sind alle Gebäude mit Wohnraum, bewohnte Unterkünfte und Wohnungen. Mit bewohnten Unterkünften sind beispielsweise Wohnwagen, Schrebergartenhütten oder Wohnschiffe, die dauerhaft bewohnt werden, gemeint. Für die GWZ ist es egal, ob die jeweiligen Wohnobjekte zum Stichtag bewohnt sind oder leer stehen.

Nicht relevant sind:

  • Gebäude ohne Wohnraum
  • nicht bezugsfertige Wohnungen
  • nur gewerblich genutzte Ferienhäuser
  • Gebäude, in denen nur Personen ohne eigene Haushaltsführung leben (zum Beispiel Pflegeheime)
  • von ausländischen Staaten oder Streitkräften, internationalen Organisationen oder diplomatischen und berufskonsularischen Vertretungen genutzte Wohnobjekte.

Wie läuft die Befragung zur Gebäude- und Wohnungszählung ab?

Alle Personen, die im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung Auskunft geben müssen, erhalten per Post ein Anschreiben vom Hessischen Statistischen Landesamt (Musteranschreiben für ein Gebäude und Musteranschreiben für mehrere Gebäude). Sie werden in diesem Anschreiben gebeten, über einen Online-Fragebogen Auskunft zu den Gebäuden mit Wohnraum und den bewohnten Unterkünften sowie den darin jeweils enthaltenen Wohnungen zu geben. Zudem müssen sie Angaben zu bis zu zwei Bewohnerinnen und Bewohnern machen. Im Einzelnen werden folgende Merkmale und Hilfsmerkmale erhoben:

Merkmale zu Gebäuden mit Wohnraum und bewohnten Unterkünften:

  • Gemeinde, Postleitzahl und amtlicher Gemeindeschlüssel,
  • Art des Gebäudes,
  • Eigentumsverhältnisse,
  • Gebäudetyp,
  • Baujahr,
  • Heizungsart und Energieträger,
  • Zahl der Wohnungen.
     

Merkmale zu Wohnungen:

  • Art der Nutzung,
  • Leerstandsgründe,
  • Leerstandsdauer,
  • Fläche der Wohnung,
  • Zahl der Räume,
  • Nettokaltmiete.
     

Hilfsmerkmale:

  • Familienname, frühere Namen, Vornamen und Anschrift der Auskunftspflichtigen,
  • Kontaktdaten der Auskunftspflichtigen oder einer anderen Person, die für Rückfragen zur Verfügung steht,
  • Namen und Vornamen von bis zu zwei Personen, die die Wohnung nutzen,
  • Zahl der Personen, die in der Wohnung wohnen,
  • Straße, Hausnummer und Anschriftenzusätze der Wohnung.
     

Insgesamt wird eine Online-First-Strategie verfolgt: Das bedeutet, dass die Fragebogen vorrangig online beantwortet werden sollen, um Zeit zu sparen, die Datenqualität zu erhöhen und die Belastung und Kosten für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Zudem wird Papier eingespart und dadurch die Umwelt geschont. Den Musterfragebogen zur Gebäude- und Wohnungzählung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Falls erforderlich, können Papierfragebogen angefragt werden. Wenden Sie sich in diesem Fall an den Kontakt, der in Ihrem Anschreiben angegebenen ist.

Wie kann ich meine Daten im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung online übermitteln?

Für die Gebäude- und Wohnungszählung können Sie Ihre Daten online per Computer, Smartphone oder Tablet übermitteln. Dafür müssen Sie sich auf der Zensus-Seite anmelden. Hierzu können Sie in der Adresszeile eines Internet-Browsers die Adresse der Zensus-Website www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster eingeben. Sie landen dann auf der Startseite der Zensus-Seite und es wird Ihnen eine Eingabemaske zur Anmeldung angezeigt, wo Sie Daten eingeben können. Dort geben Sie Ihre Zugangsnummer und den Aktivierungscode ein, die Sie im Anschreiben erhalten haben (Musteranschreiben für ein Gebäude und Musteranschreiben für mehrere Gebäude).

Alternativ können Sie auch den QR-Code aus dem Anschreiben zur Anmeldung nutzen: Hierzu müssen Sie mit Ihrem Smartphone oder Tablet den QR-Code scannen, der im Anschreiben hinterlegt ist. Dies tun Sie, indem Sie die eingebaute Kamera auf Ihrem jeweiligen Endgerät öffnen und den QR-Code abfotografieren. Bei manchen Endgeräten ist dafür eine eigene App notwendig, bei anderen reicht die App der eingebauten Kamera aus. Mit dem Scannen des QR-Codes auf dem Anschreiben gelangen Sie einfach und schnell zum Fragebogen-Login. Dort geben Sie bitte Ihre Zugangsnummer und den Aktivierungscode ein, die Sie im Anschreiben erhalten haben.

Die Anmeldemaske sieht folgendermaßen aus:

Startseite des Zensus 2022 Eingabemaske
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Für die Online-Meldung können Sie mit Windows 7, 8, 10 und 11 oder macOS die Browser Internet Explorer, Edge, Google Chrome, Mozilla, Safari und Opera verwenden. Auf mobilen Endgeräten mit Android und iOS werden Browser wie Google Chrome und Safari oder Ähnliche unterstützt.

Wie kann man den QR-Code (Quick Response Code) verwenden, der auf dem Anschreiben neben der Gebäudeanschrift abgebildet ist?

Sie müssen mit Ihrem Smartphone oder Tablet den im Anschreiben abgebildeten QR-Code scannen, um zum Anmeldebereich zu gelangen. Hierfür müssen Sie die eingebaute Kamera auf Ihrem jeweiligen Endgerät öffnen und den QR-Code abfotografieren. Bei manchen Endgeräten ist dafür eine eigene App notwendig, bei anderen reicht die App der eingebauten Kamera aus. Mit Scannen des QR-Codes auf dem Anschreiben kommen Sie einfach und schnell zur Anmeldeseite des Zensus und damit zum Fragebogen. Alternativ können Sie aber auch einfach in der Adresszeile eines Internet-Browsers die Adresse zur Zensus-StartseiteÖffnet sich in einem neuen Fenster eingeben. Auf diesem Weg gelangen Sie auch direkt zur Eingabemaske für die Anmeldung zur Gebäude- und Wohnungszählung.

Die Online-Anmeldung ist nicht möglich. Was kann ich tun?

Bitte überprüfen Sie die Eingabe Ihrer Zugangsdaten noch einmal ganz genau, um Zahlen- oder Buchstabendreher zu vermeiden. Beim Feld „Zugangsnummer“ dürfen nur Zahlen eingetragen sein. Beim „Aktivierungscode“ dürfen Sie nur Zahlen und Kleinbuchstaben (1,2,3,… und a,b,c,…) eingeben, keine Sonderzeichen (/, %, &, @, ß). Achten Sie insbesondere bei der Nutzung von Smartphones oder Tablets auch auf automatisch gesetzte Leerzeichen am Ende der Eingabe und entfernen Sie diese gegebenenfalls.

Wenn das nicht funktionieren sollte, versuchen Sie bitte die Anmeldung zum Online-Fragebogen unter Nutzung eines anderen Browsers (z. B. Mozilla). Auch eine Löschung der Cookies kann helfen, sofern Ihnen das möglich ist. Sollte die Anmeldung zum Online-Fragebogen weiterhin nicht möglich sein, versuchen Sie die Anmeldung bitte in den nächsten Tagen erneut.

Sollte die Anmeldung auch nach mehrfacher Überprüfung der Schreibweise und der Nutzung verschiedener Browser nicht möglich sein, kontaktieren Sie uns bitte unter der Servicenummer 0611-9524 9072.

Wann erhalte ich meinen telefonisch angeforderten Papierfragebogen?

Der Versand der Papierfragbogen hat im Juni begonnen. Zwischen Bestellung und Erhalt können drei bis vier Wochen vergehen, allerdings können auch bei längeren Wartezeiten alle Auskünfte termingerecht erteilt werden: Die Rückmeldefrist wird nach Anforderung des Papierfragebogens entsprechend verlängert, sodass Sie nach dessen Erhalt mindestens zwei Wochen Zeit zur Datenlieferung haben.

Ich habe eine Frage zur Gebäude- und Wohnungszählung, die nicht auf der HSL-Internetseite beantwortet werden konnte. Welche Kontaktmöglichkeiten habe ich?

Für Fragen rund um den Zensus 2022 haben Bund und Länder Telefon-Hotlines als direktes Informations- und Unterstützungsangebot eingerichtet. So sind seit dem Versand der Anschreiben und dem Einwurf von Terminankündigungen für die Befragungen die „Bürgertelefone“ aktiv. Die Telefon-Hotline zur Gebäude- und Wohnungszählung in Hessen ist unter der 0611-9524 9072 von montags bis freitags zwischen 07:00 und 21:00 Uhr sowie samstags zwischen 09:00 und 15:00 Uhr erreichbar. Zu Stoßzeiten kann es jedoch zu einem vermehrten Anrufaufkommen und längeren Wartezeiten kommen. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, die Anliegen möglichst schnell zu bearbeiten. Verständlicherweise gibt es zeitweise Anrufspitzen, in denen die Bürgertelefone an die Belastungsgrenze stoßen und so Anfragen nicht direkt angenommen und geklärt werden können. Daher bitten wir um Geduld, wenn die direkte Verbindung nicht zu Stande kommt. Wenn Sie merken, dass die Leitungen länger besetzt sind, versuchen Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunkt oder am Folgetag noch einmal.

Unabhängig von der Tageszeit haben Sie die Möglichkeit, das Kontaktformular auf www.zensus2022.de/kontaktÖffnet sich in einem neuen Fenster zu nutzen und das Hessische Statistische Landesamt schriftlich für Antworten auf Ihre Fragen zu kontaktieren. Bei hohem Anfrageaufkommen kann die Beantwortung einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch hier bitten wir um Geduld.

Nutzen Sie bitte auch die umfassenden Informationsmöglichkeiten zu vielen Fragestellungen über die Stichwortsuche auf www.zensus2022.de/kontaktÖffnet sich in einem neuen Fenster. Erfahrungsgemäß können damit viele Ihrer Fragen direkt beantwortet werden. Auf der Website zum Zensus 2022 unter www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster finden Sie viele weitere Informationen zu den Befragungen und den Hintergründen. Auf www.twitter.com/zensus2022Öffnet sich in einem neuen Fenster beantwortet das Zensus-Team ebenfalls allgemeine Fragen zum Zensus.
 

Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden Angaben von bis zu zwei Bewohnerinnen und Bewohnern einer Wohnung erfragt. Dürfen Vermieterinnen und Vermieter diese Angaben machen? Was ist dabei zu beachten?

Die Auskunftspflicht im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) 2022 umfasst auch die einmalige Mitteilung von personenbezogenen Daten an die Statistikämter in Deutschland. Bei vermieteten Wohnungen müssen Namen und Vornamen von bis zu zwei Mieterinnen oder Mietern im Rahmen der GWZ angegeben werden. Das ist notwendig, da die Melderegisterdaten der Verwaltungen mit den Erhebungsdaten aus den Haushaltebefragungen und der Gebäude- und Wohnungszählung später zusammengeführt werden. Bei dieser Verknüpfung der Daten sollen die Angaben der im Gebäude wohnenden Personen der richtigen Wohnung (Wohnfläche, Zahl der Räume) zugeordnet werden können. Weitere Informationen können § 10 des ZensusgesetzesÖffnet sich in einem neuen Fenster entnommen werden.

Darf ich als Gebäudeeigentümerin bzw. -eigentümer oder Gebäudeverwalterin bzw. ‑verwalter im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung personenbezogene Daten meiner Mieterinnen und Mieter ohne ihre vorherige Einwilligung an das Hessische Statistische Landesamt (HSL) weitergeben?

Ja, denn die Weitergabe der Daten beruht auf einer gesetzlichen Verpflichtung (Zensusgesetz). Die Daten dürfen also ohne vorherige Einwilligung an das Hessische Statistische Landesamt übermittelt werden, jedoch müssen Mieterinnen und Mieter nach Artikel 13 DS-GVOÖffnet sich in einem neuen Fenster (Datenschutzgrundverordnung) über die Weitergabe ihrer Daten an die Statistikämter zu statistischen Zwecken informiert werden.

In vielen Fällen ist es so, dass Mietverträge oder spezielle Vereinbarungen, die seit Inkrafttreten der DS-GVO am 25. Mai 2018 geschlossen wurden, eine Generalklausel enthalten. In dieser Generalklausel wurden die Mieterinnen und Mieter über die Weitergabe ihrer Daten, die auf rechtlichen Verpflichtungen beruht, bereits informiert. Wenn eine solche Generalklausel im Mietvertrag enthalten ist, müssen die Mieterinnen und Mieter nicht zusätzlich darüber informiert werden, dass ihre personenbezogenen Daten weitergegeben wurden.

Ist eine solche Generalklausel im Mietvertrag nicht enthalten, müssen die Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwalterinnen und Verwalter ihre Mieterinnen und Mieter laut der Datenschutzgrundverordnung über die Weitergabe der personenbezogenen Daten informieren. Das können sie mit nachfolgendem Text tun:

Sehr geehrte Mieterinnen und Mieter,

im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) des Zensus 2022 hat [Name der auskunftspflichtigen Vermieterin bzw. des auskunftspflichtigen Vermieters] folgende Daten an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder übermittelt: Namen und Vornamen von bis zu zwei Personen, die die Wohnung nutzen sowie die Zahl der Personen, die in der Wohnung wohnen.

Nach dem Zensusgesetz 2022 (ZensG 2022) sind Vermieterinnen und Vermieter dazu verpflichtet, die Namen der Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Mietwohnungen oder ‑häuser anzugeben. Das Einverständnis der Mieterinnen und Mieter zur Weitergabe der Namen muss nicht eingeholt werden. Rechtsgrundlage für die Datenübermittlung ist Artikel 6 Abs. 1 Buchstabe c DS-GVO und § 10 Abs. 2 ZensG 2022. Für die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder gelten Löschfristen nach dem ZensG 2022.

Ihnen steht bei Vorliegen der Voraussetzungen nach der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung sowie das Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer Daten zu (Artikel 15 bis 18 sowie Artikel 21 DS-GVO).

[Nur relevant, falls Sie ein Unternehmen mit einer gewissen Größe führen und daher eine Datenschutzbeauftragte bzw. einen Datenschutzbeauftragten stellen müssen]: Bei Fragen können Sie sich an unsere Datenschutzbeauftragte bzw. unseren Datenschutzbeauftragten wenden. Diese bzw. diesen erreichen Sie unter folgenden Kontaktmöglichkeiten: [Hier bitte Kontaktdaten angeben]

Schließlich können Sie sich auch an den Hessischen Beauftragten für Datenschutz- und Informationssicherheit wenden. Sie können ihn unter folgenden Möglichkeiten kontaktieren: Gustav-Stresemann-Ring 1, 65189 Wiesbaden, Telefon: 0611 14080.

Bei Wohnungseigentumsgemeinschaften kann die Hausverwaltung die Auskünfte im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung geben. Kann sie Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern dafür Kosten in Rechnung stellen?

Ob eine Hausverwaltung im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung ihren Aufwand in Rechnung stellen kann, hängt vom Inhalt des Verwaltungsvertrages ab, der zwischen der jeweiligen Hausverwaltung und den Eigentümerinnen und Eigentümern getroffen wurde. Aussagen darüber, ob gegebenenfalls veranschlagte Kosten rechtmäßig sind, können vom Hessischen Statistischen Landesamt nicht getroffen werden. Der amtliche Fragebogen kann grundsätzlich auch von den Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern ausgefüllt werden. Eigentümerseite und Verwaltung können sich darauf verständigen, wer Auskunft gibt. Eine Auskunft pro Wohneinheit ist ausreichend (weitere Informationen dazu unter der anschließenden Frage).

Werden Eigentümerinnen und Eigentümer einer Wohnung und die jeweilige Hausverwaltung zu jeder Wohnung befragt?

Eine Auskunft pro Wohneinheit ist ausreichend. Das bedeutet, dass entweder eine Eigentümerin bzw. ein Eigentümer oder die Hausverwaltung die Fragen im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung beantworten muss.

Beantwortet die Verwaltung die Fragen, so macht sie – soweit möglich und ggf. nach Abstimmung mit den Eigentümerinnen und Eigentümern – alle relevanten Angaben zu den Gebäude- und Wohnungsmerkmalen. Liegen der Verwaltung die Merkmale nicht vor, teilt sie dem Hessischen Statistischen Landesamt (HSL) die Namen und Anschriften der Eigentümerinnen oder Eigentümer mit. In diesem Fall kontaktiert das HSL die Eigentümerinnen oder Eigentümer, damit sie Auskunft zu den betreffenden Wohnungen oder Gebäuden erteilen. Die Verwaltungen machen dann keine Angaben. Rechtliche Grundlage ist die Regelung zur Auskunftspflicht im Zensusgesetz 2022 (§ 24 Zensusgesetz 2022Öffnet sich in einem neuen Fenster).

Warum wird nur eine Person angeschrieben, obwohl das Gebäude bzw. die Wohnung mehreren Personen gemeinsam gehört (zum Beispiel Ehepaaren oder Geschwistern)?

Ziel der Statistikämter in Deutschland ist es, die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Daher wird in der Regel nur eine auskunftspflichtige Person zu einem Gebäude oder einer Wohnung befragt. Nur diese Person ist tatsächlich zur Auskunft verpflichtet. Den anderen Eigentümerinnen und Eigentümern werden keine Fragen gestellt.

Ich habe mehrere Wohnobjekte. Warum wurde ich nur für eines angeschrieben?

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung werden Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwalterinnen und Verwalter zu allen ihren Häusern und Wohnungen befragt. Sie sind dazu verpflichtet, zu allen ihren Gebäuden und Wohnungen Auskunft zu erteilen. Eine Ausnahme besteht für Eigentümerinnen und Eigentümer, wenn die zuständige Hausverwaltung zentral Auskunft gibt. In diesem Fall müssen Eigentümerinnen und Eigentümer keine Fragen beantworten. Wenn eine Person Eigentümerin oder Eigentümer von mehreren Objekten an einer Adresse ist, kann es vorkommen, dass sie oder er für nur ein Objekt eine Aufforderung erhält. In diesen Fällen werden die Eigentümerinnen oder Eigentümer jedoch darauf hingewiesen, dass sie dazu verpflichtet sind, zu allen Objekten an der jeweiligen Adresse die benötigten Angaben in der Gebäude- und Wohnungszählung zu melden. Über das Online-Formular können sie im Internet zu mehreren Objekten an einer Adresse Auskunft geben.

Wie soll verfahren werden, wenn einer Hausverwaltung nur die Merkmale zum Gebäude, nicht aber die Wohnungsmerkmale vorliegen?

Im Zensus 2022 ist vorgesehen, dass nur eine auskunftspflichtige Person Angaben zu Gebäude- und Wohnungsmerkmalen machen muss. Das kann eine Eigentümerin oder ein Eigentümer, aber auch die entsprechende Verwaltung sein. Eine geteilte Auskunft für Gebäude und Wohnungen durch zwei verschiedene Zuständige – also Verwaltungen sowie Eigentümerinnen und Eigentümer – ist nicht möglich. Bei Gebäuden mit mehreren Eigentumswohnungen können Eigentümerinnen und Eigentümer entscheiden, ob sie selbst Auskunft erteilen oder ob es die Hausverwaltung übernehmen soll.

Beantwortet die Verwaltung die Fragen, so macht sie – soweit möglich und ggf. nach Abstimmung mit den Eigentümerinnen und Eigentümern – alle relevanten Angaben zu den Gebäude- und Wohnungsmerkmalen. Liegen der Verwaltung die Merkmale nicht vor, teilt sie dem Hessischen Statistischen Landesamt (HSL) die Namen und Anschriften der Eigentümerinnen oder Eigentümer mit. In diesem Fall kontaktiert das HSL die Eigentümerinnen oder Eigentümer, damit sie Auskunft zu den betreffenden Wohnungen oder Gebäuden erteilen kann. Die Verwaltungen machen dann keine Angaben. Rechtliche Grundlage ist die Regelung zur Auskunftspflicht im Zensusgesetz 2022 (§ 24 Zensusgesetz 2022Öffnet sich in einem neuen Fenster).

Können Eigentümerinnen oder Eigentümer ohne Einwilligung der Miteigentümerinnen oder Miteigentümer Auskünfte erteilen?

Ja, die im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung kontaktierten Eigentümerinnen bzw. Eigentümer können im Falle einer Eigentümergemeinschaft ohne die Einwilligung weiterer Miteigentümerinnen oder Miteigentümer Auskunft geben. Eine Eigentümergemeinschaft liegt dann vor, wenn mehr als eine Eigentümerin bzw. ein Eigentümer ein gemeinsames Wohnobjekt besitzen. In der Regel wird im Falle von mehreren Eigentümerinnen und Eigentümern nur eine Person kontaktiert, um Auskunft zu erteilen. Grundsätzlich sind die Eigentümerinnen und Eigentümer nach § 24 Absatz 1 Zensusgesetz 2022 zur Auskunft verpflichtet. Dabei ist es unerheblich, wie groß ihr Eigentumsanteil ist.

Warum erhalte ich parallel Anschreiben des Hessischen Statistischen Landesamts (HSL) und des Finanzamtes, die jeweils Angaben zu meinem Wohneigentum erfragen? Muss ich auf beide Schreiben reagieren?

Die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ), die im Rahmen des Zensus 2022 vom HSL durchgeführt wird, ist unabhängig von der Abfrage zum Grundeigentum, die die hessischen Finanzbehörden wegen der bevorstehenden Grundsteuerreform durchführen. Beide Abfragen betreffen jedoch einen ähnlichen Personenkreis und fallen in denselben Zeitraum, sodass Personen mit Wohneigentum in den kommenden Wochen möglicherweise zwei behördliche Schreiben mit einer ähnlich lautenden Aufforderung erhalten bzw. bereits erhalten haben. Es handelt sich allerdings um zwei voneinander unabhängige Abfragen, die auch rechtlich voneinander getrennt sind.

Bitte beachten Sie: Als Eigentümerin bzw. Eigentümer von Wohnraum sind Sie gesetzlich verpflichtet, beide Abfragen separat zu beantworten.

Hintergrund: Das Finanzamt benötigt die Angaben zum Grundeigentum, weil zum 1. Januar 2025 eine neue Grundsteuerberechnung in Kraft treten soll und der bisherige Einheitswert als Berechnungsgrundlage seine Gültigkeit verliert. Da es eine neue Bemessungsgrundlage gibt, müssen Eigentümerinnen und Eigentümer einige Angaben machen, die den hessischen Finanzbehörden noch nicht vorliegen. Dazu gehören im Wesentlichen die Lage des Grundstücks, die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert, die Gebäudeart, die Wohnfläche und das Baujahr des Gebäudes. Angaben können Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundeigentum ab dem 1. Juli 2022 über die Steuer-Onlineplattform ELSTER bei den entsprechenden Finanzämtern einreichen.

Im Rahmen des Zensus 2022 werden für die GWZ u. a. die Gebäudeart, die Wohnfläche und das Baujahr des Gebäudes abgefragt. Darüber hinaus werden noch weitere Merkmale erhoben, die die Abfrage des Finanzamts zur Grundsteuerreform nicht abdeckt.

Zu den Unterschieden in den erhobenen Merkmalen kommt noch hinzu, dass beiden Behörden der Austausch der Daten rechtlich untersagt ist: Das Zensusvorbereitungsgesetz sieht nicht vor, dass das HSL die Daten, die im Rahmen der Vorbereitung der Grundsteuerreform erhoben werden, im Rahmen des Zensus verwenden darf (siehe § 12 ZensVorbG 2022Öffnet sich in einem neuen Fenster). Das HSL hat damit keinen Zugriff auf diese Daten der Finanzbehörden. Gleichzeitig haben die Finanzbehörden keinerlei rechtliche Befugnisse, Zugriff auf Daten des Zensus 2022 zu erhalten. Darum können Angaben, die Sie für die GWZ machen, nicht für die Grundsteuerreform-Abfrage genutzt werden und umgekehrt.

Für mehr Informationen zur Grundsteuerreform besuchen Sie die offizielle Internetseite zur GrundsteuerreformÖffnet sich in einem neuen Fenster und die Informationsseite zur Grundsteuerreform des digitalen Finanzamts HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster
 

Können das Hessische Statistische Landesamt (HSL) und die hessischen Finanzbehörden die im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) bzw. der Grundsteuerreform-Abfrage erhobenen Daten nicht gemeinsam nutzen, sodass eine der beiden Abfragen entfällt?

Das HSL kann die Daten, die im Rahmen der Vorbereitung der Grundsteuerreform erhobenen werden, nicht für den Zensus 2022 verwenden. Ein Zugriff auf diese Daten ist durch § 12 des ZensusvorbereitungsgesetzesÖffnet sich in einem neuen Fenster nicht abgedeckt und das HSL hat somit keinen Zugriff auf die Daten der Finanzbehörden. Gleichzeitig haben die Finanzbehörden keinerlei rechtliche Befugnisse, Zugriff auf Daten des Zensus 2022 zu erhalten. Der Austausch der Daten ist beiden Behörden rechtlich untersagt.

Zudem unterscheiden sich die erhobenen Merkmale: Die Angaben, die zur Vorbereitung der Grundsteuerreform erhoben werden, entsprechen bis auf wenige Überschneidungen nicht den Daten, die für den Zensus benötigt werden, und umgekehrt.

Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Zensus 2022 finden Sie auf der offiziellen Internetseite des Zensus 2022Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Ich habe meine Daten bereits übermittelt, aber trotzdem ein Mahnschreiben erhalten. Was ist zu tun?

Haben Sie erst vor Kurzem gemeldet, dann haben sich Ihre Meldung und der Versand des Schreibens aufgrund von Druck- und Postlaufzeiten wahrscheinlich überschnitten. In diesem Fall betrachten Sie das Schreiben bitte als gegenstandslos. Der Mahnprozess wird nach Registrierung des vollständigen Dateneingangs gestoppt. Ist die Meldung bereits länger her, dann prüfen Sie bitte, ob Sie die Meldung für das Objekt über eine andere Zugangsnummer bereits gemacht haben, z. B. weil Sie von uns mehr als eine Zugangsnummer für Ihr Wohnobjekt erhalten haben. Gehen Sie dazu bitte wie folgt vor: Melden Sie sich mit den Zugangsdaten aus dem Mahnschreiben bzw. dem Heranziehungsbescheid online auf www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster an und wählen Sie die Option, dass für dieses Objekt schon Auskunft gegeben wurde. Im Anschluss wird gefragt, wer bereits Auskunft gegeben hat. Hier tragen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Anschrift ein. Anschließend erhalten Sie eine Bestätigung, dass Ihre Meldung erfolgreich eingegangen ist.

Ich habe mein Anschreiben der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) verlegt und nun keinen Zugangscode mehr, um an der Befragung teilzunehmen. Was muss ich tun?

Sie müssen zunächst gar nichts tun: Wenn Sie nach Erhalt des GWZ-Erstanschreibens Ihre Daten nicht innerhalb der erbetenen Rückmeldefrist von zwei Wochen übermittelt haben, erhalten Sie automatisch ein Erinnerungsschreiben, in dem Ihr individueller Zugangscode erneut aufgeführt ist. Mit diesem können Sie sich zum Online-Fragebogen einloggen bzw. telefonisch einen Papierfragebogen anfordern. Die Rückmeldefrist für Ihre Auskunft beginnt nach Erhalt des Erinnerungsschreibens von vorne, sodass Sie von da an wieder mindestens zwei Wochen Zeit haben, um Ihre Daten zu übermitteln.
 

Darf der Fragebogen nur von der angeschriebenen Person persönlich ausgefüllt werden?

Für die Erfüllung der Auskunftspflicht bei der Gebäude- und Wohnungszählung ist nicht relevant, welche Person die Auskünfte erteilt. Wichtig ist nur, dass die Auskünfte korrekt sind. Pro Wohnobjekt wird in der Regel nur eine Person angeschrieben und um Auskunft gebeten. Sie muss den Fragebogen aber nicht persönlich beantworten. Neben der angeschriebenen Person kann jede Miteigentümerin bzw. jeder Miteigentümer des Wohnobjekts, beispielsweise die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner, oder aber auch eine bevollmächtigte oder entsprechend informierte Person, wie zum Beispiel die Immobilienverwaltung, Betreuungspersonen, Verwandte oder Pflegepersonal, die Auskünfte erteilen.

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