Der Registerzensus in Hessen

Maximale Aktualität und Nutzungsfreundlichkeit der Verwaltungsdaten, größtmögliche Entlastung der Auskunftspflichtigen, höchster Datenschutz – der Registerzensus ist ein zentrales Zukunftsprojekt der amtlichen Statistik und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer modernen digitalen Verwaltung in Deutschland. Bis 2031 wird der Zensus auf ein registerbasiertes Verfahren umgestellt.

Der Zensus ist eine unverzichtbare Planungs- und Entscheidungshilfe für Bund und Länder. Seine Ergebnisse sind beispielsweise die Grundlage dafür, wie viel Geld Städte und Gemeinden durch den Länder- und den kommunalen Finanzausgleich sowie durch EU-Fördermittel zugewiesen bekommen. Auch die Einteilung der Wahlkreise und die Stimmenverteilung im Bundesrat orientieren sich an der amtlichen – das heißt an der durch den Zensus ermittelten – Einwohnerzahl. Neben der amtlichen Einwohnerzahl ermittelt der Zensus auch Daten zu Haushalten und Familien, Gebäuden und Wohnungen sowie Bildungsstand und Arbeitsmarktbeteiligung der Bevölkerung.

Bereits 2011 wurde die traditionelle Vollerhebung in Deutschland von einem registergestützten Verfahren abgelöst. Seitdem muss die Mehrheit der Bevölkerung selbst gar keine Auskunft mehr leisten, da die Daten für den Zensus in erster Linie aus Verwaltungsregistern stammen. Bis zum Jahr 2031 wird der Zensus schrittweise auf ein komplett registerbasiertes Verfahren umgestellt, bei dem keine persönlichen Befragungen der Bevölkerung mehr nötig sind.

Dadurch werden nicht nur die Auskunftspflichtigen entlastet, die Erhebung wird auch kostengünstiger und die Zensusergebnisse können in kürzeren Abständen und unterhalb der Gemeindeebene bereitgestellt werden – und das unter Einhaltung höchster Datenschutzstandards dank strenger Zugriffsbeschränkungen und moderner Verschlüsselungstechniken.

Auch wenn der Registerzensus erstmals im Jahr 2031 geplant ist, sind die Vorbereitungen im statistischen Verbund bereits im vollen Gange. Im Juni 2021 hat der Bundestag dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Erprobung von Verfahren eines Registerzensus zugestimmt. Demnach soll der Methodentest ab dem Jahr 2022 und die Lieferung von Bevölkerungszahlen an die Europäische Union schon ab dem Berichtsjahr 2025 beginnen.

Sie möchten mehr über die Hintergründe, die Datenbasis und die Rechtsgrundlagen des Registerzensus wissen? Werfen Sie gerne einen Blick in unsere Präsentation „Der Registerzensus – die Zukunft der digitalen Verwaltung“!

Weitere Informationen zum Registerzensus finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Bundesamts.