Methodische Vorbemerkungen

Verarbeitendes Gewerbe

Seit 2009 werden die Ergebnisse für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden) in der Abgrenzung der „Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) nachgewiesen. Die WZ 2008 ist von der Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev. 2) abgeleitet.

Die Ergebnisse für die Statistiken im Verarbeitende Gewerbe gliedern sich entsprechend der WZ 2008 in die Abschnitte

  • B „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ sowie
  • C „Verarbeitendes Gewerbe“.

Die Befragung wird entweder durch die Statistischen Ämter der Länder (dezentrale Erhebung) oder durch das Statistische Bundesamt (zentrale Erhebung) durchgeführt. Die Statistiken teilen sich in monatliche, vierteljährliche und jährliche Erhebungen auf, die einerseits die konjunkturellen Entwicklungen und andererseits den Aufbau und die Struktur des Sektors darstellen. Zu den dezentralen Konjunkturstatistiken zählen:

  • Monatsbericht einschl. Auftragseingangserhebung für Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden
  • Monatliche und vierteljährliche Produktionserhebung im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

Zu den dezentralen Strukturstatistiken zählen:

  • Jahresbericht für Unternehmen im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
  • Investitionserhebung im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
  • Jahresbericht für Betriebe im Bereich Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

Bei den oben genannten Erhebungen handelt es sich um sogenannte Vollerhebungen mit Abschneidegrenzen. Die Abschneidegrenzen, d.h. die Meldeschwelle, ab der ein Betrieb bzw. ein Unternehmen meldepflichtig ist, variiert zwischen den Erhebungen. So sind beispielsweise zum Monatsbericht für Betriebe alle Betriebe ab mindestens 50 tätigen Personen auskunftspflichtig. In der vierteljährlichen Produktionserhebung melden im Allgemeinen hingegen Betriebe von Unternehmen (rechtliche Einheiten) ab 20 tätigen Personen. Die statistikspezifische Methodik wird in dem jeweiligen Statistischen Bericht näher erläutert.

Vergleichbarkeit der Ergebnisse

Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den bis 2008 nach der WZ 2003 ausgewiesenen Ergebnissen ist nur sehr bedingt möglich. Der Wechsel zur WZ 2008 hatte gravierende Auswirkungen auf den Berichtskreis des Verarbeitenden Gewerbes. So gehören u.a. die Betriebe des Verlagsgewerbes nicht mehr zum Verarbeitenden Gewerbe. Auch innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist es zu zahlreichen Umgruppierungen gekommen. Selbst nach der WZ 2003 und der WZ 2008 namensgleiche Branchen, wie der Maschinenbau, sind anders definiert. Montagen und Installationsleistungen werden nach der neuen WZ 2008 getrennt ausgewiesen.