Methodische Vorbemerkungen

Verarbeitendes Gewerbe

Berichtskreis

Ab 2009 werden die Ergebnisse für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden) in der Abgrenzung der „Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) nachgewiesen. Die WZ 2008 ist von der Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev. 2) abgeleitet. Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den bis 2008 nach der WZ 2003 ausgewiesenen Ergebnissen ist nur sehr bedingt möglich. Der Wechsel zur WZ 2008 hat gravierende Auswirkungen auf den Berichtskreis des Verarbeitenden Gewerbes. So gehören u.a. die Betriebe des Verlagsgewerbes nicht mehr zum Verarbeitenden Gewerbe. Auch innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist es zu zahlreichen Umgruppierungen gekommen. Selbst nach der WZ 2003 und der WZ 2008 namensgleiche Branchen wie der Maschinenbau sind anders definiert. Montagen und Installationsleistungen werden nach der neuen WZ 2008 getrennt ausgewiesen. Um einen Vorjahresvergleich zu ermöglichen, wurden einzelbetrieblich umfangreiche Neuzuordnungen vorgenommen.

In der vorliegenden Veröffentlichung werden zusammengefasste Ergebnisse für die im Rahmen des Monats- und des Jahresberichts für Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden erhobenen Merkmale dargeboten. Neben absoluten Zahlenangaben werden auch Veränderungsraten zum Vorjahresmonat bzw. Vorjahr angegeben. Die jährlich nachgewiesenen Daten, u. a. über Beschäftigte und Umsätze, können sowohl der Beurteilung der konjunkturellen Situation im betreffenden Wirtschaftsbereich als auch der Strukturanalyse dienen.

 

Monatlicher Berichtskreis

Zum monatlichen Berichtskreis gehören nur noch Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten. Damit wurde eine Entlastung der bisher meldenden Betriebe erreicht. Allerdings dienen die monatlichen Ergebnisse nun nur noch konjunkturellen Analysen. So werden monatlich auf Kreisebene nur noch Ergebnisse für das gesamte Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Auf Landesebene wird sich auf die 2-stelligen Ergebnisse der WZ beschränkt.

 

Bauwirtschaft

Ab Berichtsmonat Januar 2009 gilt die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), die von der europaweit gültigen NACE Rev. 2 abgeleitet ist. Die Ergebnisse ab 2009 sind aber mit den bisherigen voll vergleichbar.

Das Baugewerbe ist aufgegliedert in das Bauhauptgewerbe (Gruppen 41.2 Bau von Gebäu-den, 42.1 Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken, 42.2 Leitungstiefbau und Kläranlagen-bau, 42.9 Sonstiger Tiefbau, 43.1 Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellenarbeiten, 43.9 Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten) sowie Ausbaugewerbe (Gruppen 43.2 Bauinstallation und 43.3 Sonstiger Ausbau).

Im Bauhauptgewerbe werden monatliche, im Ausbaugewerbe vierteljährliche Erhebungen bei baugewerblichen Betrieben von Unternehmen des Produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten sowie bei baugewerblichen Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten von Un-ternehmen anderer Wirtschaftsabteilungen durchgeführt. Zusätzlich werden einmal jährlich, zum Berichtsmonat Juni, im Bauhauptgewerbe alle Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten und im Ausbaugewerbe die Betriebe mit 10 bis 19 Beschäftigten für das 2. Berichtsvierteljahr befragt und mit dem jeweiligen Monatsbericht zur Ergänzungserhebung im Bauhauptgewerbe bzw. zur jährlichen Erhebung im Ausbaugewerbe zusammengefasst.

 

Bautätigkeitsstatistik

Die Bautätigkeitsstatistik (Hochbau) erfasst die genehmigungs- oder zustimmungsbedürftigen Baumaßnahmen, bei denen Wohn- oder Nutzraum zu- oder abgeht, baulich verändert oder einem anderen Verwendungszweck zugeführt wird oder durch baupolizeiliche Maßnahmen, Schadensfälle oder Abbruch verloren geht. Baumaßnahmen unter 350 m³ umbauten Raumes oder unter 18 000 Euro Bauaufwand, bei denen kein Wohnraum zu- oder abgeht, werden nicht erfasst. Die statistischen Ermittlungen beziehen sich einerseits auf die von den Bauämtern erteilten Baugenehmigungen für Gebäude und Wohnungen, andererseits nach Abschluss der Baumaßnahmen bzw. Ingebrauchnahme des Gebäudes auf die Baufertigstellungen. Genehmigte, zum Teil begonnene, also noch nicht fertig gestellte Bauvorhaben werden am Ende eines jeden Jahres durch die Bauüberhangserhebung erfasst, die zugleich Auskunft über den erreichten Bauzustand gibt.

 

Wohnungswesen

Der Fortschreibung des Wohnungsbestands bis 2009 liegen die Ausgangsdaten der auf den 31.12.1986 zurückgerechneten Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 1987 zu Grunde. Ab 2010 liegen die Ausgangsdaten der auf den 31.12.2010 zurückgerechneten Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 zu Grunde. Diese Daten werden mit Hilfe der Ergebnisse der jährlichen Bautätigkeitsstatistik (Rohzugang abzüglich der Abgänge) und der Veränderungsmeldungen über die von den ausländischen Streitkräften beanspruchten Wohnungen ergänzt.