Energie in Hessen

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Wie wichtig sie für uns ist, merken wir spätestens bei einem Stromausfall oder wenn die Heizung nicht anspringt – für sämtliche alltägliche Bereiche unserer Lebenswelt brauchen wir Energie. Aber haben Sie eine Idee, wie viele Kilowattstunden wir in Hessen jährlich verbrauchen? Oder welche Energieträger zum Heizen in unserem Bundesland besonders genutzt werden? In unseren Energiestatistiken finden Sie die Antworten.

Die gesetzliche Grundlage für die Erhebungen der Energiestatistik bildet das Energiestatistikgesetz (EnStatG), das seit 2003 Umfang und Merkmalskatalog der Berichtspflicht festlegt und zuletzt im Jahr 2017 novelliert wurde. Die amtliche Energiestatistik gliedert sich in Konjunktur- und Strukturstatistiken sowie die Mengenstatistiken. Diese werden entweder zentral durch das Statistische Bundesamt oder dezentral durch die Statistischen Ämter der Länder durchgeführt.

Die Konjunkturstatistiken bilden die Beschäftigung, die geleisteten Arbeitsstunden und die gezahlten Entgelte in der Energieversorgungswirtschaft ab. In den Strukturstatistiken werden u. a. die Energieversorgungsunternehmen zu ihren getätigten Investitionen und ihrer Kostenstruktur befragt. Die gewonnenen Ergebnisse werden anschließend verwendet, um die Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Hessen und auf Bundesebene zu berechnen. Auch geben sie detailliert Auskunft über die konjunkturellen Entwicklungen dieses Wirtschaftssektors.

Herzstück der Energiestatistiken sind die Mengenstatistiken. Sie bilden sowohl die Strom- und Wärmeerzeugung in Unternehmen der allgemeinen Energieversorgung als auch den Absatz und die Erlöse dieser Unternehmen ab. Darüber hinaus werden die bei den Betreibern von Verteilnetzen eingespeisten Strom- und Wärmemengen und die zu ihrer Erzeugung verwendeten Energieträger, also z. B. Erdgas, Kohle, Holz oder Photovoltaik, erhoben. In Industrieunternehmen findet zudem eine Befragung der Energieverwendung und der Stromerzeugung statt. In die Vergangenheit zurückgehende Zeitreihen ermöglichen, strukturelle Veränderungen in diesem Wirtschaftsbereich zu verfolgen.

Das Zusammenspiel dieser Erhebungen zeichnet ein umfassendes Bild der hessischen Energielandschaft, in dem sowohl die erzeugten und verbrauchten Energiemengen als auch eine detaillierte Darstellung der verwendeten Energieträger abgebildet werden. Darüber hinaus dienen sie als Grundlage für die Analyse der strukturellen Verschiebung der Energieerzeugung und -verwendung hin zu erneuerbaren Energieträgern. Die amtliche Energiestatistik bildet somit nicht nur die Basis für das von der hessischen Landesregierung durchgeführte Energiewendemonitoring, sie ist zudem Ausgangspunkt für die Erstellung der Energiebilanzen und Treibhausgasbilanzen, in denen die hessischen Energieflüsse und die durch den Energieverbrauch verursachten Emissionen nachvollzogen werden können.