Gesundheitswesen in Hessen

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Teaserbild Gesundheit, Statistik Hessen

Wir erfassen umfangreiche Daten zum Thema Gesundheit: Vom Krankenhausaufenthalt bis zum Pflegegeld, von der Einschulungsuntersuchung bis zur Todesursachenstatistik.

Im Rahmen der Pflegestatistik befragen wir ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen in einem zweijährigen Turnus. Hierbei werden u. a. Daten zum Personal der Einrichtungen, deren Leistungsangebot sowie zu den betreuten Patientinnen und Patienten erhoben – eine wichtige Datenbasis, die es dem Land bzw. den Kommunen ermöglicht, ihre Versorgungsstruktur unter Berücksichtigung der steigenden Nachfrage nach Pflegeangeboten entsprechend zu planen.

In der Statistik der Pflegegeldempfänger werden Grunddaten über die Empfängerinnen und Empfänger von Pflegegeld einschließlich der Empfänger von Kombinationsleistungen erhoben, um so Auskunft über die Situation in der häuslichen Pflege zu erhalten. Die Erhebung wird zentral durch das Statistische Bundesamt durchgeführt, die jeweiligen Statistischen Landesämter, also auch wir, nutzen die Ergebnisse wiederum, um sie mit den Ergebnissen der Pflegestatistik zu kombinieren und so einen Gesamtüberblick über das Thema Pflege zu erhalten.

Die jährliche Krankenhausstatistik liefert u. a. Informationen über die Ausstattung der Einrichtungen, die Personalstrukturoder auch die Patientenbewegung. Diese Daten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Gesundheits- und Sozialministerien des Bundes bzw. der Länder, wissenschaftliche Einrichtungen, Spitzen- und Landesverbände aus dem Bereich Gesundheitsfürsorge sowie Medien und die breite Öffentlichkeit.

Bei der Krankenhausdiagnosestatistik handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung von Patienten und Patientinnen, die im Berichtsjahr aus der vollstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen wurden. Informationen über Alter, Verweildauer, Wohn- und Behandlungsort und die Art der Erkrankung der vollstationär behandelten Patienten und Patientinnen sowie Erkenntnisse zu Volumen und die Struktur der Leistungsnachfrage und der Morbiditätsentwicklung in der stationären Versorgung sind die wichtigsten Ergebnisse.

Die Todesursachenstatistik ist eine jährliche Vollerhebung. Datengrundlage sind die Todesbescheinigungen, die im Rahmen der Leichenschau ausgestellt werden. Ausgewertet werden die für die Todesursachenstatistik vorgesehenen Teile der Todesbescheinigung. Aus ihnen wird das sogenannte Grundleiden abgeleitet, also diejenige Todesursache, die als ursächlich für den Tod anzunehmen ist. Die Diagnose des Grundleidens erfolgt nach der ICD, der internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Dadurch sind die Daten überregional vergleichbar.

Die Schwangerschaftsabbruchstatistik wird quartalsweise vom Statistischen Bundesamt durchgeführt und gibt einen Überblick über die Größenordnung, Struktur und Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche sowie über ausgewählte Lebensumstände der betroffenen Frauen. Damit werden wichtige Informationen im Zusammenhang mit den Hilfen für Schwangere in Konfliktsituationen sowie über Maßnahmen zum Schutz des ungeborenen Lebens zur Verfügung gestellt.

Eine Geschäftsstatistik im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ist die Erhebung der Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen. Die Kreisgesundheitsämter erfassen die Untersuchungsergebnisse der jährlich einzuschulenden Kinder und stellen diese in Form von Datensätzen zur Verfügung. Nach der Zusammenführung und erster Plausibilisierung im HSL wird das Landesergebnis zur weiteren Verwendung dem HMSI zur Verfügung gestellt.