Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation – Verfahren 2019

Hessen zählte im Jahr 2019 fast 6 000 Anträge auf Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation – 63 Prozent der Anträge stellten Frauen.

Im Jahr 2019 gingen in Hessen 6 000 Anträge auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation ein. Das ist ein Anstieg um etwa 12 Prozent gegenüber 2018. Frauen reichten mit 3 740 Anträgen (63 Prozent) die Mehrheit der Anträge ein. Die meisten Antragstellerinnen und Antragsteller (2 560 Personen) strebten dabei eine Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegekraft an. Weiterhin stellten rund 600 Ärztinnen und Ärzte sowie etwa 330 Ingenieurinnen und Ingenieure einen Antrag auf Anerkennung ihrer Qualifikation.

Mit 67 Prozent stellten überwiegend Personen, die ihre Berufsqualifikation in Europa erwarben, einen Antrag; 41 Prozent davon erhielten ihre Qualifikation in einem zur EU gehörenden Staat. Betrachtet man die Ausbildungsstaaten im Einzelnen, dann belegten die südosteuropäischen Länder Serbien und Bosnien-Herzegowina mit 870 bzw. 640 Antragstellenden die ersten beiden Plätze. Auf Rang drei folgten die Philippinen mit 480 Anträgen.

Anerkennungsverfahren nach Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz und Hessischem Berufsqualifikationsfestellungsgesetz 2019

Bis zum 31. Dezember 2019 schlossen die prüfenden Stellen in Hessen insgesamt 4 010 der knapp 6 000 Verfahren auf Anerkennung ab; das entspricht rund 67 Prozent der Anträge. Davon wurden 3 900 (97 Prozent) positiv beschieden. Bei 3 Prozent (110 Anträge) konnte eine Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation nicht ausreichend nachgewiesen werden.

Im Zeitraum von 2012 bis 2019 wurde die Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation mit einem deutschen Referenzberuf bei insgesamt rund 20 600 Frauen und Männern in Hessen anerkannt.

Mehr Informationen und methodische Hinweise zum Berufsqualifikationsfeststellungsverfahren in Hessen finden Sie auf unserer Fachseite.

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