Asylbewerberinnen und -bewerber im Jahr 2019

Am 20.Juni ist Weltflüchtlingstag. Aus diesem Anlass fragen wir: Wie viele Asylbewerberinnen und -bewerber empfingen in Hessen im Jahr 2019 Leistungen und woher kommen die Schutzsuchenden?

Ende des Jahres 2019 erhielten in Hessen 26 860 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, das waren 8 % weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger sank damit das dritte Jahr in Folge.

Herkunft der Asylbewerberinnen und -bewerber

Mit 17 090 Personen stammte die Mehrheit der Empfängerinnen und Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2019 aus Asien. Darunter bildeten Menschen aus Afghanistan mit 7 320 die größte Gruppe, gefolgt von 2 570 Personen aus dem Iran, 2 550 Menschen aus dem Irak und 2 240 aus Pakistan. Zudem hatten 1 510 syrische Bewerberinnen und Bewerber Anspruch auf Asylbewerberleistungen.

Am zweithäufigsten suchten Menschen aus Afrika in Hessen Schutz (insgesamt 5 670 Personen). Allen voran erhielten Asylbewerberinnen und -bewerber aus Somalia (1 390), Äthiopien (1 230) und Eritrea (980) Leistungen.

Während die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger aus nicht-europäischen Herkunftsländern im Vergleich zu 2018 abnahm, wuchs die Zahl der Asylbewerberinnen und -bewerber aus Europa im Jahr 2019 um knapp 7 % auf 3 590. Den 2 170 Asylbewerbungen aus der Türkei folgten an zweiter Stelle 770 Anträge aus der russischen Föderation.

Asylbewerber 2019

Alter und Geschlecht der Antragstellenden

Überwiegend junge Menschen suchten in Hessen Asyl: Das Durchschnittsalter lag bei 25 Jahren. 30 % aller Bewerberinnen und Bewerber waren minderjährig, 20 % waren zwischen 18 und 25 Jahre alt, die drittgrößte Gruppe bildeten mit gut 35 % die 25- bis unter 40-Jährigen, gefolgt von Empfängerinnen und Empfängern, die 40 Jahre und älter waren (15 %).

Zwei Drittel der Leistungsempfangenden waren männlich.

Höhe der Asylbewerberleistungen

2019 hat Hessen knapp 401 Millionen Euro brutto für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz aufgewendet. Das sind knapp 43 Millionen und damit 10 % weniger als im Jahr 2018.

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