Arbeitskosten

Konzept der Datengewinnung

Die Arbeitskostenerhebung (AKE) ist eine repräsentative Stichprobenerhebung mit Auskunftspflicht. Sie richtet sich an Unternehmen sowie deren Betriebe. Die AKE bildet alle vier Jahre alle Branchen des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs (Abschnitte B bis S der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 – WZ 2008) ab. In den Wirtschaftszweigen O "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung" sowie P "Erziehung und Unterricht" wird aufgrund der Nutzung von Verwaltungsdaten (Personalstandsstatistik, inkl. Beamtinnen und Beamte) fast komplett auf eine Erhebung verzichtet. Aus allen anderen Unternehmen wird für die AKE eine einstufige, geschichtete Stichprobe gezogen. Schichtungsmerkmale sind Bundesland (16 Bundesländer), Wirtschaftszweig des Unternehmens (81 Abteilungen) und der Zahl der Beschäftigten des Unternehmens (fünf Größenklassen). Für die Erhebung 2016 wurden in Deutschland 32 000 Unternehmen (Hessen: rund 2 500 Unternehmen) ausgewählt. Die Merkmale der AKE werden mit Hilfe des formularbasierte Meldeverfahrens IDEV (Internet Datenerhebung im Verbund) erhoben. Das Verdienststatistikgesetz (VerdStatG) sowie mehrere EU-Verordnungen schreiben die regelmäßige und pünktliche Durchführung der Erhebung und die Verwendung international vereinheitlichter Konzepte genau vor. Auskunftspflichtig sind die Inhaber der in die Erhebung einbezogenen Unternehmen sowie die mit deren Leitung Beauftragten (vgl. § 8 Absatz 1 VerdStatG und Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 530/1999 in Verbindung mit §§ 15, 18 Bundesstatistikgesetz (BStatG)).

Vorbereitung und Durchführung der Datengewinnung

Die Arbeitskostenerhebung ist eine dezentral durchgeführte Statistik. Für die Erhebung, Prüfung und Aufbereitung der Länderergebnisse sind die Statistischen Landesämter zuständig. Die Aufgaben des Statistischen Bundesamtes sind zum einen die methodische Vorbereitung und Weiterentwicklung dieser Statistik, die Zusammenführung der Länderergebnisse zu einem Bundesergebnis und dessen Veröffentlichung.

Datenaufbereitung (einschl. Hochrechnung)
Im Rahmen der Plausibilitätsprüfungen fragt das Hessische Statistische Landesamt bei fehlenden oder unplausiblen Angaben beim Auskunftspflichtigen nach und korrigiert bei entsprechender Nachmeldung anschließend ggfs. einzelne Werte.

Da es sich bei der AKE um eine Stichprobenerhebung handelt, werden die plausibilisierten Ergebnisse der Stichprobenbetriebe mittels einer gebundenen Hochrechnung nach der Methode Generalised regression estimator (GREG) hochgerechnet. Die für GREG typischen Hilfsvariablen waren die Anzahl der Vollzeit-, der Teilzeit- und der geringfügig entlohnt Beschäftigten des Unternehmens im Jahresdurchschnitt 2016 laut Verwaltungsdatenspeicher 2016 der statistischen Ämter.