Methodische Vorbemerkungen

Umsatzsteuerstatistik

Die Umsatzsteuerstatistik wird seit 1996 jährlich durchgeführt. Sie erfasst die Umsätze im steuerrechtlichen Sinne, d.h. neben einer Vielzahl anderer Merkmale vor allem die Entgelte für Lieferungen und Leistungen und für innergemeinschaftliche Erwerbe sowie die Vorauszahlungsbeträge an Umsatzsteuer, jeweils in regionaler und wirtschaftlicher Gliederung. Zähleinheit ist das Unternehmen. Dadurch sind die Umsätze außerhessischer Zweigbetriebe in den Ergebnissen enthalten, nicht dagegen die Umsätze der in Hessen gelegenen Filialen von Unternehmen mit Hauptsitz in einem anderen Bundesland. Die Zuordnung nach Wirtschaftsbereichen erfolgt nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt. So wird z.B. ein Unternehmen mit Umsatzschwerpunkt im Großhandel, das auch Einzelhandelsumsätze tätigt, mit seinen gesamten steuerbaren Umsätzen.

Steuern vom Einkommen

Die Statistiken über die Steuern vom Einkommen bringen im Abstand von drei Jahren in der zusammengefassten Lohn- und Einkommensteuerstatistik Angaben zum Einkommen der natürlichen Personen. Da die Statistik einen Großteil der in der Einkommensteuererklärung erforderlichen Merkmale enthält, sind detaillierte Rückschlüsse auf Art und Höhe des Einkommens der hessischen Bevölkerung und dessen Besteuerung möglich. In die Körperschaftsteuerstatistik einbezogen sind die mit Einkommen veranlagten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Alle Angaben liegen in regionaler Gliederung vor.

Gewerbesteuerstatistik

Seit ca. 25 Jahren wurde 1995 erstmals wieder eine Gewerbesteuerstatistik durchgeführt. In dieser Statistik werden in wirtschaftlicher und regionaler Gliederung die Steuermessbeträge für den Gewerbeertrag und das Gewerbekapital der hessischen Gewerbebetriebe und Betriebsstätten nachgewiesen. Anders als in der Umsatzsteuerstatistik werden die Steuermessbeträge eines Unternehmens — auch im Austausch mit den anderen Bundesländern — auf die einzelnen Betriebsstätten umgelegt. Die wirtschaftliche Zuordnung nach dem Schwerpunktprinzip gilt jedoch auch für diese Statistik. Hintergrund der Durchführung der Gewerbesteuerstatistik ist vor allem der Wegfall der Gewerbekapitalsteuer. Die Höhe der hierdurch den Gemeinden entstehenden finanziellen Einbußen sollen durch die Statistik ermittelt und in die Schlüsselzahlberechnung für die Kompensation der Gemeinden aus der Umsatzsteuer verwendet werden.