Migration und Integration

Ausländische Bevölkerung in Hessen am Jahresende 2017 nach ausgewählten Staatsangehörigkeiten
Ausländische Bevölkerung in Hessen am Jahresende 2017 nach ausgewählten Staatsangehörigkeiten

Diese Grafik enthält Ergebnisse der Bestandsauszählungen des Ausländerzentralregisters, das seit dem 1. Januar 2005 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt wird. Neben dem Zensus dient die Bestandsauszählung als einzige Informationsquelle über die Staatsangehörigkeit und die Aufenthaltsdauer von Ausländerinnen und Ausländern. Obwohl die Auszählungen des Ausländerzentralregisters wie auch die Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung gleiche Entwicklungen signalisieren, weichen sie doch infolge methodischer und zeitlicher Unterschiede in ihren Bestandszahlen voneinander ab.
Nach dem Aufenthaltsgesetz vom 30. Juli 2004 gelten als Ausländer alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 GG sind. Dazu zählen auch Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Die Mitglieder der Stationierungsstreitkräfte, der ausländischen Vertretungen im Bundesgebiet sowie deren Familienangehörige unterliegen nicht diesen Bestimmungen.

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Einbürgerungen in Hessen seit dem Jahr 2000
Einbürgerungen in Hessen seit dem Jahr 2000

Das Balkendiagramm zeigt die Entwicklung der Einbürgerungen von Ausländern seit Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts. Bei der Einführung gab es einen Einbürgerungsschub und mit 20 441 Einbürgerungen im Jahr 2000 wurde der bisher höchste Wert erreicht. In den Folgejahren war die Entwicklung tendenziell rückläufig und die Zahl der Einbürgerungen sank bis auf 11 496 im Jahr 2017.

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Erstanträge von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in Hessen

In diesem Balkendiagramm werden die Erstanträge von Asylbewerberinnen- und bewerbern in Hessen von 2010 bis 2017 dargestellt. Als Erstantrag bezeichnet man einen erstmalig gestellten Antrag auf Asyl. Deutlich erkennbar ist der ab 2012 zunächst langsam, ab 2015 sprunghafte Anstieg der Asylanträge im Zuge der Flüchtlingskrise. Der hohe Anstieg der Erstanträge von rund 3000 in den Jahren 2010/2011 bis auf 65 500 im Jahr 2016 ist mehrheitlich auf Schutzsuchende aus Syrien und Afghanistan zurückzuführen. 2017 fallen diese dann, mit einer Anzahl von rund 14 700, fast auf den Jahreswert von 2014 ab.

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