14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung (KBV)

Bevoelkerungsentwicklung Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner bis2060
Bevoelkerungsentwicklung Veränderung der Altersstruktur bis 2060

Landesergebnis 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung
Variante 2 - Moderate Entwicklung

Entwicklung der Bevölkerung in Hessen bis 2060 nach Altersgruppen

Entwicklung der Bevölkerung in Hessen von 2019 bis 2060 nach Einzelalter und Geschlecht

Lebendgeborene, Gestorbene und Wanderungssaldo der Bevölkerung in Hessen von 2019 bis 2060


Methodische Hinweise und Erläuterungen zur 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (KBV)

Die koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes basieren auf bundesweit abgestimmten Annahmen über die künftige Entwicklung der Geburten und Sterbefälle sowie der Zu- und Fortzüge auf Länderebene. Vergleiche der demografischen Entwicklung zwischen den Ländern sind daher möglich. Die Festlegung der Annahmen stützt sich im Wesentlichen auf Analysen der bisherigen Entwicklung und der als wahrscheinlich erachteten Veränderungen.

Die Berechnungen beruhen auf der Komponentenmethode, d. h. eine Ausgangsbevölkerung wird Jahr für Jahr fortgeschrieben, indem Gestorbene und Fortgezogene abgezogen und Zugezogene hinzugezählt werden. Die im Laufe des Jahres Lebendgeborenen bilden jeweils die neue Kohorte der unter Einjährigen des darauffolgenden Jahres. Dieses Verfahren wird für jedes Berechnungsjahr und unter Berücksichtigung der Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Komponenten durchgeführt.

Langfristige Bevölkerungsvorausberechnungen sind keine Prognosen. Sie haben vielmehr Modellcharakter und zeigen auf, wie sich die Bevölkerung im Umfang und in der Alters- und Geschlechtsstruktur unter den getroffenen Annahmen verändern könnte. Dabei ist die räumliche Bevölkerungsbewegung am schwierigsten einzuschätzen.

Im Hinblick auf die bestehenden Unsicherheiten bei den Wanderungsbewegungen wurden bei der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung auf Länderebene drei Varianten mit unterschiedlich hoher Nettozuwanderung aus dem Ausland bei ansonsten gleichen Annahmen für Deutschland zur Geburtenhäufigkeit (1,55 Kinder je Frau) und Lebenserwartung (bei Geburt 2060 für Jungen 84,4, für Mädchen 88,1 Jahre) berechnet. Die Annahmen zum durchschnittlichen Wanderungssaldo für das Bundesgebiet liegen in einem Korridor von jährlich 147 000 (Variante 1) bis zu 311 000 (Variante 3) Personen. Die mittlere Variante 2 rechnet mit einer Nettozuwanderung aus dem Ausland von 221 000 Personen jährlich.

Eine ausführliche Erläuterung der den Berechnungen zugrundeliegenden Annahmen finden Sie hier.

Den Ergebnissen für Hessen (Variante 2) liegen folgende Annahmen zu Grunde:

  • Die Nettozuwanderung aus dem Ausland nimmt kontinuierlich zwischen 2019 (32 700 Personen) und 2026 ab und liegt dann bis 2060 bei 18 500 Personen. Bis 2025 wandern aus dem Ausland im Durchschnitt 26 600 Personen (netto) zu. Der Wanderungsaustausch mit dem übrigen Bundesgebiet (Binnenwanderung) schlägt bis zum Jahr 2039 mit durchschnittlich minus 3 100 Personen negativ zu Buche. Ab 2040 bleiben die Binnenwanderungen in der Vorausberechnung unberücksichtigt. Hieraus ergibt sich im Zeitraum von 2019 bis 2025 ein jährlicher Gesamtwanderungssaldo von 22 900 Personen und zwischen 2026 und 2039 von 15 600 Personen.
  • Die Lebenserwartung eines männlichen Neugeborenen liegt 2060 bei 84,8 Jahren und bei weiblichen Neugeborenen bei 88,2 Jahren.
  • Die durchschnittliche Geburtenhäufigkeit stabilisiert sich bei 1,55 Kindern je Frau.

Das Hessische Statistische Landesamt wird auf Grundlage der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, Variante 2, eine regionalisierte Vorausberechnung auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte erstellen. Die auf dem Bevölkerungsstand vom 31.12.2018 berechneten Ergebnisse liegen im Herbst 2019 vor.