Der Zensus in Zeiten der Corona-Pandemie

Seit ihrem Ausbruch zu Anfang des Jahres 2020 beherrscht die Corona-Pandemie unser Leben. Die Folgen der Krise sind in allen Lebensbereichen deutlich zu spüren. Auch der Zensus 2022 findet aufgrund der immer noch vorherrschenden Pandemielage unter besonderen Umständen statt.

Für die Haushaltebefragung bedeutet das, dass der persönliche Kontakt zwischen den auskunftspflichtigen Personen und den Interviewerinnen und Interviewern so gering gehalten wird wie nur möglich. Lediglich zentrale Angaben werden in einem sehr kurzen Interview persönlich abgefragt, alle anderen Fragen werden online beantwortet. Außerdem wurde ein umfangreiches Hygienekonzept mit höchsten Infektionsschutzmaßnahmen erarbeitet, das stets an die aktuelle Pandemieentwicklung angepasst wird. Mehr Informationen zur Haushaltebefragung in Hessen im Rahmen des Zensus 2022 finden Sie auf dieser Seite, den Musterbogen zur Haushaltebefragung finden Sie auf dieser SeiteÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung wurde komplett auf eine persönliche Befragung verzichtet: Die auskunftspflichtigen Personen wurden postalisch vom Hessischen Statistischen Landesamt angeschrieben und beantworteten die Fragen über einen Online-Fragebogen (bzw. auf Wunsch postalisch über einen Papierfragebogen). Mehr Informationen zur Gebäude- und Wohnungszählung in Hessen im Rahmen des Zensus 2022 finden Sie auf dieser Seite.

Interviewerinnen und Interviewer: umfassend geschult und bestens ausgerüstet

Interviewerinnen und Interviewer, die im Rahmen des Zensus 2022 Befragungen durchführen, werden von den örtlichen Erhebungsstellen in den Städten und Gemeinden beauftragt. Das Hessische Statistische Landesamt (HSL) wird bei der Auswahl der Interviewerinnen und Interviewer nicht miteinbezogen.

Das HSL hat für die Zensus-Befragungen in Hessen die finanziellen Mittel für ein umfangreiches Hygienepaket bereitgestellt: Alle hessischen Erhebungsstellen statten die Interviewerinnen und Interviewer mit FFP2 („Filtering Face Piece“) -Masken, Desinfektionsmittel und Einweghandschuhen aus.

Die Interviewerinnen und Interviewer sind umfassend zu den Hygienemaßnahmen für ihre Tätigkeit im Rahmen des Zensus geschult wurden.

In den Hygienemaßnahmen der Erhebungsstellen sind folgende Punkte für die Arbeit der Interviewerinnen und Interviewer geregelt:

  • wie lange die FFP2-Masken höchstens getragen werden dürfen (maximale Tragedauer),
  • wie häufig die Masken gewechselt werden müssen,
  • wie häufig die Hände zu desinfizieren sind,
  • in welchen Fällen Einweghandschuhe zu tragen sind,
  • wie der Zutritt zu Wohnbereichen vermieden wird und welche Ausnahmen gestattet sind,
  • wie die Befragung so kurz wie möglich gestaltet wird (maximale Befragungsdauer).

Neben den umfangreichen Hygienemaßnahmen achten die Interviewerinnen und Interviewer während ihrer Arbeit auch besonders auf die eigene Gesundheit. So prüfen sie ihr eigenes Befinden vor jedem Arbeitstag genau und führen keine Interviews und Begehungen durch, wenn sie sich nicht völlig gesund fühlen bzw. Krankheitssymptome aufweisen. Auch zu diesem Thema sind die Interviewerinnen und Interviewer vorab umfassend von den Erhebungsstellen geschult worden.

Darüber hinaus erfolgen die Befragungen nicht nur unter strengen Vorgaben zum Infektionsschutz, sondern auch zum Datenschutz: Alle am Zensus beteiligten Personen – und damit auch die Interviewerinnen und Interviewer – haben sich zur statistischen Geheimhaltung verpflichtet und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Mehr Informationen zum Datenschutz beim Zensus 2022 finden Sie auf dieser Seite.

Haushaltebefragung während der Pandemie: kontaktarm und kurz

An oberster Stelle beim Zensus 2022 steht die Gesundheit aller beteiligten Personen. Deswegen beschränkt sich der direkte Kontakt zwischen den Interviewerinnen bzw. Interviewern und den auskunftspflichtigen Personen auf das absolut Notwendige.

Die auskunftspflichtigen Personen erhalten zunächst eine Benachrichtigung in ihrem Briefkasten. Zum Termin, der in der Benachrichtigung angegeben ist, werden sie nur wenige Minuten an der Haus- oder Wohnungstür von einer Interviewerin bzw. einem Interviewer befragt. Der Großteil der Fragen kann und soll online beantwortet werden. Den Musterfragebogen für die Online-Befragung finden Sie auf dieser SeiteÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Der persönliche Besuch an der Wohnadresse durch die Interviewerin bzw. den Interviewer ist notwendig, um eine sogenannte Existenzfeststellung durchzuführen. Das heißt, es wird vor Ort ermittelt, welche Personen tatsächlich in der Wohnung wohnen. Hierfür muss die an der Wohnung angetroffene Person der Interviewerin bzw. den Interviewer für alle in der Wohnung lebenden Personen diejenigen Angaben mitteilen, die für eine sichere Identifikation aller Haushaltsmitglieder benötigt werden. Diese sogenannten Kernmerkmale sind Familienname, Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht. Außerdem müssen die Staatsangehörigkeit und die Zahl der Personen im Haushalt angegeben werden. Anschließend gibt die Interviewerin bzw. der Interviewer Zugangsdaten aus, damit die Personen weitere Angaben über einen Online-Fragebogen mitteilen können.

Bereits beim Einwerfen der Terminankündigung durch die Interviewerin bzw. den Interviewer müssen strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Hierbei achten die Interviewerinnen und Interviewer strikt auf die Handhygiene und tragen Einweghandschuhe. Sofern die Briefkästen in einem Gebäude bzw. in einem geschlossenen Raum liegen, müssen die Interviewerinnen und Interviewer zusätzlich eine FFP2‑Maske tragen.

Auch während der vereinbarten Interviews tragen die Interviewerinnen und Interviewer FFP2-Masken, unabhängig davon, ob das Interview draußen vor der Haustür oder in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Hausfluren von Mehrfamilienhäusern, stattfindet. Nur auf ausdrücklichen Wunsch der auskunftspflichtigen Personen und mit beiderseitigem Einverständnis wird ein Interview in der Wohnung der Befragten durchgeführt (zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen der auskunftspflichtigen Personen).

Sonderfall: Befragung an Gemeinschaftsunterkünften

Wenn die Interviewerinnen und Interviewer zur Befragung in Gemeinschaftsunterkünften, zum Beispiel in Altersheimen oder Pflegeheimen, eingesetzt werden, ist das Wichtigste, dass sie den direkten und indirekten Kontakt zu den dort lebenden Personen vermeiden, da diese Personengruppen, beispielsweise aufgrund hohen Alters oder Vorerkrankungen, einem besonders hohem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Daher geben die Einrichtungsleitungen zu allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Gemeinschaftsunterkünften Auskunft. Die Erhebung an Gemeinschaftsunterkünften erfolgt im Standardfall kontaktarm als reine Online-Erhebung. Ein persönlicher Kontakt entsteht nur in dem Moment, in dem der Einrichtungsleitung in der Gemeinschaftsunterkunft Unterlagen mit den Zugangsdaten zum Online-Portal übergeben werden.

Mehr Informationen zur Befragung an den Gemeinschaftsunterkünften finden Sie auf dieser Seite, den Musterfragebogen finden Sie auf dieser SeiteÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Situation zum Stichtag 15. Mai 2022

Unsere Infektionsschutzmaßnahmen entsprechen stets den aktuell in Hessen geltenden Vorgaben zum Umgang mit der Corona-Pandemie und werden im Falle von Änderungen umgehend angepasst. Wir können versichern, dass beim Zensus 2022 die Gesundheit aller beteiligten Personen an oberster Stelle steht.

Weitere Informationen zum Zensus 2022 finden Sie unter www.zensus2022.deÖffnet sich in einem neuen Fenster sowie auf unseren FAQ-Seiten (häufig gestellte Fragen) zum Zensus 2022.

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