Die Zahl der Erwerbstätigen steigt 2018 in allen hessischen Regionen

Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“

In allen 26 kreisfreien Städten und Landkreisen Hessens stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2018 gegenüber 2017. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts verzeichnete die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main mit 2,7 % den höchsten Zuwachs an Erwerbstätigen. Es folgten der Main-Taunus-Kreis (plus 2,4 %) und der Landkreis Groß-Gerau (plus 2,0 %). Geringe Zuwächse verzeichneten der Odenwaldkreis und der Werra-Meißner-Kreis (jeweils plus 0,3 %). Im Vogelsbergkreis blieb die Zahl der Erwerbstätigen nahezu unverändert. Insgesamt erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl der kreisfreien Städte und Landkreise um 1,5 % auf 3 498 400.

Erwerbstätige in den Regierungsbezirken

Im Vergleich der drei Regierungsbezirke wies der Regierungsbezirk Darmstadt mit 1,8 % die stärkste Zunahme der Erwerbstätigkeit auf, gefolgt von den Regierungsbezirken Gießen (plus 1,2 %) und Kassel (plus 0,8 %).

Rund zwei Drittel oder 2 318 700 der hessischen Erwerbstätigen hatten 2018 ihren Arbeitsplatz im Regierungsbezirk Darmstadt. Allein in der Stadt Frankfurt am Main waren 722 800 Personen oder 20,7 % aller Erwerbstätigen in Hessen beschäftigt. Dies waren mehr als jeweils in den Regierungsbezirken Kassel (655 000 Erwerbstätige oder 18,7 %) und Gießen (524 800 oder 15,0 %).

Erwerbstätige im Dienstleistungsbereich

In allen kreisfreien Städten und Landkreisen waren die Erwerbstätigen mehrheitlich im Dienstleistungsbereich tätig. Die Spanne der Anteile in den Regionen reichte von 61,8 % im Landkreis Kassel bis 89,3 % in Frankfurt am Main. Im Durchschnitt aller Regionen hatten 78,1 % der Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz im Dienstleistungsbereich.

Marginal Beschäftigte

In Hessen waren 2018 durchschnittlich 403 300 Erwerbstätige marginal beschäftigt. Dies waren 11,5 % aller Erwerbstätigen. Zu den marginal Beschäftigten zählen Erwerbstätige, die ausschließlich einer geringfügig entlohnten oder kurzfristigen Beschäftigung nachgehen, und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten. Den regional höchsten Anteil der marginal Beschäftigten an den Erwerbstätigen insgesamt verzeichnete der Rheingau-Taunus-Kreis mit 16,5 %. Die Stadt Frankfurt am Main verzeichnete mit 7,0 % den mit Abstand geringsten Wert. Die marginale Beschäftigung wird seit dem Berichtsjahr 2003 nachgewiesen und erreichte in Hessen im Jahr 2009 mit 444 100 Personen ihren bisherigen Höchststand. Deren Zahl war – wie bereits 2017 – auch im Jahr 2018 rückläufig.

Weitere Auskünfte erhalten Sie von Herrn Mario Tränkle:
Telefon: 0611 3802-403
E-Mail: etr@statistik.hessen.de

Hinweise
Bei den vorgelegten Ergebnissen für kreisfreie Städte und Landkreise, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 20. August 2019 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR), dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Neben der Erstveröffentlichung der Erwerbstätigenzahlen des Jahres 2018 stellt der AK ETR heute revidierte Ergebnisse der Erwerbstätigen in den Jahren 1991 bis 2017 bereit. Mit dieser Revision wurden die Berechnungen zum Teil auf neue oder aktualisierte Datenquellen umgestellt. Weitere Informationen zur Revision finden Sie unter https://www.statistikportal.de/de/etr/generalrevision-2019. Aktuelle und weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können Sie auf der Homepage des AK ETR unter http://www.aketr.de/ abrufen.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.