CO2-Emissionen in Hessen 2018

2018 wurden in Hessen 34,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Der CO2-Ausstoß bestand zu 98 % aus energiebedingten Emissionen und zu 2 % aus prozessbedingten Emissionen.

Energiebedingte Emissionen entstehen durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdgas oder Mineralöle. Prozessbedingte Emissionen werden bei chemischen Reaktionen in Produktionsprozessen direkt freigesetzt. Für die Erwärmung des globalen Klimas ist CO2 mengenmäßig das bedeutendste Treibhausgas.

Der energiebedingte CO2-Ausstoß ist in Hessen in den vergangenen 20 Jahren gesunken. Nachdem er bis Mitte der 1990er Jahre gestiegen war, erreichte er 1996 mit 50,2 Millionen Tonnen seinen absoluten Höchstwert. Seitdem ist er zurückgegangen: 2018 wurde in Hessen energiebedingt 20 % weniger CO2 als 1990 bzw. 32 % weniger CO2 als 1996 ausgestoßen.

Die CO2-Emissionen der Haushalte sowie in Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sanken langfristig am stärksten, sie schwanken jedoch witterungsbedingt. Der CO2-Ausstoß der Energieversorgung sank zuletzt, lag jedoch nur geringfügig unter dem Emissionsniveau von 1990. Die hessische Industrie reduzierte ihren CO2-Ausstoß gegenüber 1990 deutlich, in den vergangenen zehn Jahren blieb das Emissionsniveau allerdings konstant. Im Verkehrssektor sank der CO2-Ausstoß 2018 erstmals seit 2012 gegenüber dem Vorjahr wieder und liegt damit geringfügig unter dem Emissionsniveau von 1990.

Energiebedingte CO2-Emissionen in Hessen von 1990 bis 2018 nach Emissionssektoren

Noch mehr Zahlen und Fakten zum Thema finden Sie im aktuellen CO2-Bericht.

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E-Mail: Tobias.Lentz@statistik.hessen.de

Hinweis: Die Berechnung der energiebedingten CO2-Emissionen erfolgt jedes Jahr im Frühjahr auf Basis der hessischen Energiebilanz, die das Hessische Statistische Landesamt (HSL) jährlich im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen erstellt. Da CO2 einen großen Anteil an den hessischen Emissionen besitzt, erstellt das HSL im Frühjahr einen CO2-Bericht, aus dem die oben genannten Daten stammen.

Den Bericht zu den CO2-Emissionen sowie die hessische Treibhausgasbilanz erstellt das HSL jährlich im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In der Treibhausgasbilanz werden neben CO2 zusätzlich die in Hessen anfallenden Emissionsmengen von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) erfasst. Die Berechnung der CH4- und N2O-Emissionen erfolgt im Rahmen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder. Diese Daten liegen in der Regel im Herbst vor. Das Emissionsgeschehen wird mit einer Verzögerung von zwei Jahren abgebildet (z. B. werden 2020 Emissionsdaten für 2018 veröffentlicht).

Bei der Bewertung der Daten sollte beachtet werden, dass die CO2-Emissionen für 2018 auf einem vorläufigen Datenstand basieren, der teilweise Schätzungen enthält. Per Konvention werden die CO2-Emissionen des internationalen Luftverkehrs in der hessischen Emissionsbilanz nicht berücksichtigt, sie werden im CO2-Bericht jedoch nachrichtlich ausgewiesen. Eine Bewertung der aktuellen Emissionsentwicklung erfolgt in der Regel durch den Bezug auf das Basisjahr 1990.