Zahl der Gasthörerinnen und Gasthörer an den hessischen Hochschulen nimmt weiterhin zu

Im laufenden Wintersemester 2019/20 wurden von den hessischen Hochschulen — neben 264 600 immatrikulierten Studierenden — insgesamt 977 Gasthörerinnen und Gasthörer gemeldet. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, sind dies 96 mehr als im Wintersemester 2018/19. Der Frauenanteil liegt bei 46,6 Prozent.

Gasthörerinnen und Gasthörer können auch ohne Abitur einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen an den Hochschulen besuchen. Sie erhalten Hörerscheine, sind jedoch nicht prüfungsberechtigt. Dem sogenannten Seniorenstudium kommt eine besondere Bedeutung zu, weil über die Hälfte der Gasthörerinnen und Gasthörer älter als 60 Jahre ist. 44 Personen haben sogar das 80. Lebensjahr vollendet. Etwa 30 Prozent der Gaststudierenden sind jünger als 40 Jahre.

Bei den Gasthörerinnen und Gasthörern sind die Geisteswissenschaften am beliebtesten. Die Hälfte der Hörerscheine wurden von den Hochschulen für Veranstaltungen in dieser Fächergruppe ausgegeben (hauptsächlich in Theologie und Geschichte). Weitere 20 Prozent der Scheine wurden in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und knapp 12 Prozent in den Ingenieurwissenschaften verteilt.

7 von 10 Gasthörerinnen und Gasthörern belegen Veranstaltungen an einer der 5 staatlichen Universitäten, die meisten davon an der Universität in Kassel (211). Danach folgen die Universitäten in Darmstadt (138), Marburg (133), Frankfurt am Main (126) und Gießen (82). Die Fachhochschulen besuchen 129, die Theologischen Hochschulen 117 und die Kunsthochschulen 41 Gasthörerinnen und Gasthörer.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Ulrike Schedding-Kleis
Telefon: 0611 3802-338
E-Mail: hochschulstatistik@statistik.hessen.de

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