Verwendung von Treibhausgasen in hessischen Unternehmen sinkt um 11 Prozent

372 Tonnen klimawirksamer Fluorkohlenwasserstoffe verwendeten die hessischen Unternehmen im Jahr 2014 im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamts entsprach dies einem Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die betreffenden Stoffe wurden im Umfang von 363 Tonnen (97 Prozent) als Kältemittel eingesetzt, zum Beispiel in Klimaanlagen. Die größte Einzelmenge entfiel mit 221 Tonnen (59 Prozent) auf das Kältemittel R134a.

Die klimawirksamen Stoffe fanden vorwiegend in neuen Produkten aus dem Maschinenbau (111 Tonnen bzw. 30 Prozent) sowie aus der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (101 Tonnen bzw. 27 Prozent) Verwendung. Größere Mengen dieser Stoffe wurden bei der Installation von Lüftungs- und Klimaanlagen im Zusammenhang mit Bau- und Ausbauarbeiten (83 Tonnen bzw. 22 Prozent) verwendet. In den beiden Dienstleistungsbereichen "Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen" und "Großhandel" wurden 21 Tonnen (5,6 Prozent) bzw. 16 Tonnen (4,2 Prozent) eingesetzt. Die restlichen 41 Tonnen (11 Prozent) verteilten sich auf die übrigen Wirtschaftszweige.

Die erhobenen klimawirksamen Stoffe werden nahezu ausschließlich in geschlossenen Systemen verwendet. Bei einer Freisetzung würden sie als Treibhausgase zur Erwärmung der Erdatmosphäre, dem sogenannten Treibhauseffekt, beitragen. Die Menge der von den hessischen Unternehmen eingesetzten Stoffe würde in ihrer Wirkung auf das Klima 706 700 Tonnen Kohlendioxid gleichkommen. Gegenüber dem Jahr 2013 ging dieser Wert um 8,0 Prozent zurück. Zum Vergleich: Die Kohlendioxidemissionen der hessischen Industriebetriebe waren mit 3,49 Millionen Tonnen knapp fünfmal so groß.

Weitere Informationen enthält der Statistische Bericht „Klimawirksame Stoffe 2014“.

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