Verbraucherpreise steigen im Februar erneut deutlich — Inflationsrate in Hessen bei 2,5 Prozent

Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen stieg im Februar 2017 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, war die Inflationsrate bereits im Januar auf 2,4 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember bei 1,9 Prozent gelegen hatte. Wie in den Vormonaten wirkten auch im Februar insbesondere die im Jahresvergleich stark gestiegenen Preise für Heizöl, Kraftstoffe und Mieten als Preistreiber.

Im Vergleich zum Januar 2017 stieg das Niveau der Verbraucherpreise im Februar um 0,6 Prozent. Neben teureren Pauschalreisen (plus 9,4 Prozent) führten auch höhere Preise für Gemüse (plus 15,8 Prozent) zu diesem Preisanstieg gegenüber dem Vormonat. Kraftstoffe verbilligten sich gegenüber Januar 2017 um 0,7 Prozent.

Preise für Energie

Die Preise für Energie lagen im Februar 0,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Während Autogas (plus 3,2 Prozent), Heizöl und die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (je plus 0,4 Prozent) sowie Gas (plus 0,1 Prozent) teurer wurden, verbilligten sich Diesel (minus 1,2 Prozent) und Benzin (minus 0,6 Prozent). Für Strom mussten Verbraucherinnen und Verbraucher durchschnittlich genauso viel zahlen wie im Monat zuvor.

Im Vergleich zum Februar 2016 stiegen die Preise für Energie um 7,4 Prozent. Teurer wurden im Jahresvergleich Heizöl (plus 45,1 Prozent), Diesel (plus 21,3 Prozent), Benzin (plus 15,9 Prozent) und Autogas (plus 5,0 Prozent). Auch für Strom mussten 1,3 Prozent höhere Preise bezahlt werden. Die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (minus 4,5 Prozent) und Gas (minus 3,4 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahr günstiger.

Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Heizöl und Kraftstoffen lag in Hessen im Februar 2017 bei 1,8 Prozent. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung der gesamten Energie lag bei 2,0 Prozent.

Nahrungsmittelpreise

Im Februar 2017 lagen die Preise für Nahrungsmittel um 2,2 Prozent über dem Niveau von Januar 2017. Saisonabhängige Nahrungsmittel sorgten wie bereits im Vormonat für einen starken Preisanstieg bei Gemüse (plus 15,8 Prozent). Teurer im Vergleich zum Vormonat wurden außerdem Obst (plus 1,4 Prozent), Fisch und Fischwaren (plus 0,6 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,3 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,2 Prozent). Während die Preise für Fleisch und Fleischwaren gegenüber Januar konstant blieben, wurden Speisefette und -öle (minus 0,5 Prozent) günstiger.

Gegenüber Februar 2016 mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Nahrungsmittel 5,1 Prozent höhere Preise zahlen. Deutlich teurer im Vergleich zum Vorjahr wurde insbesondere Gemüse (plus 28,6 Prozent). Auch für Speisefette und -öle (plus 9,6 Prozent), Fisch und Fischwaren (plus 4,3 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 2,4 Prozent) sowie Obst (plus 1,4 Prozent) musste mehr bezahlt werden als vor einem Jahr. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 3,0 Prozent, darunter stiegen die Preise für Sahne (plus 6,6 Prozent), H-Milch (plus 6,1 Prozent), Quark (plus 4,2 Prozent) und Eier (plus 1,7 Prozent).

Preise von langlebigen Gebrauchsgütern

Das Niveau der Preise für langlebige Gebrauchsgüter stieg im Februar 2017 um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 0,8 Prozent gegenüber Februar 2016. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern handelt es sich um eine heterogene, weite Produktgruppe mit einem Anteil von 8 Prozent am Warenkorb privater Haushalte. Günstiger gegenüber dem Vorjahresmonat waren Festnetz- und Mobiltelefone (minus 3,6 Prozent und minus 1,8 Prozent) sowie verschiedene Haushaltsgroßgeräte, wie zum Beispiel Kühl- und Gefrierkombinationen (minus 6,1 Prozent) und Waschmaschinen (minus 1,3 Prozent). Auch im Bereich der Unterhaltungselektronik waren Preisrückgänge zu beobachten, wie beispielsweise bei DVD-Rekordern (minus 14,0 Prozent), Hi-Fi- (minus 9,8 Prozent) und Heimkino-Anlagen (minus 7,0 Prozent), Fernsehgeräten (minus 4,9 Prozent) sowie bei SAT-Anlagen (minus 4,8 Prozent). Teurer wurden hier beispielsweise Digital-Kameras (plus 12,1 Prozent) sowie MP3-Player (plus 4,3 Prozent). Kraftwagen verteuerten sich um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Preise für Dienstleistungen

Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) stiegen im Februar um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Höhere Preise im Vergleich zum Februar 2016 mussten für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,5 Prozent), Verbundfahrkarten (plus 1,9 Prozent) und Kulturdienstleistungen (plus 1,8 Prozent) gezahlt werden. Auch Speisen und Getränke, die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten wurden, verteuerten sich um 1,8 Prozent. Die Pauschalreisen (plus 1,8 Prozent) und Gesundheitsdienstleistungen, zum Beispiel stationäre Gesundheitsdienstleistungen (plus 1,6 Prozent) und zahnärztliche Dienstleistungen (plus 0,8 Prozent) kosteten ebenso mehr. Günstiger wurden Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (minus 4,3 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,1 Prozent).

Die Wohnungsmieten lagen im Februar um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Januar 2017 mussten Mieterinnen und Mieter 0,1 Prozent mehr bezahlen.

Verbraucherpreisindizes in Hessen im Februar 2017 nach Abteilungen, Veränderung gegenüber 2017, Statistik Hessen

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