Hessisches Bauhauptgewerbe im Januar 2020

Die aktuelle Corona-Krise hatte im Januar 2020 noch keine eindeutigen Effekte auf das hessische Bauhauptgewerbe. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, startete das hessische Bauhauptgewerbe mit positiven Konjunkturindikatoren in das Jahr 2020. Umsatz, Auftragseingänge und Beschäftigung stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat merklich.

Die baugewerblichen Umsätze lagen zu Beginn des Jahres 2020 mit über 267 Millionen Euro um 18,4 Prozent höher als im Januar 2019. Alle Teilsektoren des hessischen Bauhauptgewerbes trugen zu dieser positiven Gesamtentwicklung bei. Im Bereich des Wohnungsbaus wuchsen die baugewerblichen Umsätze im Vergleich zu Januar 2019 um 17,9 Prozent und erreichten 73 Millionen Euro. Der gewerbliche und industrielle Bau verzeichnete eine Umsatzsteigerung in Höhe von 16,3 Prozent auf 118 Millionen Euro. Im Bereich des öffentlichen und Verkehrsbaus erreichten die baugewerblichen Umsätze mit einem Wachstum von 22,3 Prozent gegenüber Januar 2019 ein Volumen von 76 Millionen Euro.

Die Auftragseingänge im hessischen Bauhauptgewerbe legten im traditionell nachfrageschwächsten Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,6 Prozent zu und lagen bei gut 313 Millionen Euro. Während die Auftragsbücher im Hochbau gut gefüllt waren (plus 16,6 Prozent), verzeichnete der Tiefbau ein Minus von 4,0 Prozent. In beiden Bereichen wuchsen die Auftragseingänge im gewerblichen und industriellen Bau am stärksten.

Auch die Zahl der tätigen Personen nahm im Januar 2020 zu. Im hessischen Bauhauptgewerbe waren zum Jahresauftakt knapp 35 900 Personen beschäftigt, damit wurde der Vorjahreswert um 4,2 Prozent übertroffen.

Eindeutige Effekte der Corona-Krise auf das hessische Bauhauptgewerbe werden gegebenenfalls frühestens in den Ergebnissen ab dem Berichtsmonat Februar 2020 erkennbar sein.

Hinweise

Alle Zahlen beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen.

Neben der konjunkturellen Komponente ist die Zunahme der Indikatoren auch auf die jährliche Aktualisierung des Berichtskreises zurückzuführen, dem ab Januar 2020 etwa 30 zusätzliche Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten angehören.

Auskünfte erteilt:
Kontakt: Jana Salehian
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