Hessinnen und Hessen im Ländervergleich gut qualifiziert

In Hessen begannen im Jahr 2017 fast zwei Drittel (65 Prozent) eines Altersjahrgangs einen hochqualifizierenden Bildungsgang. Damit lag der Anteil um fast 5 Prozentpunkte über dem Wert für Deutschland und ungefähr so hoch wie in den OECD-Staaten insgesamt. Verglichen mit den anderen Bundesländern lagen die Anteile lediglich in den Stadtstaaten sowie in Sachsen und im Saarland höher. Fast 38 Prozent dieser Anfängerinnen und Anfänger nahmen eine Ausbildung oder ein Studium in einem sogenannten MINT-Fach auf. Damit entspricht der hessische Wert etwa dem Bundesdurchschnitt von gut 39 Prozent.

Ein erfolgreicher Abschluss eines hochqualifizierenden Bildungsgangs führt zu einem hohen Bildungsstand. Dazu zählen akademische Abschlüsse und die Abschlüsse von Meister-, Techniker- und Fachschulausbildungen. Über einen hohen Bildungsstand in Hessen verfügten 31,2 Prozent der 25- bis 64-jährigen Frauen und Männer. Der Anteil entsprach den Werten für Bayern und Baden-Württemberg (31,5 Prozent bzw. 31,3 Prozent). Höhere Werte wiesen die beiden Stadtstaaten Berlin (42,1 Prozent) und Hamburg (36,8 Prozent) auf. Der Anteil für die deutsche Bevölkerung lag mit 29,1 Prozent unter dem Wert für Hessen.

Qualifizierte Bildung erhöht Beschäftigungschancen: In allen Ländern sinkt mit steigendem Qualifikationsniveau das Risiko, erwerbslos zu sein. Die Erwerbslosenquote für Personen mit einem hohen Bildungsstand lag deutschlandweit und auch in Hessen bei 1,9 Prozent und damit deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 3,9 Prozent.

Diese und weitere Ergebnisse enthält die Veröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“, die am 11. September 2019 von der Präsidentin des Hessischen Statistischen Landesamts, Frau Dr. Christel Figgener, und dem Präsidenten des Statistischen Bundesamts, Herrn Dr. Georg Thiel, in Berlin der Presse vorgestellt wurde. Die Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder erscheint bereits zum 14. Mal und ist eine Ergänzung der gestern herausgegebenen OECD-Publikation „Bildung auf einen Blick“.

Die Gemeinschaftspublikation „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ enthält ausgewählte OECD-Bildungsindikatoren für die einzelnen Bundesländer, für Deutschland und die OECD. Dabei werden alle Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung über die Schulen und die Hochschulen bis hin zum lebenslangen Lernen abgebildet.

Die Publikation steht kostenfrei im gemeinsamen Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder unter www.statistikportal.de – Produkte – Veröffentlichungen – zum Abruf bereit.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Ulrike Schedding-Kleis
Telefon: 0611 3802-338
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