Zum Weltgesundheitstag am 7. April: Beschäftigtenzahl im hessischen Gesundheitswesen 2017 steigt weiter

Im Jahr 2017 waren 434 500 Beschäftigte im hessischen Gesundheitswesen tätig. Wie das Hessische Statistische Landesamt anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April mitteilt, war das gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 8100 Beschäftigten oder 1,9 Prozent. Gegenüber 2008, dem Jahr der erstmaligen Durchführung der Gesundheitspersonalrechnung, stieg die Zahl um 80 500 Beschäftigte beziehungsweise 22,7 Prozent. Dieser Zuwachs lag über dem Bundesdurchschnitt von 20,6 Prozent.

Den größten Zuwachs verzeichnete im Jahr 2017 der Pflegebereich. Während in der stationären und teilstationären Pflege im Vergleich zum Vorjahr 2,6 Prozent mehr Beschäftigte gezählt wurden, nahm deren Zahl in der ambulanten Pflege um 7,2 Prozent zu. Insgesamt waren 3100 Beschäftigte mehr in hessischen Pflegeeinrichtungen tätig.

Rückläufig waren die Beschäftigtenzahlen in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (minus 3,9 Prozent).

Zum 31. Dezember 2017 arbeiteten die meisten Beschäftigten des hessischen Gesundheitswesens in Krankenhäusern (79 300), gefolgt von Arztpraxen (52 000) und dem Bereich der stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen (47 800).

72,2 Prozent der Beschäftigten im hessischen Gesundheitswesen waren Frauen. Der Frauenanteil in Hessen lag damit unter dem Bundesdurchschnitt von 75,7 Prozent. Die höchsten Anteile wurden in den Pflegeeinrichtungen verzeichnet. In der ambulanten Pflege waren 86,2 Prozent der Beschäftigten weiblich, in der stationären und teilstationären Pflege 83,9 Prozent. Der Bereich der Rettungsdienste wurde eher von männlichen Beschäftigten dominiert (32,0 Prozent Frauenanteil).

Diese und weitere miteinander vergleichbare Länderergebnisse werden durch die Arbeitsgruppe "Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder" (AG GGRdL) bereitgestellt.

Hinweise

Dargestellt wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen werden mehrfach gezählt. Die hier verwendete Definition des Gesundheitswesens entspricht dem System of Health Accounts und unterscheidet sich vom Wirtschaftsbereich "Gesundheitswesen" gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

Für die Erstellung der Ergebnisse der Gesundheitspersonalrechnung wird eine Vielzahl von Datenquellen mit unterschiedlichen Bereitstelllungszeiträumen ausgewertet. Die Ergebnisse können daher erst nach einer entsprechenden Zeitspanne veröffentlicht werden.

Auskünfte erteilt:
Natascha Michel
Telefon: 0611 3802-819
E-Mail: ggr@statistik.hessen.de