Durchschnittlich 1,7 Prozent Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen der Bundesländer 2017

Im Gesundheitswesen der Bundesländer waren zum Jahresende 2017 knapp 5,6 Millionen Beschäftigte tätig. Binnen Jahresfrist stieg deren Zahl um rund 93 000 Beschäftigte bzw. durchschnittlich um 1,7 Prozent. Überdurchschnittlich war der Beschäftigungszuwachs in Mecklenburg-Vorpommern (2,3 Prozent), Brandenburg und Sachsen (je 2,2 Prozent), Niedersachsen (2,0 Prozent), Hessen und Bayern (je 1,9 Prozent) sowie Baden-Württemberg und Berlin (je 1,8 Prozent). Langfristig betrachtet nahm das Gesundheitspersonal in allen Bundesländern zu, wenngleich die Entwicklung seit 2008 in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich stark ausfiel. Ein besonders hoher Anstieg wurde in diesem Zeitraum in Brandenburg mit fast 26 Prozent ermittelt (Bundesdurchschnitt: 20,6 Prozent).

Wie die Arbeitsgruppe "Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder" (AG GGRdL) weiter mitteilt, waren von den bundesweit rund 5,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen drei Viertel Frauen. Mit 77 Prozent und mehr war der Anteil weiblicher Beschäftigter 2017 in den fünf neuen Bundesländern und in Niedersachsen besonders hoch.

Die Teilzeitbeschäftigung hat in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin einen niedrigeren Stellenwert als in den alten Bundesländern. Daher war dort der Anteil der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) höher als in den alten Bundesländern und variierte zwischen 75,9 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 74,5 Prozent in Sachsen und Brandenburg. In den alten Bundesländern hingegen lag dieser Anteilswert zwischen 73,5 Prozent im Saarland und 70,5 Prozent in Niedersachsen.

Weitere auch nach Einrichtungen differenzierte und miteinander vergleichbare Länderergebnisse für die Jahre 2008 bis 2017 sind auf der Homepage der AG GGRdL abrufbar. Ansprechpartnerin der AG GGRdL ist Frau Susanne Meise (Telefon: 03578 - 33 3455).

Hinweise

Dargestellt wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen werden mehrfach gezählt. Die hier verwendete Definition des Gesundheitswesens entspricht dem System of Health Accounts und unterscheidet sich im Wirtschaftsbereich "Gesundheitswesen" gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

Auskünfte erteilt:
Natascha Michel
Telefon: 0611 3802-819
E-Mail: ggr@statistik.hessen.de