Zahl der Erwerbstätigen steigt 2017 in allen hessischen Regionen — Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“

Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2017 gegenüber 2016 in allen 26 kreisfreien Städten und Landkreisen Hessens. Der Landkreis Groß-Gerau hatte mit 3,3 Prozent den höchsten Zuwachs an Erwerbstätigen. Auf Platz 2 und 3 folgten der Main-Kinzig-Kreis (plus 2,5 Prozent) und die kreisfreie Stadt Darmstadt (plus 2,2 Prozent). Die geringsten Zuwächse verzeichneten der Schwalm-Eder-Kreis, der Odenwaldkreis (jeweils plus 0,5 Prozent) und der Kreis Bergstraße (plus 0,1 Prozent). Im Durchschnitt aller kreisfreien Städte und Landkreise erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl um 1,6 Prozent auf 3 430 800.

Erwerbstätige in den Regierungsbezirken

Im Vergleich der drei Regierungsbezirke wies der Regierungsbezirk Darmstadt mit 1,8 Prozent die stärkste Zunahme der Erwerbstätigkeit auf. Etwas schwächer entwickelten sich die Regierungsbezirke Gießen (plus 1,3 Prozent) und Kassel (plus 1,1 Prozent).

Rund zwei Drittel oder 2 258 600 der hessischen Erwerbstätigen hatten 2017 ihren Arbeitsplatz im Regierungsbezirk Darmstadt. Allein in der Stadt Frankfurt am Main waren 699 600 Personen oder 20,4 Prozent aller Erwerbstätigen in Hessen beschäftigt. Dies waren mehr als im gesamten Regierungsbezirk Kassel (652 200 Erwerbstätige oder 19,0 Prozent). Im Regierungsbezirk Gießen waren es rund 520 100 oder 15,2 Prozent.

Erwerbstätige im Dienstleistungsbereich

In allen kreisfreien Städten und Landkreisen waren die Erwerbstätigen mehrheitlich im Dienstleistungsbereich tätig. Die Spanne der Anteile in den Regionen reichte von 62,1 Prozent im Landkreis Kassel bis 89,6 Prozent in Frankfurt am Main. Im Durchschnitt aller Regionen hatten 78,0 Prozent der Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz im Dienstleistungsbereich.

Marginal Beschäftigte

In Hessen waren 2017 durchschnittlich 407 900 Erwerbstätige marginal beschäftigt. Dies waren 11,9 Prozent aller Erwerbstätigen. Zu den marginal Beschäftigten zählen Erwerbstätige, die ausschließlich einer geringfügig entlohnten oder kurzfristigen Beschäftigung nachgehen, und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten. Den regional höchsten Anteil der marginal Beschäftigten an den Erwerbstätigen insgesamt verzeichnete der Vogelsbergkreis mit 16,4 Prozent. Die Stadt Frankfurt am Main verzeichnete mit 7,3 Prozent den mit Abstand geringsten Wert. Die marginale Beschäftigung wird seit dem Berichtsjahr 2003 nachgewiesen und erreichte in Hessen im Jahr 2009 mit 443 300 Personen ihren bisherigen Höchststand. Wie im Jahr 2016 war auch 2017 die Zahl der marginal Beschäftigten weiter rückläufig.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 14. August 2018 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR), dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das Jahr 2017 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Jahre ab 2014 überarbeitet.

Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des AK ETR abgerufen werden. Die Zahl der Erwerbstätigen wird als Jahresdurchschnitt dargestellt. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Aktualisierte Daten werden im Mai 2019 veröffentlicht.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de