Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Eingliederungshilfe 2017 nahezu konstant

Im Laufe des Jahres 2017 erhielten in Hessen 65 211 Personen Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem 6. Kapitel des Zwölften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XII). Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts waren dies fast genauso viele wie ein Jahr zuvor. Eingliederungshilfe erhalten Personen, die durch eine vorhandene oder drohende Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit eingeschränkt sind, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Knapp 59 Prozent aller Empfängerinnen und Empfänger bezogen Leistungen außerhalb von Einrichtungen und knapp 54 Prozent in Einrichtungen. Die Hilfeart „Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“ war mit einem Anteil von 80 Prozent die häufigste Hilfe, gefolgt von Leistungen in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen mit 28 Prozent und den Hilfen zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf mit 9 Prozent. Mehrfachmeldungen sind hierbei möglich, da Empfängerinnen und Empfänger mehrerer verschiedener Hilfen bei jeder Hilfeart bzw. jedem Ort der Hilfegewährung (in und außerhalb von Einrichtungen) gezählt wurden.

Die Eingliederungshilfe nahmen vor allem junge Menschen in Anspruch. Das ist durch heilpädagogische Leistungen der Kinder begründet. Die Mehrheit der Empfängerinnen und Empfänger war männlich (59 Prozent). Die männlichen Empfänger waren mit 34,2 Jahren im Durchschnitt jünger als die weiblichen (37,5 Jahre).

Die Empfängerinnen und Empfänger von Eingliederungshilfe in Einrichtungen waren im Durchschnitt älter (43,7 Jahre) als die Leistungsbeziehenden außerhalb von Einrichtungen (29,4 Jahre).

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Petra Gerisch
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