102 600 Menschen in Hessen erhielten 2017 besondere Leistungen der Sozialhilfe

Im Laufe des Jahres 2017 erhielten in Hessen 102 624 Personen besondere Leistungen der Sozialhilfe nach dem 5. bis 9. Kapitel des Sozialgesetzbuches (SGB) XII. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts blieb die Zahl der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger gegenüber 2016 nahezu konstant.

Rund 56 Prozent dieser Personen erhielten die Leistungen innerhalb, 53 Prozent außerhalb von Einrichtungen. Empfängerinnen und Empfänger, die Leistungen sowohl innerhalb als auch außerhalb erhalten, werden doppelt gezählt. In der Gesamtzahl der Personen, die Hilfeleistungen erhalten, sind sie aber nur einmal enthalten.

Knapp 64 Prozent der Hilfen erfolgten in Form von Eingliederungshilfen, 28 Prozent betraf die Hilfe zur Pflege und 8 Prozent entfielen auf die Hilfe zur Überwindung sozialer Schwierigkeiten sowie auf die Hilfe in anderen Lebenslagen. Empfängerinnen und Empfänger mehrerer Hilfeleistungen wurden bei jeder Hilfeart gezählt.  

17 Prozent der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger waren jünger als 18 Jahre, rund 20 Prozent waren zwischen 18 bis unter 40 Jahre alt, 31 Prozent gehörten der Altersgruppe zwischen 40 bis unter 65 Jahren an und 33 Prozent waren 65 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Empfängerinnen und Empfänger lag bei 49,6 Jahren. Bei den unter 65-Jährigen war die Eingliederungshilfe mit fast 90 Prozent die mit Abstand wichtigste Hilfeart.

Unter den hilfeempfangenden Personen waren Männer (52 Prozent) etwas häufiger vertreten als Frauen (48 Prozent).

Von 2005 bis 2017 stieg die Zahl der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger um 34 Prozent. Besonders stark stiegen die Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von Eingliederungshilfe (plus 50 Prozent) und von Hilfe zur Pflege (plus 26 Prozent). Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger außerhalb von Einrichtungen stieg im gleichen Zeitraum mit plus 53 Prozent stärker als die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger in Einrichtungen (plus 30 Prozent).

Weitere Ergebnisse sind in den Pressemitteilungen „Eingliederungshilfe 2017“ und "Hilfe zur Pflege 2017" enthalten.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Petra Gerisch
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