Inflationsrate in Hessen sinkt im August auf 1,7 Prozent

Im August 2018 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Juli und Juni bei 1,8 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Juli 2018 sank das Niveau der Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent.

Die Preisentwicklung wurde im August 2018 durch den deutlichen Preisrückgang im Bereich „Bildungswesen" um 23,0 Prozent gegenüber Vormonat und Vorjahr beeinflusst. Dieser ist zurückzuführen auf die zum 1. August 2018 in Hessen erfolgte Beitragsfreistellung für den Besuch des Kindergartens vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt für 6 Stunden täglich.

Preise für Energie

Im Vergleich zum Juli stiegen die Preise für Energie im August 2018 um 1,4 Prozent. Heizöl wurde gegenüber dem Vormonat 4,6 Prozent und Kraftstoffe 2,6 Prozent teurer. Die Preise für Strom und Gas blieben durchschnittlich unverändert.

Gegenüber August 2017 stiegen die Preise für Energie im August 2018 um 7,3 Prozent. Insbesondere verteuerten sich binnen Jahresfrist Heizöl um 33,6 Prozent und Kraftstoffe um 14,0 Prozent. Für Gas mussten 0,9 Prozent geringere Preise gezahlt werden. Strom war 0,1 Prozent günstiger als im Vorjahr.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im August 2018 in Hessen bei 1,1 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel

Im August lag das Niveau der Nahrungsmittelpreise um 0,5 Prozent unter dem Niveau von Juli 2018. Für Obst (minus 2,0 Prozent), Speisefette und -öle (minus 1,5 Prozent, darunter Butter: minus 4,7 Prozent), Fisch und Fischwaren (minus 0,9 Prozent) sowie Gemüse (minus 0,8 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im August weniger zahlen als im Monat zuvor. Molkereiprodukte und Eier waren 0,7 Prozent teurer als im Juli.

Gegenüber August 2017 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im August 2018 um 2,2 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren Gemüse (plus 5,7 Prozent) und Obst (plus 2,5 Prozent). Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 2,7 Prozent, darunter stiegen die Preise für Sahne um 21,7 Prozent und für H-Milch um 1,2 Prozent; Eier wurden 5,6 Prozent teurer. Auch Fleisch und Fleischwaren (plus 1,7 Prozent), Speisefette und -öle (plus 1,5 Prozent, darunter Butter: plus 1,3 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 1,5 Prozent) waren im August teurer als vor einem Jahr.

Preise für langlebige Gebrauchsgüter

Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter erhöhten sich im August 2018 gegenüber Juli 2018 um 0,1 Prozent und gegenüber August 2017 um 0,4 Prozent. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern handelt es sich um eine heterogene, weite Produktgruppe mit einem Anteil von 8 Prozent am Warenkorb privater Haushalte. Teurer gegenüber dem Vorjahresmonat waren in dieser Gütergruppe unter anderem verschiedene Haushaltsgroßgeräte, z. B. Waschmaschinen (plus 3,2 Prozent) und Staubsauger (plus 2,0 Prozent). Günstiger waren verschiedene Geräte der Unterhaltungselektronik, z. B. Heimkino-Anlagen (minus 10,1 Prozent), Fernsehgeräte (minus 13,7 Prozent) und DVD-Rekorder (minus 5,6 Prozent). Ebenso mussten gegenüber dem Vorjahr geringere Preise für Festnetz- (minus 3,9 Prozent) und Mobiltelefone (minus 1,8 Prozent) gezahlt werden. Kraftwagen waren 2,1 Prozent teurer.

Preise für Dienstleistungen

Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im August 2018 um 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum August 2017 verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen um 4,1 Prozent, Sport- und Erholungsdienstleistungen um 4,0 Prozent. Speisen und Getränke, die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten wurden, verteuerten sich um 2,3 Prozent. Die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen kostete 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Pauschalreisen waren 1,9 Prozent teurer. Für Telekommunikationsdienstleistungen mussten 0,7 Prozent geringere Preise gezahlt werden als im August 2017.

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmiete) lagen im August um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Juli 2018 mussten Mieterinnen und Mieter 0,1 Prozent mehr bezahlen.

PM
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