Gesundheitsausgaben in Hessen 2016 erneut gestiegen — Durchschnittliche Kosten von 4330 Euro pro Kopf

Die Gesundheitsausgaben in Hessen stiegen im Jahr 2016 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Deutschland: plus 3,8 Prozent). Mit 26,8 Milliarden Euro lag der Wert 1,0 Milliarden Euro über dem Wert von 2015. Der hessische Anteil an den gesamtdeutschen Gesundheitsausgaben (356,5 Milliarden Euro) betrug 7,5 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, entfielen damit auf jede Hessin bzw. jeden Hessen durchschnittlich 4330 Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit.

Der größte Ausgabenträger 2016 war mit einem Anteil von 57,0 Prozent die Gesetzliche Krankenversicherung. Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck trugen 13,9 Prozent der Ausgaben, gefolgt von der Privaten Krankenversicherung (9,6 Prozent) und der Sozialen Pflegeversicherung (7,9 Prozent). Die restlichen Ausgaben entfielen auf Öffentliche Haushalte (4,8 Prozent), Arbeitgeber (4,1 Prozent), Gesetzliche Unfallversicherung (1,6 Prozent) und Gesetzliche Rentenversicherung (1,2 Prozent).

Das größte Ausgabenwachstum mit 6,0 Prozent wurde bei der Sozialen Pflegeversicherung ermittelt. Die Gesundheitsausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung verzeichneten mit 1,1 Prozent das geringste Plus.

An der Steigerung der gesamten Gesundheitsausgaben 2016 gegenüber dem Jahr 2015 (1,0 Milliarden Euro) hatte die Gesetzliche Krankenversicherung den größten Anteil. Hier betrug das Plus 717 Millionen Euro oder gut zwei Drittel der gesamten Kostensteigerung.

Die veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf den Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (GGRdL). Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind unter www.ggrdl.de enthalten.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Natascha Michel
Telefon: 0611 3802-819
E-Mail: ggr@statistik.hessen.de