Beschäftigtenzahl im hessischen Gesundheitswesen wächst 2016 um 2,2 Prozent — Pflegeeinrichtungen tragen ein Drittel zum Zuwachs bei

Im Jahr 2016 waren rund 425 800 Beschäftigte im hessischen Gesundheitswesen tätig. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 9200 Beschäftigten oder 2,2 Prozent. Gegenüber 2008, dem Jahr der erstmaligen Durchführung der Gesundheitspersonalrechnung, stieg die Zahl um 71 500 Beschäftigte bzw. 20,2 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, lag dieser Zuwachs über dem Länderdurchschnitt von 18,6 Prozent.

Ein Drittel des gesamten Zuwachses gegenüber 2015 stammte aus Pflegeeinrichtungen. Während in der stationären und teilstationären Pflege im Vorjahresvergleich 2,7 Prozent mehr Beschäftigte gezählt wurden, nahm deren Zahl in der ambulanten Pflege sogar um 7,2 Prozent zu. In den hessischen Pflegeeinrichtungen insgesamt war das ein Plus von 4,2 Prozent oder 3000 Beschäftigten. In den Pflegeeinrichtungen waren 2016 rund 17 Prozent des hessischen Gesundheitspersonals tätig.

72,2 Prozent der Beschäftigten im hessischen Gesundheitswesen waren Frauen. Der Frauenanteil in Hessen lag damit unter dem Länderdurchschnitt von 75,8 Prozent. Die höchsten Anteile wurden in den Pflegeeinrichtungen verzeichnet. In der ambulanten Pflege waren 86,4 Prozent der Beschäftigten weiblich, in der stationären und teilstationären Pflege 84,8 Prozent.

Diese und weitere miteinander vergleichbare Länderergebnisse sind auf der Homepage der Arbeitsgruppe "Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder" abrufbar.

Hinweise

Dargestellt wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse. Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen werden mehrfach gezählt. Die hier verwendete Definition des Gesundheitswesens entspricht dem System of Health Accounts und unterscheidet sich vom Wirtschaftsbereich "Gesundheitswesen" gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige.

Für die Erstellung der Ergebnisse der Gesundheitspersonalrechnung wird eine Vielzahl von Datenquellen mit unterschiedlichen Bereitstellungszeiträumen ausgewertet. Die Ergebnisse können daher erst nach einer entsprechenden Zeitspanne veröffentlicht werden.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Sanyel Arikan
Telefon: 0611 3802-825
E-Mail: ggr@statistik.hessen.de