9150 Personen mit „Aufstiegs-BAföG“ bei beruflicher Weiterqualifikation unterstützt — Erneuter Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Im Jahr 2017 erhielten in Hessen 9149 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Meister-BAföG), das waren 547 Personen oder 6,4 Prozent mehr als im Jahr 2016. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, absolvierten 4777 Geförderte eine Vollzeit- und 4372 eine Teilzeitausbildung. Die Zahl der Geförderten in Vollzeitausbildung stieg um 443, die der Geförderten in Teilzeitausbildung um 104 gegenüber 2016. Von 2002 bis 2015 überstieg die Zahl der Geförderten in Teilzeitausbildung diejenige der in Vollzeitausbildung. Seit 2016 dominiert die Vollzeitausbildung. Insgesamt betrachtet waren, wie in den vergangenen Jahren, die Geförderten in einer Vollzeitausbildung jünger als diejenigen in einer Teilzeitausbildung. Rund 84 Prozent waren jünger als 30 Jahre, der entsprechende Anteil unter den Teilzeitfällen lag bei 56 Prozent.

Unter den nach AFBG Geförderten dominierten nach wie vor die Männer. Ihr Anteil lag bei 64 Prozent. Im Vergleich zu 2016 sank der Anteil um 3 Prozentpunkte.

Die gefragtesten Berufe mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem Aufstiegs-BAföG waren 2017 — ähnlich wie in den Vorjahren — bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom Kraftfahrzeugtechnikermeister und dem staatlich geprüften Maschinenbautechniker. Die häufigsten Berufe bei den Frauen waren die staatlich anerkannte Erzieherin, gefolgt von der geprüften Wirtschaftsfachwirtin und der Osteopathin, die damit die Friseurmeisterin von Platz 3 verdrängte.

Die Summe der bewilligten Förderleistungen lag bei 37,8 Millionen Euro. Die bewilligten Förderleistungen setzten sich aus 15,9 Millionen Euro Zuschuss und 21,9 Millionen Euro Darlehen zusammen. Von den bewilligten Darlehen wurden 16,3 Millionen Euro in Anspruch genommen. Gegenüber 2016 stieg die Summe der bewilligten Förderleistungen um rund 4,8 Millionen Euro.

Hinweis

Mit der Förderung nach dem AFBG (Meister-BAföG) werden Handwerker und andere Fachkräfte unterstützt, die eine abgeschlossene Erstausbildung haben und eine berufliche Weiterbildung bis zum Meister oder einer vergleichbaren Qualifikation absolvieren. Mit dem Inkrafttreten des 3. AFBG Änderungsgesetzes (3. AFBGÄndG) zum 1. August 2016 wurde dieser Personenkreis um diejenigen erweitert, die nach den öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsqualifizierung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung oder zur entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen werden können. Eine Förderung kann zum einen aus einem einkommens- und vermögensunabhängigen Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bestehen, auch Zuzahlungen zum Meisterstück sind möglich. Zum anderen können Geförderte in Vollzeitmaßnahmen einen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt erhalten, der einkommens- und vermögensabhängig ist. Dieser beträgt seit dem Inkrafttreten des 3. AFBGÄndG 768 Euro für Alleinstehende und 1003 Euro für Verheiratete oder für eingetragene Lebenspartnerinnen und Lebenspartner. Für jedes Kind erhöht sich der Beitrag um 235 Euro.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Charlotte Pfeil
Telefon: 0611 3802-355
E-Mail: berufsbildungsstatistik@statistik.hessen.de