Zahl der geleisteten Stunden stieg 2016 in 260 der 401 deutschen Regionen — Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“

Von den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten wiesen 260 eine Zunahme der von den Erwerbstätigen insgesamt geleisteten Stunden im Jahr 2016 gegenüber 2015 auf. Dies zeigen neue Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR). Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Erwerbstätigen in 351 Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Zahl der geleisteten Stunden je erwerbstätige Person ging in 397 Landkreisen und kreisfreien Städten zurück.

Der wesentliche Grund für den Rückgang der geleisteten Stunden je erwerbstätige Person liegt in der relativ stärkeren Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zu den insgesamt geleisteten Stunden in den einzelnen Regionen.

Die ab heute verfügbare Veröffentlichung „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2016“ zeichnet ein detailliertes Bild der geleisteten Stunden in den Regionen. Sie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 17. August 2017 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Zahl der geleisteten Stunden für das Jahr 2016 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Jahre ab 2013 überarbeitet.

Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR abgerufen werden. Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise der Jahresurlaub, die Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Das Arbeitsvolumen umfasst somit die Gesamtzahl der während des Berichtszeitraums am jeweiligen Arbeitsort von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Selbstständigen innerhalb einer Region tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.

Aktualisierte Daten werden im Juni 2019 veröffentlicht.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de