Zahl der Wohngeldhaushalte sinkt 2017 um 12 Prozent

Ende 2017 bezogen in Hessen fast 35 200 Haushalte Wohngeld. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts sank die Zahl gegenüber 2016 um 4600 (12 Prozent). Rund 3400 weniger Rentner- und Pensionärshaushalte erhielten 2017 Wohngeld. Insbesondere waren Einpersonenhaushalte betroffen (minus 3200).

Neben den 33 700 reinen Wohngeldhaushalten, in denen alle Haushaltsmitglieder Wohngeld bezogen, wurde das Wohngeld im Jahr 2017 auch 1500 Einzelpersonen in sogenannten Mischhaushalten (nur ein Teil der Haushaltsmitglieder war wohngeldberechtigt) gewährt. Die Zahl der reinen Wohngeldhaushalte sank gegenüber 2016 um gut 11 Prozent, die der Mischhaushalte um 19 Prozent. Die Gründe für die Rückgänge liegen zum Teil in der Rentenerhöhung und den Verdienststeigerungen.

Die größte Gruppe der reinen Wohngeldhaushalte war im Jahr 2017 die Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Beamte mit 43 Prozent, gefolgt von der Gruppe der Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionäre mit 41 Prozent. Studierende und Auszubildende machten knapp 6 Prozent, Arbeitslose knapp 4 Prozent und Selbstständige 1 Prozent der reinen Wohngeldhaushalte aus. Die "sonstigen Haushalte" lagen bei 5 Prozent.

Der Wohngeldanspruch richtet sich nach der Haushaltsgröße, dem Familieneinkommen und der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung (Zinsen, Abtrag und Betriebskosten bei Wohneigentum). Die zuschussfähige Miete bzw. Belastung lag im Mittel bei 484 Euro (2016: 466 Euro). Die tatsächliche durchschnittliche Miete bzw. Belastung betrug 505 Euro (2016: 484 Euro), das durchschnittliche Gesamteinkommen des Wohngeldhaushalts lag bei 1038 Euro (2016: 983 Euro).

Der durchschnittliche Wohngeldanspruch der reinen Wohngeldhaushalte betrug 181 Euro pro Haushalt (2016: 181 Euro pro Haushalt). Der Wohngeldanspruch der Mischhaushalte war im Durchschnitt 38 Euro niedriger (143 Euro pro Haushalt, 2016: 140 Euro pro Haushalt) Im statistischen Mittel waren pro Mischhaushalt 1,6 Personen, in reinen Wohngeldhaushalten 2,6 Personen bezugsberechtigt.

Hinweis

Zum 1.1.2016 traten die neuen gesetzlichen Regelungen der Wohngeldreform in Kraft. Die Änderungen führten im Vergleich zum Jahr 2015 zur Erhöhung der Zahl der Wohngeldhaushalte von 44 Prozent.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Petra Gerisch
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