Zahl der Erwerbstätigen stieg 2016 in 351 der 401 deutschen Regionen — Ergebnisse des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“

Wie entwickelte sich die Erwerbstätigkeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt und gab es unterschiedliche Entwicklungen in Bezug auf die Wirtschaftsbereiche? Die ab heute verfügbare Veröffentlichung „Erwerbstätige in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland — 1991 bis 2016“ zeichnet ein detailliertes Bild der Erwerbstätigkeit in den Regionen.

Von den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten wiesen 351 eine Zunahme der Erwerbstätigenzahl im Jahr 2016 gegenüber 2015 auf, teilt der Arbeitskreis "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR) mit.

Die Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen im Jahr 2016 verlief unterschiedlich. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei verzeichneten 102, im Produzierenden Gewerbe 226 und im Dienstleistungsbereich 374 Landkreise und kreisfreie Städte eine Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen.

Die Erwerbstätigen setzen sich aus den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie den Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen zusammen. Bei der Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verzeichneten 361 Landkreise und kreisfreie Städte einen Zuwachs, bei den Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen waren es 113.

Hinweise

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamts vom 17. August 2017 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem die Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das Jahr 2016 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der Jahre ab 2013 überarbeitet.

Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR abgerufen werden. Die Zahl der Erwerbstätigen wird als Jahresdurchschnitt dargestellt. Die Angaben erfassen alle Erwerbstätigen, unabhängig von der Stellung im Beruf (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Beamtinnen/Beamte) und unabhängig von der Arbeitszeit. Die obigen Angaben weisen die Zahlen nach dem sogenannten Inlandskonzept nach, d. h. am Arbeits- und nicht am Wohnort der Erwerbstätigen. Die Berechnungen folgen damit den Definitionen der International Labour Organization (ILO) und dem Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010.

Aktualisierte Daten werden im Januar 2019 veröffentlicht.

Auskünfte erteilt:
Ansprechpartner: Benedikt Kull
Telefon: 0611 3802-824
E-Mail: etr@statistik.hessen.de