Industrie erhöht ihr Engagement für den Umweltschutz

Die hessischen Betriebe des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2016 insgesamt 373,0 Millionen Euro in den Umweltschutz. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 12,0 Millionen Euro bzw. 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Umweltschutzinvestitionen an den Gesamtinvestitionen lag unverändert bei 8 Prozent. 26 Prozent der Betriebe gaben an, dass ihre Investitionen ganz oder teilweise Anlagen, Einrichtungen oder Maßnahmen für den Umweltschutz galten.

Den größten Beitrag zu den Investitionen für den Umweltschutz trug 2016 mit 220,4 Millionen Euro die Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft (plus 5 Prozent gegenüber 2015). Damit gingen 59 Prozent der Umweltschutzinvestitionen auf diesen Wirtschaftsbereich zurück. Dahinter folgte mit 82,9 Millionen Euro der Bereich „Verarbeitendes Gewerbe; Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden“ (22 Prozent; minus 25 Prozent gegenüber 2015). Die Betriebe der Energieversorgung investierten 70,0 Millionen Euro in den Umweltschutz (19 Prozent; plus 73 Prozent gegenüber 2015).

Mit einem Anteil von 37 Prozent kam das größte Investitionsvolumen dem Gewässerschutz zugute. Dahinter folgte der Umweltbereich „Klimaschutz“ mit 31 Prozent. Hier spielten Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien eine wichtige Rolle. Auf diesen Maßnahmen beruhte maßgeblich der Anstieg der Investitionen für den Umweltschutz in der Energieversorgung. Auf den Umweltbereich „Abfallbeseitigung“ entfielen 24 Prozent und auf die übrigen Umweltbereiche 8 Prozent der Gesamtinvestitionen für den Umweltschutz.

Weitere Ergebnisse sind im Statistischen Bericht „Investitionen für Umweltschutz im Verarbeitenden Gewerbe“ des Hessischen Statistischen Landesamtes veröffentlicht.

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