Inflationsrate in Hessen sinkt im Januar auf 1,3 Prozent

Im Januar 2018 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Dezember bei 1,7 Prozent und im November bei 2,0 Prozent gelegen. Die Preissteigerung gegenüber Januar 2017 wurde wesentlich durch die im Jahresvergleich gestiegenen Preise für Mieten und Molkereiprodukte bestimmt. Diesen standen Preissenkungen bei Gemüse und bei Bekleidungsartikeln (minus 1,7 Prozent) gegenüber.

Im Vergleich zum Dezember 2017 sank das Niveau der Verbraucherpreise im Januar um 0,8 Prozent. Preissenkungen waren insbesondere bei Pauschalreisen (minus 22,2 Prozent) und Bekleidungsartikeln (minus 6,9 Prozent) zu beobachten.

Preise für Energie

Im Vergleich zum Dezember stiegen die Preise für Energie im Januar 2018 um 0,6 Prozent. Teurer gegenüber dem Vormonat wurden Heizöl (plus 3,2 Prozent) und Kraftstoffe (plus 0,8 Prozent), darunter  Diesel (plus 1,9 Prozent), Benzin (plus 0,5 Prozent) und Autogas (plus 0,3 Prozent). Strom (minus 0,3 Prozent) und die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (minus 0,1 Prozent) wurden günstiger. Die Preise für Gas blieben im Durchschnitt unverändert.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Preise für Energie im Januar 2018 um 0,7 Prozent. Während für Autogas (plus 9,0 Prozent), Heizöl (plus 6,2 Prozent), Strom (plus 1,7 Prozent), die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (plus 1,5 Prozent) und Diesel (plus 1,3 Prozent) mehr bezahlt werden musste, sanken die Preise für Benzin um 2,1 Prozent und für Gas um 1,4 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2018 in Hessen bei 1,4 Prozent gelegen.

Preise für Nahrungsmittel

Das Niveau der Nahrungsmittelpreise lag im Januar um 0,3 Prozent über dem Niveau von  Dezember 2017. Für Gemüse (plus 4,0 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,5 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 0,3 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar tiefer in die Tasche greifen. Für Fleisch und Fleischwaren (minus 1,4 Prozent), Fisch und Fischwaren (minus 1,2 Prozent), Speisefette und -öle (minus 0,7 Prozent) sowie Obst (minus 0,4 Prozent) musste weniger gezahlt werden.

Gegenüber Januar 2017 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Januar 2018 um 3,2 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren insbesondere Speisefette und -öle (plus 15,8 Prozent, darunter Butter: plus 27,9 Prozent). Auch für Obst (plus 11,1 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 3,0 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 1,8 Prozent) sowie Fisch und Fischwaren (plus 0,8 Prozent) mussten höhere Preise gezahlt werden. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 9,1 Prozent, darunter stiegen die Preise für Sahne (plus 33,9 Prozent), H-Milch (plus 13,3 Prozent) und Quark (plus 9,4 Prozent); Eier waren 4,2 Prozent teurer. Gemüse war durchschnittlich 7,3 Prozent günstiger als vor einem Jahr.

Preise für langlebige Gebrauchsgüter

Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter verringerten sich im Januar 2018 gegenüber Dezember 2017 um 0,1 Prozent und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern handelt es sich um eine heterogene, weite Produktgruppe mit einem Anteil von 8 Prozent am Warenkorb privater Haushalte. Zu dieser zählen verschiedene elektrische Haushaltsgroßgeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik. Günstiger gegenüber Januar 2017 wurden in dieser Produktgruppe unter anderem Kühl- und Gefrierkombinationen (minus 2,6 Prozent), SAT- (minus 6,9 Prozent), Hi-Fi- (minus  3,2 Prozent) und Heimkino-Anlagen (minus 2,8 Prozent) sowie Digitalkameras (minus 2,1 Prozent). Mehr bezahlen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher in dieser Produktgruppe beispielsweise für MP3-Player (plus 4,8 Prozent), Fernsehgeräte (plus 2,8 Prozent), DVD-Rekorder (plus 1,3 Prozent) und Waschmaschinen (plus 1,2 Prozent). Die Preise für Kraftwagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent.

Preise für Dienstleistungen

Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Januar 2018 um 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere verteuerten sich im Vergleich zum Januar 2017 Speisen und Getränke, die von Gaststätten und anderen Verpflegungsdienstleistern angeboten wurden (plus 2,9 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 2,4 Prozent) sowie die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 1,4 Prozent). Auch für Pauschalreisen (plus 0,9 Prozent) sowie Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 0,1 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist bei Telekommunikations- (minus 0,8 Prozent) und Versicherungsdienstleistungen (minus 0,3 Prozent).

Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Januar 2018 um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Dezember 2017 mussten Mieterinnen und Mieter 0,2 Prozent mehr bezahlen.

Verbraucherpreisindex in Hessen im Januar 2018 nach Abteilungen; Statistik Hessen

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